Zeitungs-/Nachrichtenarchiv
Schuljahr 2007/2008
Ein Vertrag über Einblicke in die Welt der Wirtschaft
Wie Schule und Unternehmen Jugendliche auf das Berufsleben vorbereiten
Von Johannes Brüne
KAMEN . Als der stellvertretende Leiter der Gesamtschule, Ralf Krüger, gestern morgen zu lkea kam,um eine
Kooperationsvereinbarung mit dem Möbelhaus zu unterschreiben, da musste er sich keine Sorgen machen, sich zu verlaufen.
Denn Krüger hatte seine Kollegin Ursula Göbel-Drutschmann an seiner Seite, die sich bei den Schweden bestens auskennt:
Sie hat unlängst ein einwöchiges Praktikum dort absolviert (wir berichteten).
Die Erfahrungen, die die Mathematiklehrerin bereits gemacht hat, sollen demnächst auch die Gesamtschüler teilen: Das ist der Haupt-
zweck der Vereinbarung, die Kröger und Ikea-Personalchef Dirk Becker in der Möbelausstellung unterzeichnet haben.
Nun ist es im Grunde genommen nichts Neues, dass Schüler in die Berufswelt hineinschnuppern. "Betriebspraktika hat es ja
immer schon gegeben", sagt der Gesamtschullehrer Michael Brandt, der die Zusammenarbeit koordiniert. Gleichwohl gibt es
wohl ein neues Denken oder zumindest neue Begriffe bei der Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft. Brandt merkt das daran,
dass er sich seit kurzem "Berufswahlkoordinator" nennen darf. "Dabei mache ich das, was ich seit 20 Jahren mache",
sagt der Gesamtschullehrer mit leicht ironischem Unterton: Nämlich seine Schüler darauf vorzubereiten, was in der Arbeitswelt
auf sie zukommt. Ziel der Partnerschaft zwischen Möbelriesen und Gesamtschule ist es, das noch praxisnäher zu tun. So ist in
der Vereinbarung festgeschrieben, dass die Schüler nicht nur Praktika absolvieren, sondern auch in Kleingruppen an
"Betriebserkundungen" und Bewerbungstraining teilnehmen.
Daran habe auch lkea selbst ein Interesse, sagt Personalchef Becker: "Wir sammeln Erfahrungen und wir können Azubis
rekrutieren." Es mangele zwar nicht an Bewerbern: "Aber wir müsssen die Qualität rausfiltern." Und das sei eben leichter,
wenn er den potenziellen Azubi länger als nur aus einem Bewerbungsgespräch kenne.
Und Ausbilderin Petra Peinop hofft, dass die Jugendlichen sich auf diese Weise besser auf ihre Berufswahl vorbereiten: "Die Bewerber
informieren sich oft nicht genug über das Unternehmen und das Berufsbild." Zugleich sieht sie auch Bildungsdefizite.
So komme im Mathematik-Unterricht der Oberstufe das kaufmänniscne Rechnen zu kurz, "Und auch die Rechtschreibung ist
zuweilen problematisch."
Die Vertreter der Gesamtschule finden allerdings, dass sie bereits jetzt eine Menge tun, um ihre Schüler für den
"Ernst des Lebens" vorzubereiten. So versichert Göbel-Drutschmann in Mathematik praxisnahe Aufgaben zu stellen.
Und Krüger verweist auf das Fach "Soziales Lernen", das ab der fünften Klasse unterrichtet wird: "Da haben wir Sozialverhalten und
Teamfähigkeit im Blick." Auf diese Tugenden legt die Wirtschaft ja großen Wert.
Krüger will seine Schüler aber nicht nur auf die Möbelbranche vorbereiten. In der vergangenen Woche hat er bereits
einen ähnlichen Vertrag mit der VKU abgeschlossen, außerdem führt er derzeit Gespräche mit den GSW, dem Sportcentrum
Kaiserau, dem Hellmig-Krankenhaus und dem Haus Volkermann. Wobei ein Teil seiner Schüler bereits jetzt Praxiserfahrung
in Klinik und Pflegeheim sammelt: "Wir haben Jugendliche bei uns, die den Leuten dort regelmäßig helfen - in ihrer Freizeit."
Die Wirtschaft und das Bewusstsein
Für Heinrich Schlep von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Dortmund gehört es schon fast zur Routine, wenn ein
Unternehmen und eine Schule ein Kooperationsvereinbarung unterzeichnen. 58 Lernpartnerschaften seien in den vergangenen
beiden Jahren im Kammerbezirk abgeschlossen worden,sagt er. In Kamen habe die Gesamtschule mit den Verträgen mit der
VKU und Ikea eine Vorreiterrolle übernommen. Wobei die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Schule eben auch keine völlig neue Erfindung der IHK
ist: Das Kamener Gymnasium unterhält zum Beispiel seit vielen Jahren eine Partnerschaft mit 3M.
Der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer, Claus-Dieter Weibert, sieht in den Verträgen zwischen Schulen und
Unternehmen aber doch eine neue Qualität. Darin komme ein Bewusstseinswandel auf beiden Seiten zum Ausdruck:
"Vor fünf oder sechs Jahren hätte es das noch nicht gegeben." Schlep hofft, dass sich die Schule weiter für ökonomische
Erkenntnisse öffnen: "Es geht darum im Unterricht zu zeigen, dass Wirtschaft etwas Notwendiges ist und in allen Fächern zur
Normalität wird."
Im Wortlaut
- "Ikea und die Gesamtschule
Kamen wollen im Rahmen der
Schulpartnerschaft gemeinsam
neue Wege in der Kommunikation zwischen beiden Partnern
gehen und beabsichtigen auf
der Grundlage dieser Vereinbarung eine Lernpartnerschaft auf-
zubauen, um den Übergang
zwischen Schule und Beruf für
beide Seiten effizienter zu gestalten", heißt es in dem Vertrag, den die Beteiligten gestern unterschrieben haben.
- "Für Ikea bietet sich durch
die Kooperation die Möglichkeit, potentielle Auszubildende
frühzeitig zu entdecken und
kennen zu lernen."
- Für die Schüler der Gesamtschule werden durch diese Kooperation die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöht
und der Unterricht, besonders
die Berufsvorbereitung in der
Schule, realitätsnah gestaltet.
© Hellweger Anzeiger 23.2.2008
Nur einer will auf den Chefsessel
Für die Stelle des Gesamtschulleiters gibt es lediglich eine Bewerbung So richtig begehrt scheint die vakante Stelle des Leiters der Gesamtschule nicht zu sein.
Der Bezirksregierung in Arnsberg lag gestern genau eine Bewerbung vor.
Viel mehr dürften es auch nicht mehr werden:
Die Bewerbungsfrist ist nämlich mit dem gestrigen Montag abgelaufen. Ganz hat Christoph Söbbeler,
Pressesprecher der Bezirksregierung, die Hoffnung aber nicht aufgegeben, dass sich vielleicht doch
noch weitere Kandidaten finden, deren Unterlagen noch in der Post sind: Entscheidend für eine
fristgerechte Bewerbung ist der Poststempel und nicht der -eingang
© HA 2.2008
p class="block2">VKU und Gesamtschule Kamen
vereinbaren Lernpartnerschaft

Lernpartnerschaft verleiht den Gesamtschülern Fahrtwind für den Beruf
Von Carsten Janecke
KAMEN . 42 Busse der Verkehrsgesellschaft Kreis Unna fahren täglich ein
und aus am Betriebsgelände an der Lünener Straße.Was bei der VKU genau passiert, können ab sofort
Schüler der Gesamtschule beobachten. Sie haben eine Lernpartnerschaft mit der
VKU geschlossen.
Dass ein Bus 60 Liter Diesel auf 100 Kilometern verbraucht, dass die Busse einen 400-Liter-Tank haben,
täglich auf der Wartungsstraße kontrolliert werden und rund 200000 Euro kosten, das sind einige der spannenden Dinge,
die es dort zu erfahren gibt.
Aber weitaus noch viel mehr. "Die jetzt vereinbarte Kooperation soll die Schüler frühzeitig in Kontakt mit der
Arbeitswelt bringen, ihnen realistische Einblicke in die Anforderungen von Unternehmen bieten und so den Übergang von Schule in die
Arbeitswelt erleichtern", berichtet VKU-Betriebsleiter Andreas Feld. Er ist selbst früh in die Welt des Busfahrens gestoßen - bereits als
Student machte er auf eigene Kosten den Busführerschein.
"Im Zentrum der Partnerschaft", so Michael Brandt, Berufswahlkoordinator der Gesamtschule, "steht ein intensiver Dialog der Praktiker
aus Schule und Wirtschaft.Im Austausch mit den Profis aus der Arbeitswelt entstehen konkrete Anforderungsprofile, die eine Grundlage
für die Berufswahlplanung unserer Schülerinnen und Schüler bilden."
Die Kooperation ist durchaus im Interesse der VKU.Andreas Feld erläutert: "Wir erleben oft, dass junge Menschen eine Ausbildung begin-
nen, ohne so richtig zu wissen, was sie erwartet. Durch die Zusammenarbeit erhoffen wir uns eine noch bessere Besetzung unserer Ausbil-
dungsstellen."
Für das laufende Schuljahr wurden bereits einige Aktivitäten vereinbart. Im Rahmen der Betriebspraktika wird die
Sekundarstufe II eingebunden. Feld: "Wir übernehmen als Ausbildungsbetrieb bereits jetzt Bildungsverantwortung." Und als kommunales
Unternehmen höre die Verantwortung für die Region nicht damit auf, die Schüler zur Schule und wieder nach und wieder nach
Hause zu bringen. Die Kooperationspartner wurden im Übrigen durch die Industrie-und Handelskammer (IHK) zu Dortmund zusammengebracht.
Denn auch andere Betriebe profitierten von den Partnerschaften, fügt Heinrich Schlep von der IHK hinzu: „Unternehmen suchen potenzielle Bewerber für Ausbildungsplätze und wollen diese frühzeitig für sich gewinnen. Außerdem erleichtert die
Abstimmung von Praktikern und Lehrern die praxisnahe Gestaltung des Unterrichts."
© HA 15. Februar 2008
Wenn die Gesamtschullehrerin zur Auszubildenden wird
Ursula Göbel-Drutschmann lernt die Wirtschaftswelt bei Ikea kennen
Von Tobe Kestin
KAMEN . Gesamtschullehrerin Ursula Göbel-Drutschmann weiß, wie ihre Schüler eine Bewerbung gestalten müssen. Sie selbst hat aber nie eine ge-schrieben. Deshalb war sie sofort dabei, als die Wirt-schaftsförderung sie zu einem Praktikum einlud:
Fünf Tage arbeitete sie bei Ikea.

Jeden Tag wechselte ihr Aufgabenbereich. "Ich habe das gemacht, was Azubis in ihren ersten Wochen
machen", sagt sie. Göbel-Drutschmann räumte Regale ein, beriet Kunden, pflegte im Marketing Außenkontakte,
reichte im Restaurant Köttbullar über die Theke und half im Lager aus.
"Das war ein spannender Blick über den Tellerrand der Schule."
Denn auch ihre Schüler müssen diesen Blick wagen: Sie ist Beratungslehrerin des neunten Schuljahres und
unterstützt ihre Schüler bei der Berufswahl. Die Arbeit in der Wirtschaft ist ihr nicht fremd, aber auch nicht sehr
umfangreich: "Ich habe im Studium gejobbt, und das ist 30 Jahre her." Bewerbungen habe sie auch nie schreiben müssen.
Zwar können sie und ihre Kollegen dank Fort-bildungen etwa in Lehrwerk-stätten ihren Schülern Eindrücke vermitteln:
"Aber das Wochenpraktikum ist etwas anderes gewesen."
In ihrem besonderen Interesse lag der Austausch mit den Auszubildenden des Unternehmens. "Besser kann ich die
Strukturen und Bedingungen im Betrieb nicht kennen lernen." Das Unternehmen am Karree sei da genau richtig gewesen: "Hier gibt es eine Vielzahl von Berufen, die auch für unsere Schüler in Frage kommen könnten.
Ob in der Systemgastronomie, als Fachkraft für Lagerwirtschaft, Einzelhandelskauffmann oder Gestalter für
visuelles Marketing." Die meisten Auszubildenden seien jedoch älter als die Neunt- und Zehntklässler der Gesamtschule.
"Womöglich richten sie die Möglichkeiten eher an unsere Oberstufenschüler."
Denen kann sie nun auch im Bewerbungstraining besser helfen, dank Gesprächen mit der Personalabteilung.
"Es ist interessant, wie unternehmen mit Bewerbern umgehen." Sie hat überrascht, dass das Auswahlverfahren nicht
nur auf Zeugnisse und Gesprächen fußt: In kleinen Gruppen müssen die Bewerber ihre Fähigkeiten zum Beispiel bei der Einrichtung eines Zimmers und der Präsentation der Waren unter Beweis stellen.
Von dem Lehrerbetriebspraktikum profitieren aber nicht nur ihre Schüler: "Das hat mir persönlich auch viel gebracht. Zum Beispiel weiß ich nun, wie schön es ist Lehrerin zu sein."
© Hellweger Anzeiger 23.1.2008
Suche nach Schulchef beginnt
Arnsberg will Gesamtschulleiterstelle vor Weihnachten ausschreiben
Kamen | Schüler und Lehrer der Gesamtschule müssen sich noch gedulden, bis sie erfahren, wer ihr neuer Schulleiter wird:
Die Bezirksregierung bereitet derzeit die Stellenausschreibung vor.
„Wir werden sie auf jeden Fall noch vor Weihnachten veröffentlichen", sagte gestern der Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg, Christoph Söbbeler, auf Anfrage. Sobald die Stelle öffentlich ausgeschrieben ist, beginnt die sechswöchige Frist, innerhalb der die Bewerber die
Möglichkeit haben, ihre Unterlagen in Arnsberg einzureichen.
© HA 18.11.2007
Oberstufenfete im neuen Gewand
Gesamtschule will mit neuem Partykonzept Ausuferungen und Gewalt stoppen: Premiere gelungen
Reform erledigt die alten VoFiFeten
Kamen, (kmg) Abschied von der VoFi-Feten-Tradition zumindest an der Gesamtschule: Unter dem Motto „Happy Halloween - Wir feiern bis der Kürbis platzt" stieg am Freitag in der Pausenhalle der Kamener Gesamtschule eine Party mit neuem Konzept.

Die Vofi-Feten der früheren 13. Jahrgänge der Schule sind Geschichte. Zu oft ärgerten sich Lehrer und Schüler über schlechtes Benehmen einiger Gäste, die ihre Grenzen nicht kannten. Um diesen unangenehmen Ausuferungen ein Ende zu setzen, strukturierte das Lehrerkollegium der Oberstufe die einstmalige Veranstaltung um.
Neben dem neuen Namen „Oberstufenfete", brachte das neue Konzept auch viele inhaltliche Neuerungen mit sich. Zum einen war die Fete keine öffentliche Veranstaltung mehr, sondern eine interne Party, bei der nur geladenen Gästen der Eintritt gewehrt wurde. Die Regelung
lautete, dass jeder 13er fünf Freunde auf die Gästeliste setzen durfte und die anderen Oberstufenschüler jeweils drei Gäste. Ehemalige Schüler wurden natürlich auch ohne Einladung herzlich aufgenommen. Weiterhin mussten sich die
Partygänger auf ein Rauchverbot innerhalb des Schulgebäudes einstellen. Um den Rauchern diese Einschränkung erträglich zu machen, öffnete das Partykomitee einen Innenhof der Schule.
Eine weitere Vereinbarung zwischen Lehrerschaft und
Partyvolk war der Verzicht auf Ausschank von Spirituosen.
Mit diesen Voraussetzungen und einer Menge Elan eröffnete der Abitur Jahrgang 08 eine Oberstufenfete der neuen Art. Wohl im Wissen, dass der Erfolg der Fete auch über das Schicksal der künftigen
Partys der Abiturienten entscheidet.
Deswegen legten sich die diesjährigen 13er besonders ins Zeug. Ein besonderes Highlight des Abends bot
Stufenmitglied Glen Akama-Ese-me, besser bekannt als Masta Gee. Mit seinem Freund Frank Enow, auch Lil Wizzy genannt;
brachte er die Feierwütigen mit Hip Hop Beats und Rapgesang in Stimmung.
Sichtlich zufrieden waren auch die Lehrer, die sich bereit erklärten das Geschehen zu beaufsichtigen, da sie mit einem internationalen Buffet im Oberstufenraum der Gesamtschule „bestochen" wurden. „Es war eine angenehme Veranstaltung", sagte Stufenleiter Amd Joeres nach der Party. Er sei sehr begeistert darüber, dass die Fete durchgehend friedlich über die Bühne lief. Somit scheint das neue Party-Konzept aufgegangen zu sein.
Glücklich sind auch die Schüler und hoffen, im Februar noch eine Party steigen lassen zu können.
© WR 31.10.2007
Direktorin der Gesamtschule wechselt zur Bezirksregierung
Kamen. (wig/cho) Ulrike Schulz, Leiterin der Kamener Gesamtschule, wechselt in Kürze als Dezernentin in die Bezirksregierung.
Das Bewerbungsverfahren ist bereits (erfolgreich) abgeschlossen, es fehlen nur noch die formale Zustimmung des Personalrats und die Unterschrift der derzeit urlaubenden Ministerin unter der Bestellungsurkunde.
"Ich hoffe, die Schule in gute Hände weiter geben zu können", betonte Ulrike Schulz gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Dass sie auch in der hoffentlich kurzen Übergangszeit bis zur Bestellung eines Nachfolgers in guten Händen sein wird, dessen ist sich die 55-Jährige gewiss: Das Schulleiterteam um die Abteilungsleiter Helmut Mönter, Gitta Schwärzer und Benno Tillmann, stv. Schulleiter Bernd Krüger sowie die didaktische Leiterin Kornelia Strophff und organisatorische Leiterin Marlies Schwippe sei außerordentlich kompetent und sehr stark.
Das Team war sicher auch ein wenig für die erfolgreiche Bewerbung Schulz´ mit verantwortlich: Gemeinsam stemmte man die schwierige Fusion der beiden Gesamtschulen. Eine organisatorische Leistung, die Eindruck machte - und jetzt vielleicht ein Grund dafür ist, dass Ulrike Schulz demnächst in ihrer neuen Funktion andere Schulen auf dem Weg in die Zukunft beraten soll. Außerdem wird Schulz Ansprechpartnerin für Eltern bei der Arnsberger Behörde sein und für die Lehrerzuweisung zu den einzelnen Schulen verantwortlich sein - "allerdings natürlich nicht für meine eigene frühere Schule", stellt Schulz klar. Und ganz sicher werde sie nicht über den eigenen Nachfolger mitentscheiden. Sobald sie ihre Ernennungsurkunde für Arnsberg in Händen hält, kann die Stelle in Kamen ausgeschrieben werden. Die Schulkonferenz entscheidet dann über die Bewerbungen, das letzte Wort hat der Rat der Stadt.
"Die Schule, die Kinder, die Kollegen - das wird mir alles sehr fehlen", betont Ulrike Schulz nach fast 30 Jahren an der Gesamtschule. Die Chance, noch einmal in neuer Position etwas Neues gestalten zu können, habe aber letztlich den Ausschlag für die Bewerbung gegeben.
Auch viele der Schülerinnen und Schüler sehen dem Weggang der Schulleiterin mit Bedauern entgegen. Ulrike Schulz galt bei den meisten als engagierte, hilfsbereite Lehrerin, die gut auf die Schüler und ihre Interessen eingehen konnte. Vor allem ihre sympathische Art, so betonten einige Schüler, mache sie so beliebt.
Manche Befragten hatten von dem baldigen Schulleiterwechsel noch gar nichts mitbekommen. So konnte es Nadine Werth gar nicht fassen: "Darüber bin ich jetzt echt bestürzt!"
Marius Kudies, Klasse 9a
Nadine Werth, Klasse 9a
Rene Lafin, Klasse 9a
"Ich bin darüber ein bisschen traurig. Frau Schulz war immer nett. Ich glaube nicht, dass wir einen guten Ersatz finden."
"Sie ist eine der genialsten Schulleiterinnen, die ich je hatte. Sie ist lebensfroh und geht einfach super mit den Schülern um."
"Ich finde doof, dass Frau Schulz geht. Sie ist eine gute Schulleiterin, die vieles verändert und viel bewegt hat."
© WR Aug 2007
Schuljahr 2005/2006
Förderverein wählt Vorstand
Kamen. Der Verein der Förderer und Freunde der Gesamtschule trifft sich
am heutigen Montag. Auf dem Programm stehen der Jahresbericht
und die Wahlen des Vorstandes.Treffpunkt um 19 Uhr ist der
Oberstufenraum.
Abschluss mit Rotstiften und Knalleffekten
Gesamtschule und Hauptschule verabschieden Schüler
Kamen | Gesamtschulleiterin Ulrike Schulz blickt über die
vollbesetzte Stadthalle, hält kurz inne und sagt:
„Ich bin stolz auf euch. Mehr Gesamtschule als bei euch geht einfach nicht."
Denn die 163 Zehntklässler verteilen sich gleichmäßig auf die drei Abschlussmöglichkeiten der
Unterstufe: Ein Drittel darf in die Oberstufe, ein Drittel hat einen Realschulabschluss
und das letzte Drittel hat den Abschluss der Hauptschule in der Tasche.
Der Literaturkurs 12 präsentiert:
Bilder
Gefangen in der Ewigkeit
31. Mai / 1. Juni 2007, 19.30 Uhr
Studiobühne der Gesamtschule Kamen
Schüler 2,50 € / Erwachsene 3,50 €
Seddrick: "Deine Augenblicke sind kostbar, sie sind gezählt."
Sophia: "Das klingt ja schauderhaft!"
Ewig jung, ewig schön, ewige Liebe, ewiges Leben - ein Menschheitstraum, den zu erfüllen
sich Professorin Pavelova und ihre junge Gehilfin Sophia zum Ziel erkoren haben. Im Dienste der
Wissenschaft reisen beide nach Transsilvanien, um den Vampiren das Geheimnis der
Unsterblichkeit abzujagen. Doch wer glaubt, der Vampir selbst erfreue sich an seinem
eigenen "Leben", der irrt. Untröstlich deprimiert fristet der Graf von Ardeal sein
tristes Dasein. Seine respektlose Tochter Silvana vertreibt sich die Langeweile mit
erotischen Eskapaden, sein Sohn Seddrick sucht inkognito die Nähe der Menschen.
Seine heimliche Liebe zur Gehilfin erscheint tragisch, kann doch keiner von beiden in
der Welt des jeweils anderen leben. Ein gefährliches Ritual verspricht Hoffnung auf
einen Ausweg: Das ewige Leben im Licht. Die zänkische Braut des Grafensohnes, die um
jeden Preis zur Gräfin gemacht werden will, sieht ihre adelige Zukunft gefährdet und
schwört Rache. Auf dem Hochzeitsball, der mit dem Zeitpunkt des Rituals zusammenfällt,
muss er sich entscheiden …
Darsteller:
- Professorin Pavlova - Nina Kossmann
- Sophia, Gehilfin - Pia Bauermann
- Wirtin - Jana Gössing
- Tizia, Wirtstocher - Elena Herdt
- Ghoul - Philipp Krämer
- Victor v. Ardeal, Graf - André Siegel
- Seddrick v. Ardeal, Grafensohn - Tobias Krause
- Silvana, Grafentocher - Alina Gussarov
- Livia, Vampirsbraut - Linda Gillich
- Tante der Braut - Tessa Lipphaus
- Kammerzofe - Nina Kossmann
- 1. Diener/Türsteher - Maurizio Triolo
- 2. Diener - Philipp Krämer
- Dorfbewohner 1 - Holger Wirth
- Dorfbewohner 2 - Linda Gillich
- Dorfbewohner 3 - Maurizio Triolo
- Vampir im Wald - Maurizio Triolo
Licht und Ton:
Nick Merkert und Holger Wirth
Spielleitung und Text:
Jeanette Kindas und Wolfgang Walter
Ganz besonders danken wir:
- Volker Volkhausen und dem WP II Technik-Kurs (Särge und Säulen)
- Larissa Eckey und Jana Heinze (Kulisse)
- Lore Gillich und Renate Lipphaus (Näharbeiten)
- Rolli Schröder und dem Kamerateam
- Rolli Schröder (Schnitt)
"Warum gibt es Armut auf der Welt ?"
| |
In einen Hörsaal für Kinder verwandelte sich am Freitag die Studiobühne der Gesamtschule. Über das rege Interesse der Kinder-Uni-Besucher freute sich Professor Thomas Apolte, der über die Ursachen von Armut referierte. (Bilder: Dietmar Wäsche) |
Kamen. (bu) Es hält ihn kaum noch auf dem Stuhl. Schon seit Minuten reckt der elfjährige Pascal Schulte den Arm in die Höhe. Schließlich weiß er doch eine Antwort auf die Frage des Professors von der Universität Münster, warum auch die Deutschen noch vor einiger Zeit sehr arm waren.
"Wegen der Steuern", ruft er laut heraus.
Nicht nur Pascal aus Methler war mit Feuereifer dabei, als der Kreis Unna zur dritten Kinder-Uni in die Studiobühne der Gesamtschule einlud. Gut 200 Kinder aus Unna, Holzwickede, Bergkamen, Werne, Schwerte, Fröndenberg und sogar aus Werl klebten Dr. Thomas Apolte an den Lippen.
Der genoss trotz Erkältung den Rollentausch.
Dr. Thomas Apolte staunt über große Aufmerksamkeit
Doziert er normalerweise vor erwachsenen Studenten der Wirtschaftspolitik, staunte er über
die große Aufmerksamkeit der kleinen Nachwuchsstundenten, als er am Freitag der Frage nachging, warum es eigentlich Armut auf der Welt gibt.
Einen Moment unterbrach Mario Rüdiger seine eifrigen Notizen und betrachtete das Bild auf
der Großbildleinwand. Vuyogo Mtetwa aus Swasiland lebt in einer Hütte aus Lehm, muss sein Wasser weit entfernt von einem Brunnen holen. In seinem Land gibt es nur wenig Autos und Schule ist nicht selbstverständlich. Außerdem können dort nur rund 15 Prozent der Menschen lesen und sterben durchschnittlich mit 44 Jahren. Dann notiert der Neunjährige aus Fröndenberg weiter Zahlen und Daten in seinem Block. "Das Thema interessiert mich einfach", stellt er nüchtern fest. "Die Notizen zeige ich später meinen Eltern", betont er. Schließlich sollen auch die erfahren, was er heute gelernt hat.
Viele Menschen müssen mit 80 Cent am Tag überleben
Das war deutlich mehr, als in einen Notizblock passte. Dr. Thomas Apolte, selbst Vater von zwei Kindern, versuchte zu erklären, warum in Sierra Leone, im Kongo, Malawi, Tansania oder Äthiopien ein Mensch mit 74 E im Jahr und weniger als 80 Cent pro Tag überleben muss. Und warum die Norweger, Schweden, Dänen, Amerikaner, Japaner, Schweizer, Dänen und Deutschen mehr als 20 705 E im Jahr haben - und 41 E am Tag. Er erklärte, dass dies auch an den vielen Kriegen in den armen Ländern liegt und daran, dass es dort keine Demokratie, keine Spielregeln, wenig Bildung und schlechte Infrastruktur gibt.
Inzwischen war der Block von Mario Rüdiger schon fast voll. 30 Stunden braucht ein Mensch in Afrika vom Schafescheren bis zum Stricken, bis er einen Pullover fertig hat, stand dort notiert. Das liegt daran, dass die Menschen dort alles selbst machen müssen. In Europa dagegen übernehmen Maschinen und viele Firmen die Arbeit viel schneller in nur drei Stunden. Xu schafft die gleicher Arbeit in China noch schneller und viel billiger, weil sie nur 80 E im Monat verdient. Darüber streiten sich die Erwachsenen, weil in reichen Ländern Arbeitsplätze verloren gehen, hat sich Mario aufgeschrieben. Mario hat auch verstanden, dass Xu für den Streit und die Ungerechtigkeiten am wenigsten kann.
Nachdem Pascal das Bild von der Oma des Professors gesehen hat und gehört hat, dass früher die Deutschen auch arm waren, kein Licht, keine Autos und Fernseher und wenig Bildung hatten, muss er unbedingt noch eine Bemerkung loswerden. "Unter Schröder war alles besser", bietet er als Erklärungsversuch an, den er von den Erwachsenen gehört hat.
Auch er hat verstanden, dass die Probleme auf der Welt ganz schön kompliziert sind.
Wissen soll Spaß machen
HINTERGRUND
"Wissen macht Spaß", will die Kinder-Uni vermitteln. Bei der dritten Vorlesung in Kamen
bewahrheitete sich der Anspruch, zeigte die Statistik doch, dass viele der kleinen Zuhörer
schon alle Veranstaltungen besucht hatten. Die etwas andere Uni, die in Kooperation mit den
Universitäten Dortmund und Münster und der Fachhochschule Südwestfalen angeboten wird, soll
aber auch die wissenschaftliche Kommunikation vor Ort etablieren und den Unis Möglichkeiten
zur Eigenwerbung geben. Insgesamt zehn Veranstaltungen werden pro Jahr in jeder Stadt des
Kreises Unna angeboten. Die nächste Vorlesung am 15. Juni um 17 Uhr im
Friedrich-Bährens-Gymnasium in Schwerte beschäftigt sich mit dem Thema Schlaf.
© Westfälische Rundschau 28.5.2007
Mensaverein gegründet
Für die neuen Schulspeiser geht es jetzt ans Eingemachte
Städtischer Mensaverein ist offiziell gegründet, Güldenhaupt Vorsitzender
Von Johannes Brüne
KAMEN . Dass die Stadt die Verköstigung der Schüler auf neue Beine stellen will, ist schon länger
bekannt: Nun ist auch die dafür notwendige Vereinsgründung offiziell vollzogen.
Seit dieser Woche existiert der Kamener Mensaverein: Neun Gründungsmitglieder hoben ihn am Dienstag bei einer
Versammlung im Schulzentrum aus der Taufe. Zum ersten Vorsitzenden des Vereins wählten sie Klaus Güldenhaupt,
Leiter des städtischen Fachbereiches Jugend, Schule und Sport (siehe Kasten).
Der neue Vereinsvorstand will sich am 14. Juni zu seiner ersten Sitzung treffen. Viel Zeit bleibt ihm nicht,
um seiner Aufgabe gerecht zu werden: Bereits nach den Sommerferien soll der Mensaverein die Verpflegung der
Schüler im Schulzentrum (Gesamtschule und Realschule), in der Käthe-Kollwitz-Schule und in der Diesterwegschule
übernehmen.
Die Mensa in der Gesamtschule wurde bisher von der Firma Appetito betrieben, die dafür jährlich 65000 Euro
von der Stadt erhielt. Der entsprechende Vertrag läuft zum 31. Juli aus. Die Stadt hofft dank des Mensavereins
die Küchensubvention auf 40000 Euro zu reduzieren. Denn die Gesamtschul-Mensa soll künftig auch die Schüler
der Offenen Ganztagsschulen (OGS) in den genannten Grundschulen verköstigen. Wenn es nach den Plänen von
Güldenhaupt geht, wird der Mensaverein künftig auch Mahlzeiten an weitere OGS liefern.
Da der neue Küchenlieferant bereits im August in Aktion treten soll, kommen auf
Güldenhaupt und seine Mitstreiter nun eine ganze Menge Arbeit zu: "Jetzt geht es ans Eingemachte",
sagt der neue Vereinsvorsitzende. "Wir müssen uns um die Organisation kümmern und Mitarbeiter
einstellen." Allzu viele Vorstellungsgespräche wird der Vorstand aber nicht führen müssen:
"Wir werden fast das gesamte Personal der Gesamtschulmensa übernehmen." Dort sind aktuell
vier Mitarbeiter beschäftigt.
Gedanken müssen sich die neu gewählten Vorstandsmitglieder auch darüber machen, ob und wie sie die
"Aktion Förderma(h)l" in die Vereinsarbeit einbinden. Die war einst gegründet worden, um Kindern aus armen
Familien eine Zuschuss für das Mittagessen in der OGS zu zahlen: Viele Eltern hatte der monatliche
Essensbeitrag von 50 Euro abgeschreckt.
Schon vor der offiziellen Gründung des Mensavereins hatte Güldenhaupt gesagt, dass es auf Dauer keinen Sinn
habe, zwei Fördersysteme wie die neuen Schulspeiser und "Förderma(h)l nebeneinander herlaufenzulassen, zumal
die Aktion ohnehin als Übergangslösung gedacht worden sei.
Wenn "Förderma(h)l, das noch über Geld für etwa ein Jahr verfügt, mittelfristig in dem Verein aufgehen wird,
hoffen die Organisatoren aber weiterhin auf Spenden. Denn der neu gegründete Verein soll ein gemeinnütziger
sein und damit die Möglichkeit haben, vom Fiskus anerkannte Spendenquittungen auszustellen: "Wir haben bereits
mit dem Finanzamt gesprochen", sagt Güldenhaupt. "Wir werden die Zulassung bekommen."
Der Vorstand des Mensavereins
Der Vorstand des neu gegründeten Mensavereins besteht aus folgenden Personen:
- Vorsitzender. Klaus Güldenhaupt
- 2. Vorsitzende: Ulrike Schulz
- Geschäftsführerin Elisabeth
- Stellvertretende Geschäftsführerin Claudia Heermann
- Beisitzerinnen: Kerstin Witt-mers und Ulrike Dirszus
- Der Verein hat neun Gründungsmitglieder
© WR 24.5.2007
Busguides gehen gratis ins Kino
Als Dankeschön und als Anerkennung für die ehrenamtliche Tätigkeit als
Busguides gab es jetzt für die Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Kamen Kinogutscheine.
Sie erhielten die Gutscheine aus den Händen von Dirk Brewedell von der Koordinierungsstelle für
Planungsaufgaben beim Kreis Unna (rechts) und von Uwe Greif von der Verkehrsgesellschaft
Kreis Unna (links). Busguides sollen insbesondere den sicheren und konfliktfreien Einstieg
in den Schulbus organisieren sowie Streit schlichten und Konfliktsituationen entschärfen,
insgesamt eine Vorbildfunktion ausüben und Vandalismus in und um die Busse verhindern helfen.
Die Schülerinnen und Schüler5 der Gesamtschule Kamen haben sich mit einer Ausbildung
im Rahmen eines Deeskalationstrainings und durch eine Schulung der Verkehrsgesellschaft
Kreis Unna (VKU) auf ihre Aufgaben als Busguides vorbereitet.
Inzwischen sind sie im Einsatz und haben sich bei dieser ehrenamtlichen Tätigkeit
auch bewährt. Die Gesamtschule Kamen ist eine von kreisweit mehreren Schulen,
die dieses Projekt erfolgreich durchführen.
© WR 23.5.2007
Innenhöfe erstrahlen in neuem Glanz
Nachdem unsere Innenhöfe im NW-Bereich einen Dornröschen-Schlaf in den letzten Jahren hielten, konnten sie nun durch die
professionelle Hilfe der Werkstatt Unna grundlegend erneuert werden.
Die Resultate können sich sehen lassen!
Schülerinnen schlossen externe Französisch-Prüfung erfolgreich ab
2 Schülerinnen der 10 E, Inga Peppmeier (re.) und Line Winterhoff (li.), haben an dem weltweit anerkannten französischen
Sprachprüfung Delf scolaire teilgenommen und das Diplom auf dem Niveau A2 erfolgreich bestanden. 3 weitere Schüler
hatten sich angemeldet, mussten jedoch wieder absagen, da die Termine mit der Skifahrt ihrer Klasse kollidierten .
Die vom Institut Français in Düsseldorf im Auftrag des franz. Erziehungsministeriums durchgeführten Prüfungen fanden
am 20. Januar(3 schriftliche Examen) und am 27. Januar(mündliche Prüfung) statt.
Die in den kostenpflichtigen Prüfungen nachgewiesene Qualifikation, die auf den Richtlinien des
Europäischen Referenzrahmens basiert, ist für die Schülerinnen nicht nur eine Zertifizierung für in der
Schule Erworbenes, sondern auch Motivation für weitergehendes Sprachlernen.
Geschichtsunterricht mal anders
Kamen. (mad/cho) Welche Symbole gehören zur rechten Szene, kann man Rechtsextreme an ihrer Kleidung erkennen und wie ist die Szene überhaupt organisiert? Diese Fragen stellten gestern die Zwölftklässler der
Gesamtschule.
Interessiert verfolgen die Schüler/innen des 12. Schuljahres den Vortrag des Beamten vom Verfassungsschutz zum Thema Rechtsextremismus
im Jugendbereich.
Beantwortet wurden sie von einem Vertreter des Bundesamtes für Verfassungsschutz. In einem anschaulichen Vortrag mit
vielen Beispielen gab der Experte den interessierten Schülern nicht nur einen Einblick in die Organisation und Geschichte der rechten Szene, sondern klärte auch über verbotene Symbole, interne Zahlencodes oder rechte Musik auf.
"Besonders Musik gilt als ,Einstiegsdroge´. Oft kommen Rechtsgesinnte sogar auf den Schulhof, um dort CDs zu verteilen", ließ der Referent, der namentlich nicht genannt werden will, wissen. "Natürlich wird man mit so einer Veranstaltung diejenigen, die sich der Szene schon angeschlossen haben, nicht mehr ´rauskriegen", erklärte der Verfassungschützer unserer Zeitung, "aber zumindest wird man einige Schüler
für das Thema sensibilisieren können."
Dieser Ansicht ist auch Arnd Joeres, Beratungslehrer der Stufe. "Wir führen die Veranstaltung mit Schülern der zehnten bis zwölften Klasse durch als Ergänzung zum gewöhnlichen Geschichtsunterricht." Dass es bei den Schülern ankommt, zeigt auch die rege Beteiligung während des Vortrags. "Es ist sehr gut gemacht. Viele Dinge habe ich noch gar nicht gewusst", gestand die 18-jährige Katharina Lunemann. "Allerdings denke ich, dass eine derartige Veranstaltung
in der zwölften Klasse zu spät ist."
Immer häufiger erkennen die Schulen die Aktualität dieses Themas. Das kann auch der Referent bestätigen,
der mehr und mehr zu tun bekommt: "Das Angebot des Verfassungsschutzes gibt es schon seit einigen Jahren. So viele Anfragen wie in letzter Zeit gab es aber noch nie."
Denn auch in unserer Region sei Rechtsextremismus inzwischen allgegenwärtig. Gerade im Raum Dortmund stünden die Gesetzeshüter momentan vor einem kniffligen Problem: Immer öfter versuchen die Rechten ihre Gesinnung hinter Kleidung zu verstecken, die normalerweise der linken Szene zugeschrieben wird. So werde es zunehmend schwieriger, gegen sie vorzugehen.
Demo gegen Rechts
HINTERGRUND
- Wer sich gegen Rechts engagieren will, kann das Samstag, 31. März, um 13 Uhr in Dortmund tun auf einer Demo zum Gedenken an den am 2. April ´05 in der U-Bahnstation Kampstraße ermordeten Thomas Schulz.
- Der Punk war am Ostermontag von dem damals 17-jährigen Neonazi Sven K. erstochen worden.
- Seitdem ziehen jedes Jahr Demonstranten unter dem Motto "Kein Vergeben, kein Vergessen!" durch Dortmund.
- Informationen zu anderen Projekten gegen Rechtsextremismus gibt es auf www.antifa.de.
© WR 21.3.2007
Schülerin der Gesamtschule macht positive Schlagzeilen!
Lob prasselt auf die junge Retterin ein
Kind noch auf der Intensivstation
Interview-Marathon für Lisa Nasse
Heeren-Werve | Die 15jährige Lisa Nasse war wohl gestern das gefragteste Mädchen der Bundesrepublik. Nachdem sie einen achtjährigen Jungen vor dem Ertrinken in der Seseke gerettet hatte, musste sie bereits zur Schulzeit Interviews geben. Die Fernsehsender rissen sich nach der Lebensretterin.
Von Carsten Janecke
Unterdes ging das Bangen um den Achtjährigen, der zurzeit in der Kinderklinik Hamm auf der Intensivstation liegt,
weiter. Nach Informationen aus Krankenhauskreisen soll der Junge kurzzeitig im Koma gelegen haben. Trotz erster
Lebensgefahr gehen die Ärzte nunmehr davon aus, dass er überleben wird.
Lisa Nasse aus Heeren-Werve musste sich gestern fühlen, als wäre sie auf einem anderen Stern gelandet. „Ich muss
schon wieder ein Interview führen“, sagte sie unserer Redaktion gestern fast verlegen. Und ein Sende-Team nach dem
anderen von RTL-West über Sat1 und Pro7 gaben sich gestern in Heeren-Werve die Klinke in die Hand.
Als Lisa Nasse am Dienstagabend tropfnass nach Hause kam, erzählte sie erst einmal ihrem Vater die unglaubliche
Geschichte. Nachdem der erste Junge von einem Passanten gerettet worden war, offenbar war es ein Senior und nicht
eine Seniorin, hatte sie einen weiteren Jungen in der Betonrinne auf sich zutreiben sehen. „Der Kopf war schon
unter Wasser.“
Beherzt sprang Lisa Nasse, die eigentlich mit Freundinnen picknicken gehen wollte, in die Seseke. Ohne an sich selbst
zu denken. Immerhin: Seit zwei Jahren ist sie im Schwimmverein. Die Zehntklässlerin macht an der Gesamtschule gerade
ihren Hauptschulabschluss, hat aber noch keine Lehrstelle im angestrebten Bereich Kinderpflege.
Vater Rainer Nasse war voll des Lobes über die mutige Tat ihrer Tochter. „Sie hat sich vorbildlich verhalten, ist auch
wieder prompt zur Schule gegangen.“ Dort wurde ihr ein Wahnsinns-Empfang bereitet, Glückwünsche prasselten von allen
Seiten auf sie ein. Und Interview-Wünsche ohne Ende.
„Wir haben ihr großes Lob ausgesprochen und bereiten noch eine Überraschung vor“, freute sich auch Gesamtschulleiterin
Ulrike Schulz über das beherzte Eingreifen ihrer Schülerin. Und auch die Stadtverwaltung erkundigte sich gestern
gleich nach dem Mädchen. „Wir werden da wohl etwas machen“, teilte Christian Frieling aus dem Bürgermeisterbüro
mit. „Wir müssen aber erst noch klären, ob das auch gewollt ist.“
Bei allem Wirbel. Die Gedanken der Beteiligten sind bei dem verunglückten Kind. „Wir gehen davon aus, dass es keine
Verschlechterung seines Zustands gibt“, so Polizeisprecher Martin Volkmer.
© Hellweger Anzeiger, 15.3.2007
Uni in UN nur für Kinder von 8 bis 12
Volle Hörsäle in der Kinderuni: In Dortmund, Münster und Iserlohn hat man beste Erfahrungen mit dem Projekt gemacht, das nun auch in UN startet. (Bild: Völkel)
Kreis Unna. Den Numerus clausus schafft jeder für die Kinderuni im Kreis Unna: Acht bis
zwölf Jahre jung soll die Studentenschaft sein. Der Abschluss nach wenigstens einer von
vier Vorlesungen ist ein "Ich war dabei"-Stempel.
"Wie man Botschaften geheim halten kann - von der Mathematik zur Geheimschrift", so das
Thema der ersten Vorlesung der Kinderuni in UN, dem sich Prof. Dr. rer. nat. Wieland
Richter angenommen hat und es im Audimax der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Lünen
vor seinen Ministudenten dozieren wird. Richter ist Pro-Rektor der Fachhochschule
Südwestfalen, die bislang "beste Erfahrungen" mit externen Projekten gemacht hat und macht.
So bildet die Fachhochschule Südwestfalen mit Standorten in Iserlohn, Soest, Hagen und
Meschede derzeit rund 40 Kindergärtnerinnen mit einfachen Versuchen aus, damit sie mit
ihren Kindern zum Beispiel "ein Fahrrad reparieren können".
Ebenso positiv sind die Erfahrungen der anderen Projektpartner. Prof. Dr. Thomas Apolte
von der Universität Münster berichtet von vollen Hörsälen und weiß aus eigener Erfahrung:
Es sind nicht nur technische Themen, die interessieren. "Warum gibt es Armut?", fragt er
am 25. Mai in der Gesamtschule Kamen und gibt durchaus kindgerechte Antworten. "Kinderuni
ist bei uns ein Erfolgsmodell, das Vorteile für alle Beteiligten hat", berichtet Apolte:
Für Kinder selbstredend, ähnlich toll auch für die Eltern und die Uni verbucht einen
PR-Effekt. Diesen bringt sein Kollege Dr. Tilmann Müller (Uni Münster) schon thematisch
mit zum Friedrich Bährens-Gymnasium nach Schwerte: "Von Schnarchern, Schlafwandlern
und Alpträumen. Was passiert, wenn wir schlafen?".
Themen wie diese sind ohne Zweifel Ziel orientiert, das der Rektor der Fachhochschule
Dortmund, Prof. Dr. Eberhard Menzel, mit "Wecken von Neugier" formuliert: "Es ist eine
absolute Notwendigkeit, nicht nur Themen der Geisteswissenschaften zu vermitteln,
sondern auch Technikthemen."
Maßgeblich vorangetrieben hat das Projekt Kinderuni im Kreis Unna der Rektor der
Universität Dortmund, Prof. Dr. Becker, der den Arbeitskreis "Wissen und Bildung"
im Zukunftsdialog leitet: "Kinder sind höchst wissensdurstig und lernfähig."
Was Zahlen belegen: "Der Audimax ist hin und wieder übervoll", weiß Stephanie
Bolsinger (Uni Dortmund), und der hat 800 Plätze. Mit ganz soviel Andrang rechnet
Projektkoordinatorin Sabine Leiße (Kreis Unna) nicht, aber wenn, "dann haben Kinder
Vorrang und die Eltern müssen draußen bleiben".
Vorlesungen sind stets kostenlos
FAKTEN "Die Kinderuni ist kostenlos", so Sabine Leiße vom Kreis Unna,
"und es bedarf keiner Anmeldung." Allein Klassen sollten sich rechtzeitig anmelden.
Die Hörsäle sind jeweils in den Städten und Gemeinden und haben 200 bis 300 Plätze.
Motto: Wissen macht Spaß! Vorlesungen gibt es in allen zehn Kommunen des Kreises,
eine Pause wird nur in den Sommerferien eingelegt. Infoblätter zu den einzelnen
Vorlesungen werden in den Schulen verteilt. Die Vorlesungen sind jeweils freitags um
17 Uhr. Eine Vorlesung dauert zirka 45 Minuten.
Die ersten Termine: 23. März
Geschwister-Scholl-Gymnasium Lünen (Von der Mathematik zur Geheimschrift) ; 27. April
Pestalozzi-Gymnasium Unna (Die Tricks und Lügen der Kartenmacher);
25. Mai Gesamtschule Kamen (Warum gibt es Armut ?);
15. Juni Friedrich-Bährens-Gymnasium Schwerte (Was passiert, wenn wir schlafen ?".
Partner neben den Hochschulen und Universitäten ist auch der Verein
"Wissenschaft vor Ort". Info: Sabine Leiße, Tel: 02303-27-1161, oder Thomas Berndsen,
Wissenschaft vor Ort, Tel: 02307-91206-30
©WR 13.03.2007 Von Rainer Spindler
Realschule startet erstmals vierzügig
Kamen. (ufa) Alle Jahre wieder liegt die Gesamtschule ganz oben auf der Hitliste von Viertklässlern. 204 Jungen und Mädchen wollten im kommenden Schuljahr 2007/08 gern an die Gesamtschule wechseln. 24 Kinder mussten "wegen Überfüllung" abgewiesen werden.
Denn mehr als sechs fünfte Klassen kann die Gesamtschule nicht bilden. Die erreicht sie aber stets mühelos.
Nach zuletzt sechs fünften Klassen wird das Gymnasium im neuen Schuljahr wieder mit fünf Fünfer-Klassen an
den Start gehen. Während nämlich im vergangenen Schuljahr noch 165 Jungen und Mädchen an der "Penne"
angemeldet wurden, waren es in der aktuellen Anmelderunde für die weiterführenden Schulen lediglich
129 Kinder. Das sei, schätzt Schuldezernent Reiner Brüggemann, möglicherweise zurückzuführen auf die
Grundschulempfehlungen, die den Eltern erstmals vorschrieben, welche weiterführende Schule ihr Kind besuchen
solle.
Tatsächlich wurden nach Aussage von Schulleiter Georg Galen etwa 20 Kinder am Gymnasium angemeldet, die von der
Grundschule eine so genannte "eingeschränkte Empfehlung" für diese Schulform erhalten haben. Diese Eltern,
erläutert Galen, könnten nach einem Beratungsgespräch über die schulischen Perspektiven ihrer Kinder frei
entscheiden, ob sie den Nachwuchs zum Gymnasium schickten oder nicht. Ein Prognoseunterricht ist da noch
längst nicht fällig. Dieser ist nach Mitteilung von Galen ohnehin nicht erforderlich am Gymnasium.
Gewaltig zugelegt bei den Schülerzahlen hat die Fridtjof-Nansen-Realschule. Nach 81 Anmeldungen im Schuljahr
2005/2006 und 86 Anmeldungen im letzten Schuljahr 2006/07 lagen der Schulleitung in der vergangenen Woche sage
und schreibe 114 Anmeldungen vor. Aus den bisher drei Zügen, werden also nach den Sommerferien vier Züge.
Raumorganisatorisch sei das kein Problem, wie Beigeordneter Brüggemann versichert.
Minimal angestiegen ist auch die Zahl der Anmeldungen an der Hauptschule. 25 Schüler wechselten
im vergangenen Jahr zur Hauptschule. Fürs kommende Schuljahr sind bisher 29 Jungen und Mädchen angemeldet.
Erfahrungsgemäß steigt deren Zahl allerdings noch um die Schülerinnen und Schüler an, die an der Gesamtschule
keinen Platz bekommen haben.
Genaue Zahlen wird die Verwaltung in der nächsten Schulausschusssitzung vorlegen.
© WR 5.3.2007
Zur Diskussion: Lehrerraum könnte Klassenzimmer ablösen
Kamen. (bp) Lehrerraum statt Klassenraum - ob dieses Modell für das Kamener Gymnasium praktikabel wäre, wird dort zur
Zeit diskutiert. Nicht den Schülern einer Klasse wird dabei ein Raum zugeordnet. Lehrer bekommen jeweils einen Raum
zugeteilt, in dem sie wechselnde Klassen für die Unterrichtsstunden in Empfang nehmen.
Sowohl Lehrer als auch Eltern des Gymnasiums diskutieren die Idee kontrovers. Nachteil des Modells wären die Schülerwanderungen durch das Gebäude nach jeder Unterrichtsstunde, räumt Schulleiter Georg Gahlen im Gespräch mit der Redaktion ein. In einer Fünf-Minuten-Pause könnte es knapp werden, bis die Schüler die Schultasche gepackt, den Turnbeutel geschnappt, die Jacke umgehängt und sich auf den Weg in einen anderen Raum gemacht haben. Manche Schulen, an denen das Modell bereits praktiziert wird, haben mit einem veränderten Unterrichtsrhythmus reagiert.
Befürworter des Lehrerraumprinzips versprechen sich davon erhebliche Vorteile. "Es könnte sein, dass Klassenräume, die nur von einem Lehrer genutzt werden, besser gepflegt und ausgestattet sind", so Schulleiter Gahlen. Erfahrungen anderer Schulen zeigen, dass durch das Engagement der jeweiligen Lehrkraft in den Räumen eine bessere Lernatmosphäre herrscht. "Vielleicht wären manche Kollegen, die dann ihr Material in ihrem Raum lassen könnten, eher bereit, technische Geräte aus privaten Beständen einzusetzen", vermutet Gahlen. Es sei bisher schon bei vielen so, dass sie ihren eigenen CD-Player mitbrächten und damit von einem Raum zum anderen wanderten.
Die Neuankömmlinge in den fünften Klassen könnten von dem neuen System ausgenommen werden, zumal ihre Räume mit kleineren Tischen und Stühlen ausgestattet sind. Gahlen: "Logischerweise können wir nicht kleine Fünftklässler an große Tische setzen." Außerdem müssten sie sich erst einmal grundsätzlich in der neuen Schule zurechtfinden.
"Es macht allerdings zur Zeit keinen Sinn, über Detailfragen zu sprechen", wehrt Georg Gahlen ab. Er will eine Entscheidung über das Modell in jedem Fall nur mit breiter Beteiligung von Schülern und Eltern herbeiführen. "Am nächsten Donnerstag wird der Schülerrat darüber beraten", so Gahlen. Anschließend werde in einer Arbeitsgruppe bestehend aus Lehrern, Eltern und Schülern weiter diskutiert.
© WR 02.03.2007
Vorankündigung Totales Theater mit viel Lärm
Schauspieler gastieren noch vor der Premiere in der Studiobühne
KAMEN . Das TheaterTotal ist einmal mehr in diesem Jahr an der Gesamtschule zu Gast. Aber nicht nur Schülerinnen
und Schüler der Gesamtschule, sondern auch des Gymnasiums haben
dieses Mal Gelegenheit, sich die Aufführungen der beliebten Theater-Combo anzusehen.
Die Aufführungen am Donnerstag, 22. März, 19 Uhr, und Freitag, 23. März, 10.30 Uhr, werden Lärm verursachen.
Gespielt wird nämlich das Stück "Viel Lärm in Chiozza" von Carlo Goldoni.
"Die Zusammenarbeit zwischen der Gesamtschule Kamen und dem TheaterTotal ist zu einer festen Einrichtung geworden",
freut sich Kornelia Strophff, didaktische Leiterin der Gesamtschule.
Die Schauspielerinnen und Schauspieler werden zwei Tage an der Schule verbringen. Die Schülerinnen und Schüler haben
Gelegenheit, die Theatertruppe nicht nur auf der Bühne, sondern auch beim Aufbau der Kulissen zu beobachten.
In diesem Jahr werden die Aufführungen in Kamen vor der Premiere des Stückes auf die Bühne gezaubert. "Denn anders
waren die Termine der beiden großen Kamener Schulen nicht mit denen von TheaterTotal zu vereinbaren", erklärt Strophff
den Hintergrund. Anerkennenswert sei die hohe Flexibilität der Theaterleute, die es schafften, für die Schule Vorabaufführungen auf,
wie immer, hohem Niveau, auf die Beine zu stellen. Strophff: "Wir freuen uns auf unsere Gäste von Theater Total
mit ihrem diesjährigen Stück und erwarten wie in den letzten Jahren ein volles Haus".
Der Zuschauer begibt sich bei dem Stück auf eine Reise in das arme italienische Fischerstädtchen Chiozza, nahe
Venedig. Das Leben spielt sich in Chiozza auf den Gassen ab und so sitzen die Frauen und Mädchen vor ihren Häusern,
arbeiten und unterhalten sich über die bald heimkehrenden Männer, die noch auf Fischfang sind.
Das Leben ist hart in dem Fischerstädtchen, und umso mehr suchen die Menschen dort nach jemandem, der sie liebt und
ihnen Geborgenheit schenkt. Und da kommt Tof-folo gerade recht, einer von jenen, die noch nicht verheiratet sind.
Auf der Suche nach der wahren Liebe verstricken sich die Menschen in ihren Emotionen. Dabei hätte es doch so
einfach sein können.
Stattdessen entbrennt ein Streit, in den auch die Männer hineingezogen werden. Liebende trennen und vereinen sich
wieder. Ein Strudel aus Emotionen wird auf den Zuschauer losgelassen, bis am Ende doch jeder Topf seinen passenden
Deckel findet. Ein Eintauchen in den Witz des Alltäglichen, bei dem sich mit Sicherheit jeder selbst wiederfinden
kann.
Kornelia Strophff: "Der Autor Goldoni zeigt auf unterhaltsame Weise mit dem typischen italienischen Temperament,
dass schon eine Kleinigkeit wie eine Kürbisschnitte eine ganze Stadt in Aufruhr versetzen kann."
© Hellweger Anzeiger 15.3.2007
THEATER TOTAL 2007 in der GE Kamen
- Mittwoch, 21.03.2007 - Aufbau (Studiobühne)
- Donnerstag, 22.03.20067 - 19.00 Uhr ABENDVORSTELLUNG
- Freitag, 23.03.2007 - 9.30 Uhr AUFFÜHRUNG SI
|
Viel Lärm in Chiozza
Kurzinformationen zum Stück:
Inhalt:
Der Zuschauer begibt sich auf eine Reise in das arme italienische Fischerstädtchen Chiozza, nahe Venedig.
Das Leben spielt sich in Chiozza auf den Gassen ab und so sitzen die Frauen und Mädchen vor ihren Häusern,
arbeiten und unterhalten sich über die bald Heimkehrenden
Männer, die noch auf Fischfang sind. Das Leben ist hart in dem Fischerstädtchen und umso mehr suchen die Menschen dort nach jemandem, der sie liebt und ihnen Geborgenheit schenkt. Und da kommt Toffolo gerade recht, einer von jenen, die noch nicht verheiratet sind. Auf der Suche nach der wahren Liebe
verstricken sich die Menschen in ihren Emotionen.
Der Autor Goldoni zeigt auf unterhaltsame Weise mit dem typischen italienischen Temperament, dass schon eine Kleinigkeit wie
eine Kürbisschnitte eine ganze Stadt in Aufruhr versetzen kann.
Carlo Goldoni verfasst 1760 die Komödie "Viel Lärm in Chiozza" in drei Akten. William Shakespeares "Viel Lärm um Nichts" trägt vergleichbare Motive, denn in beiden Stücken wird gezeigt, was aus einem so genannten Nichts entstehen kann. Wo bei Shakespeare der Konflikt im Adel ausgetragen wird, ist es bei Goldoni das einfache Fischervolk. Dieses wird von Goldoni mit seinen Ängsten und Nöten auf realistische, amüsante, aber auch bewegende Weise dargestellt. G. Lunardi schreibt über dieses Stück: "Und gerade wegen dieser uralten Gewöhnung an Elend, Gefahr und Entbehrung [...] geht vom Geschehen und von den Personen in Viel Lärm in Chiozza das
vielleicht reinste und klarste Lachen unserer größten Theaterliteratur aus ..."
(Quelle: http://www.theatertotal.de)
Gestalten, statt immer nur zu pauken
Fünf Kurse des Wahlpflichtfachs „Darstellen und Gestalten" stellen die Ergebnisse ihres Schuljahrs vor
Kamen | Kunst und Kreativität fördern, nicht nur dumpf Mathe, Deutsch und Englisch pauken - das schrieb sich die Gesamtschule einst auf die Fahnen und lebt
immer noch nach diesem Konzept.
Und damit sich die Ergebnisse der künstlerischen Kurse nicht nur auf dem Zeugnis
zeigen, sondern auch im Vorfeld von begeisterten Eltern und Bekannten beklatscht werden, traten die fünf Gruppen des „Darstellen und Gestalten"-Wahlpflichtfaches am Weiberfastnachtsmittwoch in der Studiobühne auf.
Dabei hätte es doch so einfach sein können.
Stattdessen entbrennt ein Streit, in den auch die Männer hineingezogen werden. Liebende trennen und vereinen sich wieder. Ein Strudel aus Emotionen wird auf den Zuschauer losgelassen, bis am Ende doch jeder "Topf" seinen passenden "Deckel" findet. Ein Eintauchen in den Witz des Alltäglichen,
bei dem sich mit Sicherheit jeder selbst wiederfinden kann.
Das erste Wahlpflichtfach (WP-Kurs) in der sechsten Klasse wird von den Schülern im fünften Schuljahr selbst gewählt, ist jedoch ein Hauptfach. Die Schüler, die sich für „Darstellen und Gestalten" entscheiden, besuchen das Fach bis zu ihrem Abschluss in der zehnten Klasse. „Der WP-Unterricht hat in jedem Schuljahr einen thematischen Schwerpunkt. Dieser wird mit Anteilen der Fächer Deutsch, Kunst, Musik und Sport gefüllt.",
erklärt Schulleiterin Ulrike Schulz.
Die thematischen Schwerpunkte sind: Im sechsten Schuljahr: „Sich verwandeln". Im siebten Schuljahr: „Feuer - Erde - Wasser - Luft: Die vier Elemente". Im achten Schuljahr: „Begegnungen, Herz zu verschenken". Im neunten Schuljahr: „Rivalitäten, Konflikte, Normalität". Und im zehnten Schuljahr: „Die Zeit und ihr Geist."
tobe
© Hellweger Anzeiger 2007
Messer und Gabel im Griff
Benimm-Seminar an der Gesamtschule - Vorbereitung nicht nur auf den Beruf
"Ich kann mich doch gut benehmen. Knigge ist total out. Und den Tisch deckt sowieso meistens Mutti."
Von Thomas Raulf
Im Rahmen der Berufswahlvorbereitung haben sich die zehnten Klassen der Gesamtschule gestern mit einem für die
heutige Zeit eher ungewöhnlichen Thema befasst: "Benimm ist in" -unter diesem Motto stand der gestrige Projekttag.
Krönender Abschluss des eintägigen Seminars mit professionellen Benimm-Lehrern war eine Mittagstafel, die die
Schüler eigenhändig mit Besteck und Geschirr eindeckten. Und wie sie von so einem edlen Tisch essen, ohne einen
schlechten Eindruck zu hinterlassen, probten die Jugendlichen ebenfalls. Die Schulkantine brachte das Mittagessen
ausnahmsweise in die Klassenräume hinauf.
| Ist es wichtig, welches Besteck zuerst benutzt wird? Oder wer als erster das Restaurant betritt, die Dame oder
der Herr? "Einige Benimmregeln sind natürlich mittlerweile überholt", sagt Gabi Hörnemann, Klassenlehrerin der 10d.
Aber bestimmte Grundsätze seien gerade heute für Jugendliche enorm wichtig. Denn nach der Schule müssen sich die
jungen Erwachsenen in einer ganz anderen Welt behaupten: Sie werden zu Vorstellungsgesprächen eingeladen, müssen
Geschäftsessen erfolgreich hinter sich bringen. "Wer in der heutigen Zeit einen schlechten Eindruck hinterlässt",
so Hörnemann, "wird in Bewerbungsverfahren direkt aussortiert." Auch der erste Besuch bei den Schwiegereltern in
spe ist eine durchaus sensible Situation. |
"Benimm ist in" - Swenja und Swen lernen, wie sie sich bei Tisch benehmen, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Björn Willms, Benimm-Lehrer aus Essen,
hat Messer und Gabel im Griff. |
Der Benimm-Projekttag ist der Abschluss der Berufswahlvorbereitung in der Gesamtschule. In der achten Klasse haben sich die Schüler auf ihre Stärken und Schwächen sowie beruflichen Interessen konzentriert. Im neunten Schuljahr folgte das Berufspraktikum und das gezielte Bewerbungstraining. Jetzt, in der Klasse 10, steht Verhaltenstraining auf dem Programm, das nicht zuletzt im Beruf Türen öffnen soll.
"Ich bin sicher, ich habe eine Menge dazu gelernt", sagt Dennis Behle, einer der Zehntklässler, denen in Sachen Höflichkeit jetzt niemand mehr etwas vormachen kann. Vor allem, sagt er, helfe ihm das Projekt, sicher und selbstbewusst aufzutreten. Und dieser Lernerfolg dürfte ihm für den Rest des Lebens weiterhelfen.
© Hellweger Anzeiger, 27.1.2007
Alternative zur Zigarette
Sport-Übungsleiter betreuen Mitschüler der Gesamtschule während der Pause
Kamen | Schüler unterrichten Schüler–zumindest im Sport geht die Gesamtschule offenbar neue Wege.
Von Thomas Raulf
18 Schüler des neunten bis 13. Jahrgangs haben eine Ausbildung zu Übungsleitern absolviert. Während der Mittagspause der
Ganztagsschule bieten sie in der Sporthalle Programme für alle Jahrgangsstufen an. Das Angebot reicht von Aerobic und
Tanzen bis hin zu den verschiedensten Ballspielen. „Wir setzen bei den Übungsleitern auf unsere verantwortungsbewusstesten
Schüler", sagt Bernhard Krüger. Der stellvertretende Schulleiter hat im Herbst zusammen mit seinem Kollegen Wolfgang Bahr mit
der Ausbildung der Übungsleiter begonnen. Neben dem guten Leumund kam es bei den Jugendlichen auch auf die sportliche
Verfassung an. Viele von ihnen seien auch bereits Übungsleiter in Sportvereinen, so Krüger.
In regelmäßigen Trainingseinheiten haben die Schüler die wichtigsten Grundlagen des Sportunterrichts gelernt.
„Ganz oben stand die Sicherheit", sagt Krüger. Die Übungsleiter wissen nun, wie sie Unfälle in der Sporthalle vermeiden
können und was zu tun ist, wenn doch einmal einem Schüler etwas passiert. Krüger: „Im Zweifelsfall ist während jeder
Übungseinheit aber auch immer ein hauptamtlicher Lehrer zu erreichen."
Weitere Themen der Ausbildung waren die richtige Erwärmung und methodische Inhalte des Sportunterrichts. „Außerdem",
ergänzt Krüger, „muss ein Übungsleiter immer darauf achten, welche individuelle Belastung er jedem Schüler zumuten kann."
Neben der regelmäßigen Betreuung in der Mittagspause plant die Gesamtschule auch, die neuen Übungsleiter als Helfer
bei Klassenfahrten einzusetzen. „Sie könnten sogar problemlos kurzfristig den Sportunterricht übernehmen, wenn ein Kollege
ausfällt", sagt Krüger.
Der stellvertretende Schulleiter hofft, mit der Sportbetreuung in der Mittagspause ein attraktives Programm und echte
Alternativen zu bieten–„vielleicht auch für die Schüler, die glauben, sie müssten in der Pause zur Zigarette greifen."
© Hellweger Anzeiger 13.01.2007
Vorlesewettbewerb 2006 im 6. Schuljahr- Donnerstag, 30.11.2006 13.15 Uhr - 14.45 Uhr Bibliothek der Gesamtschule
Auf den diesjährigen Vorlesewettbewerb haben sich die sechsten Klassen der Gesamtschule
Kamen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern vorbereitet.
In einem spannenden Wettbewerb versuchten sich viele Schülerinnen und Schüler mit ihren Lesefertigkeiten zu übertrumpfen.
Im Rahmen dieser Vorausscheidung auf Klassenebene konnten sich Schülerinnen und Schüler für das Finale qualifizieren.
Neben Spaß und Spannung bringt der Lesewettbewerb die Schülerinnen und Schüler dazu, sich gegenseitig ihre Lieblingslektüren
im Deutschunterricht vorzustellen. In der umfangreich bestückten Schulbibliothek können sie zusätzlich ihrer Leselust
nachgehen.
Zum Finale des Lesewettbewerbs treffen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der festlich dekorierten Bibliothek
und lesen Ausschnitte aus selbst gewählten Büchern.
Jannes Zapf der beste Vorleser
Gesamtschule organisierte Lesewettbewerb in den sechsten Klassen
Kamen | Lesen ist eine der wichtigsten Kernkompetenzen, unerlässlich für Schule, Ausbildung, Studium und Beruf.
Leider bleibt die Freude an der Literatur im Zeitalter der Datenautobahn allzu oft auf der Strecke.
Die Sechstklässler der Gesamtschule haben jetzt gezeigt, dass Lesen durchaus Spaß machen kann–mit einem Vorlesewettbewerb.
Jannes Zapf heißt der stolze Gewinner des Bücher-Wettkampfes. Zusammen mit fünf weiteren Jugendlichen hatte sich der Schüler
der Klasse 6E in den spannenden Vorausscheidungen gegenüber den Klassenkameraden durchgesetzt.
Gestern schaffte er es, auch die Finalisten Anes Bilalic (Klasse 6A), Alina Ahlbeck (6B), Juliana Werth (6C), Jana Weiss (6D)
und Onur Köse (6F) zu übertrumpfen. Die sechs Finalteilnehmer waren die besten Vorleser in ihren jeweiligen Klassen.
„Neben Spaß und Spannung“, erklärt die didaktische Leiterin Kornelia Strophff, „bringt der Lesewettbewerb die Schüler dazu,
sich gegenseitig ihre Lieblingslektüren im Deutschunterricht vorzustellen.“ Die umfangreiche Bibliothek der Gesamtschule biete
den Schülern außerdem viel Gelegenheit, ihrer Leselust nachzugehen.
Zum Finale des Lesewettbewerbs trafen sich die Schüler in der Bibliothek, die zu diesem Anlass festlich geschmückt worden war.
Sie hatten für den Wettbewerb ihre Lieblingsbücher mitgebracht und lasen Ausschnitte daraus vor. tra
© Hellweger Anzeiger 12.2006
INFORMATIONS- UND SCHNUPPERTAG - eine kleine Nachlese
Die Gesamtschule: Jedes Jahr ein bisschen anders
Am Informations- und Schnuppertag präsentieren sich Lehrer und Schüler
KAMEN | Immer ein Schritt vor Düsseldorf und Berlin - die Gesamtschule Kamen präsentierte sich während des Informations- und Schnuppertages am Samstag als Schule am Puls der Zeit.
Von Tobe Kestin
„Wir machen schon längst, was Minister erst jetzt fordern“, betonte Schulleiterin Ulrike Schulz. Rauchverbot? An der Schule
gibt es schon seit drei Jahren keine Raucherecken mehr. Förderung von Sozialkompetenzen bei Schülern? Seit Jahren betrieben
und mit den „Sporthelfern“ schon wieder erweitert.
„Wir, die Sporthelfer, sind 20 Schüler aus der zehnten Klasse und der Oberstufe“, erklärt Waldemar Seibel. Ausgewählt von
ihren Sportlehrer, durften sie einen Übungsleiterschein des Landessportbund machen. „Und mit dem holen wir die Kinder aus den
Raucherecken“, ist sich Linda Gillich sicher. Denn die Sporthelfer bieten in den Mittagspausen Angebote vom Fußball über
Volleyball bis zum Basketball an. Alles locker ohne Lehrer, da geht man doch gerne hin. „Die ersten Spiele waren sehr gut
besucht“, sagen die Sporthelfer in der Pausenhalle.
Im neuen Bioraum quietscht es noch bei jedem Schritt, der Boden ist frisch. Erst vor ein paar Tagen wurde die Komplettsanierung
beendet. „War aber auch mal so langsam an der Zeit“, findet Lehrer Ulli Brinkschulte-Kunert. Seit der ersten Bauphase der
Gesamtschule, also seit über 30 Jahren, wurden Pennäler in dem Vorgängerraum unterrichtet. Da litt der Raum schon drunter,
„aber für diesen Zeitraum sah er noch ganz ordentlich aus.“ Aber der neue Raum ist schon besser: Der Tageslichtprojektor
hat ausgedient, jetzt kommen Laptop und Beamer zum Einsatz. Statt drei Reihen stark leuchtender Neonröhren erhellt nun
weiches, indirektes Licht den Raum, und, und, und. 200000 Euro hat die Stadt in zwei neue Räume investiert.
Die Frage „Was gibt es neues“, von vielen Ehemaligen, die „ihre“ Schule nochmal besuchen, kann Ulrike Schulz eher schwer
beantworten: „Bei uns ändert sich ständig was“ - halt immer am Puls der Zeit.
Und damit das so bleibt, legen sich Kollegium und Schulleitung ins Zeug. In diesem Jahr profitiert die
Leitung noch von den Entlastungsstunden, in denen sie nicht unterrichten, sondern organisieren. Und diese sollen zum
neuen Schuljahr von der Landesregierung gestrichen werden. „Und ich weiß nicht, wie ich meine Arbeit schaffen soll“,
so Schulz. In dieser Zeit kümmert sich die Leitung neben der Verteilung von E- und G-Kursen, zum Beispiel um das
Sozialgefüge in der Schule. „Unsere Türen stehen dann für jedes Problem offen. Seit Emsdetten wird doch wieder über
das Miteinander an Schulen diskutiert und wir haben im nächsten Jahr noch weniger Zeit, um uns darum zu kümmern?“
© Hellweger Anzeiger 4.12.2006
Gesamtschule gewährte Einblick für Grundschul-Eltern - Experiment mit ungeplantem Ergebnis
Bilinguales und Soziales Lernen als besondere Schwerpunkte
Kamen, (kmg) „Was sind eigentlich die Vorzüge der Gesamtschule?", fragten sich viele Eltern, deren Nachwuchs 2007 die Grundschule verlässt. Am vergangenen Samstag erhielten sie viele Antworten.
Der Informations- und Schnupper-Tag ließ einen tiefen Einblick in das Schulleben zu. Besonders wichtig war den Eltern eine persönliche Beratung, die es ohne Wartezeiten auch gab. An den bunten Ständen erfuhr man eine Menge von Angeboten, die andere Schulen nicht haben. Besonders stolz ist die Schule auf den bilingualen Unterricht, der die Fächer Geschichte und Englisch verbindet. „Außerdem findet man auf den Stundenplänen der
Schüler das Unterrichtsfach SOL wieder. Dieses Fach fördert das soziale Lernen der
Kinder", erzählt Kornelia Strophff, didaktische Leiterin der Schule.
Doch der entscheidende Vorteil dieser Schule ist, dass hier jeder Abschluss bis zum Abitur erreicht werden kann.
Aber woher kann man denn wissen, welchen Abschluss das eigene Kind mal erreichen wird, wenn es frisch aus der Grundschule
kommt? An der Gesamtschule muss die Frage zunächst noch nicht beantwortet werden. Alle Kinder werden nach ihren
Möglichkeiten individuell gefördert - später zeigt sich dann, wie weit der Weg an der Schule führt.
Mit individueller Förderung im Bereich Kreativität glänzt auch das Unterrichtsfach Darstellen und Gestalten.
Und auch der Naturwissenschaftsbereich - mit neu eingerichteten Räumen - bietet viele Experimentiermöglichkeiten.
Davon überzeugten sich die Besucher am Samstag auf ungeplante Weise: Nach einem etwas zu feurig verlaufenen Versuch
im Chemiebereich entstand soviel Qualm, dass per Rauchmelder die Feuerwehr alarmiert wurde.
Doch einen Vorteil hatte auch dieser Vorfall. Jetzt können sich alle Eltern sicher sein, dass das System zur Branderkennung
bestens funktioniert -
und dass die Kamener Feuerwehr im Ernstfall blitzschnell vor Ort ist.
© Westfälische Rundschau 4.12.2006, Foto: GEK
Informations- und Schnuppertag
Info- und Schnupperblock I
11.00 - 11.45 |
Info- und Schnupperblock II
11.45 - 12.30 |
Unterricht und Information für Schüler und Eltern des 4. Schuljahres
- Englisch
- Mathematik
- Gesellschaftslehre
- Deutsch
- bilingualer Englischunterricht
- Rechtschreib Werkstatt
Im Anschluss an die Unterrichtsvorführungen informieren und beraten Sie
die Lehrerinnen und Lehrer der 5. und 6. Klassen. |
Unterricht und Information für Schüler und Eltern des 4. Schuljahres
- Mathematik im neuen Computerraum
- Deutsch
- Gesellschaftslehre
- Musik
- SOzialesLernen
- Rechtschreib Werkstatt
- Bilingualer Englischunterricht
Im Anschluss an die Unterrichtsvorführungen informieren und beraten Sie die
Lehrerinnen und Lehrer der 5. und 6. Klassen.
|
Einladung an die Schüler/innen der 10. Klassen
Liebe Schülerinnen und Schüler des 10. Schuljahres,
Die Gesamtschule Kamen lädt zu ihrem diesjährigen Informations- und Schnuppertag herzlich ein.
Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen unserer Schule und umliegender Schulen, die das Angebot der gymnasialen Oberstufe kennen lernen möchten, sind besonders willkommen.
Um einen unmittelbaren Eindruck zu vermitteln, öffnen wir die Türen zum Unterricht in der Sekundarstufen II, beraten umfassend über die offenen Bildungsgänge der Gesamtschule und den Weg zum Abitur.
Auch eine mündliche "Abiturprüfung" kann live miterlebt werden.
In einer kleinen Übersicht sind die Zeiten und Angebote für die Sek. II zusammengefasst
dargestellt.
Ulrike Schulz (Schulleiterin)
Und das Kollegium, die Schuler- und Elternschaft der Gesamtschule Kamen.
| Info- und Schnupperblock I
11.00 - 11.45
|
Info- und Schnupperblock II
11.45 - 12.30
|
| Information in der S II
für auswärtige Schüler
|
Unterricht und
Information in der S II
|
Stoltefuß
Joeres Oberstufenraum |
Raum
Geschichte 2017
Mathematik SLZ
Deutsch 2028
Bilingualer Unterricht 2026
|
| Info- und Schnupperblock III
12.30 - 13.00
|
Info- und Schnupperblock IV
13.00 - 13.30
|
Abiturprüfungen
"Live"
|
Abiturprüfungen
"Live"
|
Simulation einer mündlichen Abiturprüfung Biologie
kl. Kon.-Raum
|
Simulation einer mündlichen Abiturprüfung Geschichte
kl. Kon.-Raum |
Unterricht
in der SII
Raum
Spanisch 2025
Spanisch 2013
|
|
Führerschein für die Datenautobahn
17 Gesamtschüler erhalten „Xpert“-Basiszertifikate – Zusammenarbeit mit der VHS
Grundlegende Kenntnisse im Umgang mit dem Computer sind heute unerlässlich für junge Menschen.
Wer hier ein unbeschriebenes Blatt ist, hat kaum Chancen auf dem Ausbildungsmarkt.
17 Schüler der Gesamtschule können jetzt nachweisen, dass sie den Umgang mit Hard- und Software beherrschen.
Die Neuntklässler haben von Schulleiterin Ulrike Schulz und VHS-Chef Manfred von Horadam die
Xpert-Basiszertifikate erhalten.
Diese Zeugnisse belegen, dass die Schüler ein Schuljahr lang an einer Computer-AG teilgenommen haben.
Dabei haben sie EDV-Grundlagen, Nutzung des Internets sowie Textverarbeitung und Präsentation gelernt.
Die Abschlussprüfung hat die VHS abgenommen.
„Xpert“ steht für den Computerpass. Er ist europaweit anerkannt und vor allem in der Wirtschaft hoch angesehen.
Auf den „Xpert Basic“ können die Schüler jetzt noch aufbauen und ihre Kenntnisse vertiefen–bis hin zum
„Xpert Master“.
Während der Computer-AG haben die Teilnehmer ihr neues Wissen direkt angewendet und ihre eigenen
Bewerbungsmappen zusammen gestellt.
Schulz kündigt an, dass die Gesamtschule auch in diesem Schuljahr mit der VHS zusammenarbeiten wird und den
Schülern des neunten Jahrgangs die Möglichkeit bietet den „Xpert“-Führerschein zu erwerben. tra
© HELLWEGER ANZEIGER 7.11.2006
Sponsorenlauf brachte satte 4500 Euro
Kamen. Beim Sponsorenlauf der Gesamtschule Kamen erliefen die Schüler(innen) die unglaubliche Summe von über
4500 E zugunsten der Aktion roterkeil.net.
Beeindruckt von dieser Laufleistung zeigten sich Schulleiterin Ulrike Schulz und Referendar Thomas Deupmann.
Weit mehr als 1000km bewältigten die jungen Athleten, damit Spendengelder für bedürftige Kinder und Jugendliche
zusammen kamen. "Nicht ein Schüler hat die Laufbahn vor dem Ende der Zeit verlassen! Alle haben sich eine Stunde lang
durch Laufen, Walken oder Gehen fortbewegt!" Insgesamt drei Schüler bewältigten nach 60 Minuten je 30 Runden und damit
12 km, der Schnitt lag bei 7,5 km. Auch bei der Einnahme der Spendengelder waren einige besonders erfolgreich.
Eine Schülerin darf sich auf das aktuelle BVB-Trikot mit allen Profi-Unterschriften freuen, sie allein sammelte 358 E.
Noch in diesem Jahr soll ein Besuch beim BVB stattfinden. Umgekehrt hofft man, dass die Profis Sebastian Kehl und
Christoph Metzelder sich den Betrag persönlich in Kamen abholen.
Machbar war dieser Erfolg aber nur, weil sehr viele Eltern und weitere Sponsoren sich bereit erklärten,
die Schüler(innen) mit einer Spende zu unterstützen. Ein besonderer Dank von der Schule geht daher auch an
alle Firmen, die Eltern, Verwandte und Bekannte der Schüler(innen), die diesen hohen Betrag erst ermöglicht
haben. Leider gab es aber auch Sponsoren, die ihre zugesagten Spenden nicht eingelöst haben.
Angedacht ist nach dem großen Erfolg nun, den Sponsorenlauf im nächsten Jahr auf die gesamte Schule auszudehnen,
inklusive des Lehrerkollegiums.
© Westfälische Rundschau 25.10.2006
White Horse Theatre wieder im Haus
Von albern bis klassisch
„White Horse Theatre“ in der Gesamtschule– Repertoire für alle Altersstufen
Kamen | Albern und lustig, nachdenklich und kritisch oder einfach klassisch. All das, vor allem: all das auf Englisch,
ist das White Horse Theatre.
Eine Szene aus „Sticks and Stones“, einem Stück über Gewalt und Schikane in der Schule. Foto: Milk
In dieser Woche gastiert das englischsprachige Tourneetheater (siehe Kasten) an der Studiobühne der Gesamtschule.
Für die Englisch-Schüler (auch für die des Gymnasiums) werden in zwei bis drei Vorstellungen am Tag drei verschiedene
Stücke aufgeführt. Sie haben entweder eine pädagogische Botschaft oder entführen in die Welt des elisabethanischen Theaters.
„Wir möchten vor allem deutschen Schülern Englisch beibringen“, erklärt Schauspieler James Bunyon.
Für die Schüler der Klassen 5 bis 7 gibt es „Billy‘s Friends“, eine Geschichte über die Freundschaft zwischen
Billy und Gerald, dem Gorilla. Die Mittelstufe sieht „Sticks and Stones“, das sich mit modernen Formen von Gewalt
und Schikane auf dem Schulhof auseinandersetzt. Bei diesen beiden Stücken – geschrieben von Peter Griffith – beziehen
die Schauspieler die Zuschauer mit ein. Schüler lernen eben am besten Englisch, wenn sie selbst mitmachen.
Bei dem Stück, das an die Oberstufe gerichtet ist, sei das nicht möglich, erklärt Bunyon. Denn dabei gehe es um keinen
geringeren als Shakespeare. Für die Oberstufenschüler haben die Schauspieler „A Midsummer Night‘s Dream“ einstudiert.
Die Komödie dürfte für viele Schüler sprachlich recht anspruchsvoll sein, zumal sie von englischen Muttersprachlern
gespielt wird. „Leider“, so Englischlehrerin Gabi Wortmeier, „können wir das Stück nicht vor- oder nachbereiten.“
Dafür sei keine Zeit. Aber die Schüler hätten seit knapp vier Wochen Gelegenheit, den Text selbst zu studieren. Das
könne man in dem Alter erwarten. tra
©Hellweger Anzeiger 24.10.2006
Sponsorenlauf gegen Kinderprostitution
Spendenscheck und Fragen zum Trainer
Was Achtklässler der Gesamtschule von BVB-Profi Kringe wissen wollen
Von Johannes BrüneKAMEN . Schalke-Trikots waren gestern Vormittag tabu in der Studio-Bühne der Gesamtschule. Denn die Mädchen und Jungen des achten Jahrgangs hatten einen schwarz-gelben Gast: Den Borussia-Dortmund-Kicker
Florian Kringe-
Der war als prominenter Unterstützer der Aktion „Roter Keil", einem Netzwerk gegen Kinderprostitution, in die Gesamtschule gekommen, um eine Spende entgegen zu nehmen: 4 555 Euro hatten die Schüler bei ihrem Sponsorenlauf im
September gesammelt.
Nach der Scheckübergabe stand dann aber weniger die gute Sache als der Fußball-Profi im Mittelpunkt. Denn natürlich wollten die Schüler wissen, was Kringe zum für das Saisonende angekündigten Trainerwechsel sagt: „Da gab es wohl zwischenmenschliche Probleme zwischen Bert van Marwiijk und dem Vorstand", meinte Kringe. Die Mannschaft bedauere diese Entscheidung: „Das ist I sowohl fachlich als auch menschlich ein sehr guter Trainer." Die viel diskutierte Frage, ob demnächst Thomas von Heesen, der derzeit bei Arminia Bielefeld die sportlichen Geschicke lenkt, auf der BVB-Trainerbank sitzt, konnte Kringe aber nicht beantworten:
„Da bin ich selbst überfragt."
Ansonsten erfuhren die Schüler von dem Profi, der aus der Nähe von Siegen stammt, dass er seit seinem fünften Lebensjahr Fußball spielt und mit 13 Jahren zur BVB-Jugend gegangen ist. Und dass die Verständigung in dem mit etlichen Ausländern besetzen BVB-Kader oft gar nicht so einfach ist. Der Brasilianer Tinga beispielsweise spreche weder Deutsch noch Englisch: „Da muss man dann mit Händen und Füßen reden." Aber auf dem Fußballplatz funktioniere die Kommunikation auch ohne Sprache. Wobei Kringe wohl weiß, dass der BVB schon besseren Fußball gespielt hat: „Man kann uns vorwerfen, dass wir keine Mittel gefunden haben, den Abwehrriegel zu knacken", blickte er auf dem mühsamen 1:0-Sieg gegen
Wolfsburg vom Wochenende zurück.
Fragen nach seiner Zukunftsplanung und danach, ob er denn zu Bayern München wechseln wolle, beantwortete Kringe diplomatisch: „Ich habe in Dortmund noch einen Vertrag bis 2008.
Und ich fühle mich dort wohl."
Und mit dem Thema Schalke wurde der Borusse in der Gesamtschule doch noch konfrontiert. Ein Schüler, der sich als Blau-Weißer entpuppte, wollte wissen, wie das bevorstehende Ruhr-Derby ausgeht. Kringe setzt auf Sieg: „Das ist auch für die Mannschaft das Spiel des Jahres.
Ein Sieg gegen Schalke entschädigt für vieles."
© Westfälische Rundschau 5.12.2006
Hier gibt es weitere Bilder!
Schüler laufen für Kinder
Sponsorenlauf an der Gesamtschule: „Das wird ein vierstelliger Betrag"
KAMEN . 160 Kamener Schüler sind um die Wette gerannt, damit es anderen Kindern
besser geht. Fast alle Achtklässler der Gesamtschule nahmen an einem Sponsorenlauf teil.
Der Erlös geht an das Netzwerk gegen Kinderprostitution „roterkeil".
Die Initiative für den Sponsorenlauf stammt von Thomas Deubmann. Der Referendar schreibt seine Examensarbeit über das Netzwerk und schätzt nach ersten Zählungen, dass „auf jeden
Fall ein vierstelliger Betrag zusammen kommen wird."
Viele Schüler liefen bis zu zehn, einige sogar zwölf Kilometer. Damit erarbeiteten sie jeweils Beträge zwischen zwei und 300 Euro. Sponsoren waren Freunde und Verwandte
sowie viele Unternehmen aus dem Kamener Raum, so Deubmann.
Die besten Läufer und eifrigsten Spendensammler dürfen an einer Trainingseinheit bei Borussia Dortmund
teilnehmen.
Das Netzwerk roterkeil will Kindern helfen, die zu Prostitution oder Pornographie gezwungen wurden: Mit verschiedenen Projekten in Asien und Afrika,
aber auch in Berlin und Köln.
© Hellweger Anzeiger vom 22.9.2006 tra - Bilder: GeK
Kehl und Metzelder sind Schirmherren
Kamen. (P.M.) Jede Menge "Kilometer machen", damit Kinder sich nicht länger
prostituieren müssen: Das ist das Anliegen des Sponsorenlaufes des 8. Jahrgangs,
den die Städtische Gesamtschule Kamen am Mittwoch, 20. September, unter der Schirmherrschaft
der Fußballnationalspieler Sebastian Kehl und Christoph Metzelder (BV Borussia Dortmund)
auf dem Sportplatz an der Gutenbergstraße veranstaltet.
Die Schirmherren vom Bundesligaclub aus der benachbarten Westfalenmetropolewollen sich nach Mitteilung
der Schule am Tag des Laufes persönlich bei den Schülerin nen und Schülern - und natürlich
auch bei den Sponsoren - für das Engagement bedanken. Die beiden Fußballnationalspieler,
derzeit wegen Verletzungen noch außer Gefecht, setzen sich bekanntlich schon seit längerer
Zeit für die Aktion "Roter Keil - holt die Kinder vom Strich" ein. Diese unterstützt Projekte
in Berlin und Köln sowie in Kambodscha und Sri Lanka, um Kindern zu helfen, die durch Prostitution ihren Le
bensunterhalt für sich und zürn Teil für ihre Familien verdienen müssen. Und eben dieser Aktion
soll der erlaufene Betrag der Gesamtschule zugute kommen.
"Die Idee des Sponsorenlaufes ist es", so Schulleiterin Ulrike Schulz und Referendar
Thomas Deupmann, "Jugendliche und Kinder im gleichen Alter zu unterstützen." Mädchen wie
Jungen gleichen Alters werden - weltweit - gezwungen, ihre Körper zu verkaufen, um überleben
zu können. Nach Medienberichten geraten viele von ihnen dabei auch in die Hände skrupelloser
und brutaler Zuhälterringe und bezahlen am Ende dafür mit dem Verlust ihrer Identität oder
ihres Lebens.
Die aktive Beteiligung an diesem Projekt bedeute für die Schülerinnen und Schüler
zweierlei: "Selbstständiges Ansprechen von Sponsoren und Einfordern von Geldern; Einsatz der
eigenen körperlichen Möglichkeiten, um den betroffenen Jugendlichen und Kindern zu helfen."
Die Laufzeit beim Sponsorenlauf beträgt für alle Teilnehmer eine Stunde. Jede Schülerin
und jeder Schüler des 8. Jahrgangs sucht sich selbst Sponsoren, die sich bereit erklären,
für jeden gelaufenen Kilometer in dieser Stunde einen Betrag zu spenden, der vorher vereinbart
wird.
Unter dem Strich, rechneten die Organisatoren vor, könnte trotz bescheidenen
Sponsoreneinsatzes eine hübsche Summe zusammen kommen: Werden z. B. von jedem Sponsor
jeweils 20 Cent pro gelaufenen Kilometer spendiert und findet jeder Jugendliche fünf Sponsoren,
so kann der gesamte Jahrgang einen Betrag in Höhe von 1000 Euro erlaufen. Voraussetzung: Die
Läuferinnen und Laufer schaffen im Schnitt jeweils zehn Kilometer innerhalb des Stundenlaufes.
Selbstverständlich dürfen alle Sponsoren den Spendenbeitrag für die Kilometerleistung erhöhen -
nach oben sind keine Grenzen gesetzt.
© Westfälische Rundschau 14.9.2005
Gewaltprävention braucht Kontinuität
Deshalb auch in diesem Jahr wieder Ausbildung neuer "Busguides"
21 Schülerinnen und Schüler des 9.Jahrgangs absolvieren am 24. und 25. 8. 2006 den
1. Abschnitt ihrer Ausbildung zum "Busguide".
Deeskalationstraining ist das Thema dieses Lehrgangs, den die Spezialisten in Gewaltprävention Herr Schneider und Herr Timmerhoff vom Kreis Unna leiten.
Die Veranstaltung fand im Jugendheim an der Lüner Höhe statt.
Mit viel Eifer und körperlichem Einsatz wurden die Übungen durchgeführt.
Als Lehrer begleiten Kurt Schneider und Bernd Krüger den Lehrgang.
Schüler und Lehrer per Vertrag pünktlich
Kamen. (wol/aHo) Das neue Schulgesetz droht Blaumachern 50 Euro Strafe an. Soweit gehen die Schulen am Ort nicht. Pünktlich zum Unterricht zu erscheinen, dazu aber sind am Gymnasium Lehrer und Schüler vertraglich verpflichtet.
Auf unterschiedliche Weise versuchen die weiterführenden Schulen der Stadt Regeln festzusetzen. Die neuen Fünftklässler am
Gymnasium haben vor dem Start einen Vertrag unterschrieben. Der "Kontrakt" bezieht aber auch ihre Eltern und Lehrer samt
Schulleitung mit ein. "Auch ich habe diesen Kontrakt unterzeichnet", stellt Schulleiter Georg Gahlen klar. Der Vertrag
formuliert, wie man miteinander umgehen möchte, nämlich freundlich, höflich, ehrlich, fair, tolerant und respektvoll.
Friedvolles Miteinander und mutiges Eintreten für gewaltfreie Konfliktlösung gehören dazu.
Alle weiterführenden Schulen der Stadt haben sich ähnliche und weitere Ziele gesetzt, aber in unterschiedlicher Weise.
Georg Gahlen sieht den Vertrag als durchaus sinnvolle Form, um Bildungsziele und die Art des Miteinanders zu bekräftigen.
Die Schulkonferenz kann per Beschluss neue Aspekte in den Text einarbeiten, auf Initiative von Schülern, Eltern oder Lehrern.
Den Eltern von Gymnasiasten erteilt der Kontrakt einen klaren Auftrag. Sie sollen dafür Sorge tragen, dass sie selbst und
ihre Kinder den Lehrern "offen und vorurteilsfrei und im Bemühen um einen konstruktiv-kritischen Dialog" begegnen.
Auch die Gesamtschule setzt auf das Schulkontrakt-Modell. "Bei uns heißt der Vertrag zwischen Schülern, Eltern und Lehrern
Schulkonvention", erklärt Schulleiterin Ulrike Schulz. "Darin ist festgehalten, dass Rassismus bei uns keine Chance hat und
dass wir als Ganztagsschule geführt werden", so Schulz. Außerdem verpflichte die Konvention zu Pünktlichkeit, gewaltfreier
Konfliktlösung und zu umweltbewusstem Handeln. Die Erfahrungen seien positiv: "Regeln müssen durch das Unterzeichnen von
Verträgen bewusst gemacht und von Eltern und Lehrern vorgelebt werden."
In der jungen Städtischen Hauptschule feilt man noch an einer eigenen Lösung. "Mit Kontrakten oder Konventionen haben wir
bisher noch keine Erfahrungen gemacht", so Schulleiterin Margarete Brinkmann. "Wir sind aber gerade dabei, aus unserem
Schulprogramm eine Schulordnung zu erarbeiten", berichtet sie.
An der Fridtjof-Nansen-Realschule gibt es eine solche Schulordnung schon. Die muss von allen Fünftklässlern unterschrieben
werden. Die Lehrerschaft sei schon deshalb daran gebunden, weil sie das Papier formuliert hat, so für das Kollegium Gabriele
Kemper. Im Gebäude nicht zu rauchen und sich freundlich zu verhalten, dazu würden im übrigen "alle" aufgefordert - und das
umfasse zweifellos auch die Lehrer. Neben der Schulordnung setzt die Realschule auf andere Regelwerke.
Die werden im Unterrichtsfach "Erwachsen werden" aufgestellt. Eine Stunde pro Woche wird dieses Fach von der 5. bis zur
10. Klasse unterrichtet von speziell geschulten Lehrern wie Gabriele Kemper. Dort stellen die Schüler eigene Regeln
auf - angepasst an ihre Bedarfssituation. Auch "Strafen" für den Fall eines Verstoßes werden festgelegt, meist Leistungen
zum Wohl der Klasse. Eine Regel der Woche wird stets besonders herausgestellt. Vor allem in den Klassen 5 und 6 soll so das
Miteinander erlernt werden.
© Westfälische Rundschau 18.08.2006
Verleihung des Qualitätssiegels Schule->Beruf 2006-2008
Gesamt- und Käthe-Kollwitz-Schule bereiten die Jugendlichen besonders gut aufs Arbeitsleben vor
Zwei ausgezeichnete Kamener SchulenVon Werner Wiggermann
Kamen. Lernen sie wirklich noch fürs Leben? Dass Schüler heute gut genug auf den Beruf vorbereitet werden, bezweifeln gerade Wirtschaftsverbände immer wieder gern und häufig. In Kamen allerdings werden jetzt zwei Schulen dafür ausgezeichnet,
dass sie in dieser Hinsicht ganz Hervorragendes leisten.
Die Kamener Gesamtschule und die Käthe-Kollwitz-Schule in Heeren-Werve (für Schüler aus Kamen und Bönen) erhalten am Montag das „Qualitätssiegel Schule - Beruf". Sie sind zwei von insgesamt 19 Schulen im Raum Kreis Unna, Dortmund und Hamm, die erfolgreich an einem Wettbewerb der Stiftung Weiterbildung teilgenommen haben. Insgesamt 53 Schulen hatten sich im Rahmen des Wettbewerbs beworben.
Ein Erfolg der stolz macht, wie Gesamtschul-Leiterin Ulrike Schulz bestätigt. Die Schule punktete im Wettbewerb mit einem ganzen Bündel von Angeboten, das den Schülern rechtzeitig etwas mm Ernst des Lebens vermittelt. Zum Beispiel in einem Projekt, das die Mädchen und Jungen in der Jahrgangsstufe in fiktiven Kleinfamilien zuweist. „Dort entwickeln sie dann tolle Ideen für ihr zukünftiges Leben", erzählt Schulz, „etwa indem sie von großen Autos oder einem Haus in Florida träumen." Die Träume werden im Schulprojekt dann zum fruchtbaren Nährboden für die Frage, wie man solche Ziele denn tatsächlich erreichen könnte. Die Notwendigkeit, einen auskömmlichen Beruf zu erreichen und sich dafür anstrengen zu müssen,
sind dann das äußerst motivierende Teilziel des Projekts.
Sehr realistisch geht's übrigens auch in den kleinen Schülerfirmen zu, die den Gesamtschüler(inne)n Eindrücke ganz nahe an der späteren Berufswirklichkeit vermitteln. Und ganz besonders gilt dies zudem für die Trainingseinheiten in Sachen Bewerbung. Michael Brandt, Sozialpädagoge an der Kamener Gesamtschule, hat hier die Modelle entwickelt, in denen sich die Schüleri(nne)n auf vielfältige Weise bewähren müssen: Vom selbstbewussten aber respektvollen Auftreten über korrekte Kleidung bis hin zu akzeptablen Tischmanieren. Details, die etwas aussagen über Ausbildungsreife und Berufsorientierung.
„Mein Ziel ist, dass die Schüler etwas über die Arbeitswelt wissen", resümiert Michael Brandt. Und offensichtlich ist die Jury der Stiftung zu dem Ergebnis gekommen, dass das an der Gesamtschule Kamen ganz gut klappt.
HINTERGRUND
Staatssekretär ehrt Schulen
- 53 Schulen aus der Region Kreis Unna/Dortmund/Hamm hatten sich um das Qualitätssiegel beworben.
19 werden am Montag damit ausgezeichnet.
- Bewertet wurden sie von einer Jury unter Leitung von Dr. Volker Verch (Unternehmensverbände Westfalen-Mitte e.V.)
- Staatssekretär Rudolf Anzinger wird die Siegel am Montag in Lünen verleihen. Die Festrede hält
Regierungspräsident Helmut Diegel.
© Westfälische Rundschau 12.8.2006 (gekürzt)
Gesamtschule Kamen und Käthe-Kollwitz-Schule wurden gestern in Lünen ausgezeichnet
Qualitätssiegel für hervorragende Berufsvorbereitung
In Lünen wurden gestern die Kamener Gesamtschule und die Käthe-Kollwitz-Schule ausgezeichnet. (Bild: Günter Blaszczyk)
Kamen/Lünen. (mkl) 19 von 53 kandidierenden Schulen der Region erhielten gestern in Lünen das Qualitätssiegel „Schule/ Beruf" -
unter ihnen auch die Gesamtschule und die Käthe-Kollwitz-Schule aus Kamen.
Das Gütesiegel zeichnet die Schulen für die gute Berufsvorbereitung ihrer Schüler aus. Hintergrund dieses Porjektes waren
die Klagen aus der Wirtschaft. So seien die Schüler oft mangelhaft auf das Berufsleben vorbereitet. Viele Auszubildenden
brechen zudem ihre Lehre ab, weil sie falsche Vorstellungen von der Berufswelt hätten. Da sollen die Schulen bessere
Vorarbeit leisten.
Eine Jury aus Vetretern der Schulämter, Bezirksregierung, Arbeitsagenturen, Kammern, Unternehmensverbänden, Unternehmen, Eltern und Lehrern wertete zunächst die schriftlichen Bewerbungen der Schulen aus. Doch „da Papier sehr geduldig ist, haben wir die Angaben der interessantesten Schulen auch in der Praxis überprüft", erinnert sich Dr. Volker Verch,
Vertreter der Unternehmensverbände Westfalen Mitte und Vorsitzender der Jury. Das Zertifikat wird auf drei Jahre begrenzt verliehen. „Damit wollen wir erreichen, dass sich die Schulen nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen", erklärte Landrat Michael Makiolla. „Wir erhoffen uns, dass auch noch andere Schulen an diesem Projekt teilnehmen wollen und sich die Berufsvorbereitung an Schulen dadurch verbessert", so Rudolf Anzinger,
Staatssekretär im Bundesministerim für Arbeit und Soziales
© Westfälische Rundschau 15.8.2005 - FOTO: Kick/GEK
Stiftung vergibt Qualitätssiegel:
Zwei Schulen in Kamen überzeugen
Kamen | Die Gesamtschule sowie die Käthe-Kollwitz-Schule bereiten ihre Schüler optimal auf das Arbeitsleben vor.
Zu diesem Ergebnis ist die Stiftung Weiterbildung des Kreises Unna gekommen.
Von Monisha Das
Damit erhalten die beiden Schulen als einzige aus Kamen das Qualitätssiegel Schule-Beruf 2006-2008. 53 Schulen aus dem
gesamten Kreis sowie aus den Städten Dortmund und Hamm hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt, 19 haben die Jury mit ihrer
Vorbereitung auf das Arbeitsleben überzeugt (wir berichteten). Heute Nachmittag bekommen die Gewinner ihr Siegel in einer
Feierstunde im Lüner Hansesaal überreicht.
„Wir waren schon stolz, dass wir die erste Runde geschafft hatten, als wir unser Angebot – von Berufsberatung bis
Praktika-Wochen – schriftlich darlegen mussten“, berichtet Gesamtschulleiterin Ulrike Schulz und sagt über den weiteren Ablauf:
„Es war eine Kommission in der Schule, die zum Beispiel Schüler ohne das Beisein von Lehrern befragt hat. Sie wollte wissen,
ob sich die Schüler gut auf das Arbeitsleben vorbereitet fühlen.“
Über das Qualitätssiegel der Stiftung hat sich ebenfalls Kunibert Kampmann, Leiter der Käthe-Kollwitz-Schule, gefreut.
„Wir machen doch einfach unsere Arbeit. Das es dafür so ein Lob gibt, ist klasse.“ Als Förderschule bietet die
Käthe-Kollwitz-Schule etwa Praktika unterschiedlicher Art an. Über mehrere Wochen oder auch für einen Tag, verteilt über
das ganze Schuljahr. „Wir versuchen unseren Kinder, auch in Hinblick auf ihre Biografie, eine Basis für ihr späteres
Arbeitsleben zu schaffen“, sagt Kunibert Kampmann. „Sie sollen kein Leben führen, das von Sozialhilfe begleitet wird.
Sie sollen einen Arbeitsplatz erhalten und – behalten.“ Deshalb verfolge er mit seinem Kollegium das Ziel, Stunden zur
Berufsförderung in kleinen Gruppen zu ermöglichen. „Es sollten maximal acht Schüler in einem Kurs sein.“
Das Qualitätssiegel, das die Käthe-Kollwitz-Schule, wie auch die anderen Sieger, nun für drei Jahren in ihrem Titel führen
darf, spornt Kunibert Kampmann zusätzlich an: „Wir müssen uns der Wirtschaft anpassen. Das bedeutet, dass wir immer
wieder neu überlegen müssen, welche Projekte zur Berufsförderung beitragen.“
© Hellweger Anzeiger 14.8.2006
Mitschnitt vom WDR-Radiobeitrag
Schulstart in die Sekundarstufe
Am Donnerstag wurden sechs neue Klassen in der vollen Mensa von unserer Schulleiterin,
dem Abteilungsleiter 5-7,
den KlassenlehrerInnen und der Schulpflegschaft begrüßt. Den stimmungsvollen Rahmen bildeten die Lieder des
Schulchores und die Auftritte eines Kurses "Darstellen und Gestalten".
Gesamtschule wird nach strenger Prüfung ausgezeichnet - weiterer Bericht folgt
Schulen erfolgreich
Siegel für Vorbereitung auf Beruf
Kamen. Gleich mehrere Kamener Schulen werden ausgezeichnet: Sie sind dabei wenn das "Qualitätssiegels Schule und Beruf"
am Montag, 14. August, im Hansesaal in Lünen verliehen wird.
Jede qualifizierte Schule erhält ein Siegel in Form eines Schildes, das sie direkt am Schuleingang auszeichnet.
Verliehen werden die Siegel durch Rudolf Anzinger, Staatssekretär im Ministerium für Arbeit und Soziales,
welches auch die Schirmherrschaft für die Verleihung übernommen hat. Das Siegel wird den Schulen zunächst für drei
Jahre verliehen, dann können sie sich für eine Rezertifizierung bewerben. Die Stiftung Weiterbildung des Kreises
Unna initiierte gemeinsam mit anderen Institutionen für die Region Dortmund/ Kreis Unna/Hamm das Qualitätssiegel.
Ziel des Projektes ist es, die Berufswahlorientierung in den Schulen zu unterstützen und zu optimieren.
53 allgemeinbildende Schulen wurden auf Herz und Nieren geprüft.
© Westfälische Rundschau 10.8.2006
Schuljahr 2005/2006
Die Gesamtschule als Lern- und Lebenswelt
Dank des Engagements der 5C geht es in der Pause wieder auf Korbjagd
KAMEN | Drei-Punkte-Würfe statt Qualmerei: In der alten Raucherecke der Gesamtschule prägt nun ein
Basketballkorb das Pausenbild - der 5C sei Dank.
Von Tobe Kestin
Korbleger und Slamdunks: Gestern übergaben die didaktische Leiterin Kornelia Strophff und der
Schulsozialpädagoge Rolf Knöpper die zwei Basketballkörbe stellvertretend für alle Schüler an
die 5C. Die Klasse um Lehrer Dieter Grabsch „hat sich in den letzten Monaten durch tolle
Leistungen hervorgetan“, wie Strophff betonte, und so die 2500 Euro Projektgeld der
Gelsenwasser AG erhalten.
Dabei sind nicht die Noten ausschlaggebend gewesen: Vielmehr kümmerten sich die Fünftklässler,
gemäß dem Projektmotto „Lern- und Lebenswelt Schule“, um das Schulumfeld. Die Jungen und
Mädchen richteten Beete her, entfernten den Schmutz und das alte Wasser aus dem Schulteich
oder putzten den Pausenhof mit Picker und Mülltüte heraus.
Und bei der Basketballanlage soll es nicht bleiben, wie Knöpper erklärte: „Wir wollen weitere
Bewegungsräume schaffen.“ Zwar hat die Gesamtschule schon viele Pausenangebote, vom Bolzplatz,
der Hockeyanlage bis zu einem Spielmobil, „aber uns ist aufgefallen, dass wir kaum Platz haben,
an dem die Kinder herumtoben oder bauen können“, so Knöpper. Oft fragen Schüler, „ob sie nicht
mal außerhalb des Schulgeländes aufs Feld und ins Gebüsch dürfen.“ Da spielt der
Versicherungsschutz aber nicht mit.
Also wird kurz mit der Stadt telefoniert und „ganz unbürokratisch“, wie Strophff hervorhob,
eine betonierte Ecke aufgerissen und umgegraben. Hinter die Turnhalle kommen jetzt
Balancierbalken und neue Bäume hin: „Das läuft toll und unheimlich spontan mit der Stadt.
“ Besonders Gärtnermeister Erich Wehner vom Bauhof brachte viele frische Ideen mit, die die
Schule umsetzen möchte, „vielleicht auch wieder mit Fördergeldern. Der Antrag liegt bei
Gelsenwasser.“ Wenn alles glatt läuft, können schon im Herbst die 180 neuen Fünftklässler
auf dem Spielplatz begrüßt werden.
Die Schule als Lebenswelt, nicht nur als Lernbunker, darauf legen Eltern viel Wert, erklärte
Knöpper: „Oft fragen Eltern schon bei der Anmeldung gezielt nach und waren von unseren Angeboten
begeistert. Der Zuspruch macht uns Mut, mehr zu wagen.“
© Hellweger Anzeiger 19.5.2006
Die tote Sprache kann ganz schön lebendig sein
Latein erfreut sich an Gymnasium und Gesamtschule wachsender Beliebtheit
Kamen | So richtig respektvoll ist der Umgang der Lateinlehrerin am Gymnasium, Judith Schäfertomwasen, mit dem römischen Kaiser ja nicht.
Von Johannes Brüne
Ein Boulevard-Artikel über Kaiser Augustus als Hausaufgabe: Lehrerin Judith Schäfertomwasen
geht im Lateinunterricht auch ungewohnte Wege.
„Schreibt einen Boulevard-Artikel über Augustus“, hatte sie ihren Siebtklässlern als
Hausaufgabe aufgegeben. Und die Gymnasiasten haben das Leben des Herrschers, der von 27 v. Chr.
bis 14. n. Chr. regierte, unter schwungvollen Titeln wie „Klatsch am Kaiserhof“ und
„Unser Kaiser“ zusammengefasst.
Das Beispiel zeigt, dass der Lateinunterricht nicht unbedingt das trockene Pauken einer toten
Sprache sein muss, als den ihn manch ein Erwachsener in Erinnerung hat. Und das scheint sich
unter Schülern und Eltern herumgesprochen haben: Sowohl das Kamener Gymnasium als auch die
Gesamtschule melden steigende Anmeldezahlen für Latein (siehe Artikel unten).
„Der Unterricht hat sich gewandelt“, sagt Schäfertomwasen. Es stehe nicht mehr allein das reine,
mechanische Übersetzen im Vordergrund. Die Lehrerin will den Kindern auch die Kultur und das
Leben der Alten Römer vermitteln: „Das sind die Wurzeln Europas.“
Das sieht Arnd Joeres, einziger Lateinlehrer an der Gesamtschule, ähnlich. „Die heutigen Bücher
sind überhaupt nicht mehr wiederzuerkennen“, blickt Joeres auf seine eigene Schulzeit zurück.
„Sie können es spielend mit anderen Fremdsprachenbüchern aufnehmen.“
Die Informationen über Augustus haben Schäfertomwasens Siebtklässler dann auch ihrem Lehrbuch
„Cursus Continuus“ entnommen - aus einem deutschsprachigen Text wohlgemerkt. Daneben stehen
aber auch lateinische Sätze, die der Schriftsteller Sueton über den Kaiser verfasst hat.
Denn natürlich bleibt es ein Ziel des Unterrichts, dass die Schüler lernen, Texte zu lesen und
zu übersetzen. Und da kommen sie nicht an Übungen vorbei, unter denen schon Generationen von
Lateinlernenden vor ihnen geschwitzt haben. Das Konjugieren und Deklinieren von Verben und
Substantiven zum Beispiel. Immerhin hat Schäfertomwasen eine Möglichkeit gefunden, die ihren
Schüler das erleichtert: Die Schüler sagen reihum die unterschiedlichen Wortformen auf.
„So machen sie es ganz gerne“, sagt sie. Und es ist auch schon vorgekommen, dass eine Gruppe
von Mädchen die Lateinischen Worte zu einem Rap zusammengefasst haben.
Immerhin ist das nach wie vor unvermeidliche Vokabellernen nicht mehr ganz so umfangreich
wie in früheren Jahren. „Im Vergleich zu den 60er und 70er Jahren ist der Wortschatz geringer
geworden“, sagt Joeres. „Wir schauen jetzt, welche Vokabeln wirklich unerlässlich sind.“
Er glaubt nicht, dass der Lateinunterricht dadurch an Qualität eingebüßt hat:
„Es geht nicht mehr darum, dass die Schüler konstruierend übersetzen, sondern
dass sie eine Strategie entwickeln, um sinnvoll an den Text heranzugehen.“
© Hellweger Anzeiger 19.5.2006
Probelauf für Zentralabitur
Gymnasiasten und Gesamtschüler üben neue Prüfungsbedingungen
Die Zwölftklässler des Gymnasiums und der Gesamtschule haben gestern die ersten Erfahrungen mit
dem Zentralabitur gesammelt.
Von Johannes Brüne
Wie viele ihrer Altersgenossen in NRW schwitzten sie am Vormittag über Deutschklausuren, deren Aufgaben sich
nicht die Lehrer, sondern das Schulministerium in Düsseldorf ausgedacht hatte.
Weil die Zwölftklässler die ersten sind, die im nächsten Schuljahr das Zentralabitur absolvieren müssen,
sollen sie und ihre Lehrer sich mit diesem Probelauf auf die künftigen Prüfungsbedingungen vorbereiten.
Wobei zumindest die Gesamtschule damit kein völliges Neuland betrat: „Wir nehmen mit den elften Klassen
schon seit fünf Jahren an zentralen Prüfungen in Mathematik teil“, sagt Berno Tillmann, Abteilungsleiter
für die Jahrgangsstufen 11 bis 13. „Jetzt versuchen wir es auch in anderen Fächern.“ Die Aufgaben für die
Mathe-Prüfungen wurden allerdings von der Bezirks- und nicht von der Landesregierung gestellt.
Bei der Generalprobe für das Zentralabitur gelten nicht ganz so strenge Bedingungen wie bei der echten Reifeprüfung.
„Die Schulen haben die Wahl, ob sie die Arbeiten wie Klausuren, für die mündliche Note oder gar nicht werten“,
erklärt Georg Gahlen, Leiter des Gymnasiums. Sowohl seine als auch die Gesamtschule haben sich dafür entschieden,
ihre Zwölftklässler „echte“ Klausuren schreiben zu lassen. Wobei ihnen hierbei ein Hintertürchen offen bleibt:
„Wenn sich herausstellt, dass die Schüler die Inhalte der Arbeiten nicht schaffen können, dann besteht die
Möglichkeit, sie als schriftliche Tests oder überhaupt nicht zu werten“, sagt Tillmann.
Nachdem die Schüler gestern das „Probe-Abitur“ in Deutsch geschrieben haben, folgen bis Ende Mai noch
die Fächer Englisch, Geschichte, Biologie und Mathematik. „Das sind die am häufigsten gewählten schriftlichen
Abiturfächer“, sagt Gymnasiumschef Gahlen.
Die Gesamtschule verzichtet allerdings in Biologie darauf, ihren Schülern die Zentral-Aufgaben zu stellen:
„Das passt mit unserem Lehrplan nicht zusammen“, erklärt Abteilungsleiter Tillmann die biologische
Enthaltsamkeit
8.5.: Unsere PartnerschülerInnen sind da - willkommen in Kamen!
Schüleraustausch mit Ängelholm
Vom 06. bis 12. Mai sind 10 Schüler der Ängelholmer Gymnasieskola zu Gast bei ihren Partnern der Kamener
Gesamtschule. Bereits am Montag, 06. Mai, werden die Gäste vom stellvertretenden Bürgermeister Dirk Ebbinghaus
im Rathaus empfangen. Die Schüler werden während ihres Aufenthaltes ein interessantes Besuchsprogramm erleben,
das der Betreuer des Austausches und Lehrer der Gesamtschule, Heinz Kalkhake, für die kleine Schülergruppe
organisiert hat. So sind Besuche der Städte Dortmund, Köln und Münster geplant. Außerdem werden die schwedischen
Gäste das Kraftwerk in Bergkamen-Heil besichtigen. Letztlich werden die Schüler auch den deutschen Schulalltag
kennen lernen, wenn sie gemeinsam mit ihren Austauschpartnern am Unterricht in der Gesamtschule teilnehmen.
Stad Kamen Pressemitteilung 121/06
Lehrer büffeln für Projektmanagement
| |
Projekte für die Berufswahlorientierung der Schüler professionell begleiten - das wird für die Lehrer der
Region kein Problem mehr sein. Dafür tauschen sie die Rollen und drücken selbst die Schulbank. Im
Rahmen des Projektes „ABBEO", einer Agentur für Berufsbildung, setzen Pädagogen aus Hamm Dortmund und auch von der
Gesamtschule Kamen bis zum heutigen Freitag einen zweitägigen Workshop zum Einsatz der Software „MS Projekt" im
Selbstlernzentrum der Gesamtschule fort. Ziel ist es, Projekte professionell anzulegen, zu strukturieren und zu
kontrollieren. |
© Westfälische Rundschau 24.03.2006, Fotos: GEK
Gesamtschüler sammeln für Schule in Namibia
Fünfte und siebte Klasse übergeben 720 Euro an Pfarrer Düsberg
Seit 13 Jahren unterstützt die Gesamtschule Kamen ein Schülerwohnheim in Dordabis in Namibia. Am Dienstag überreichten
Fünft- und Siebtklässler eine weitere Spende für die Schule an Pfarrer Jürgen Düsberg.
Von Tobe Kestin
| |
Die Gesamtschüler übergeben Pfarrer Düsberg symbolisch ein Paket für das Schülerwohnheim in Dordabis in Namibia, das die
Gesamtschule seit 13 Jahren unterstützt. Foto: Stefan Milk |
Im Januar besuchte Pfarrer Düsberg die Schüler des neuen 5. Jahrgangs und der Klasse 7F. In einem Diavortrag nahm der Pfarrer
die Schüler mit auf eine Reise in das Schulheim in Dordabis, südöstlich von Namibias Hauptstadt Windhoek. Das Schülerwohnheim
bietet den Kindern eine Grundversorgung mit einfachen Speisen und eine Schulbildung, die den Schülern eine Zukunft abseits
der Felder und Farmen ermöglicht.
Um den Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen, gründete Pfarrer Düsberg vor 20 Jahren ein Wohnheim neben der Schule.
Um die laufenden Kosten für das Wohnheim, Schulmaterialien und Schulkleidung zu bezahlen, ist Düsberg auf Spenden angewiesen.
Einem Aufruf, dem die Schüler gerne gefolgt sind: Insgesamt 720 Euro übergaben sie dem Pfarrer. Sie sammelten bei anderen
Klassen, fragten bei Eltern, Geschwistern und Verwandten. Und auch der alte zehnte Jahrgang gab Euros in die Sammeldose.
Hoch erfreut nahm Pfarrer Düsberg die Spende an. Von dem Geld möchte Pfarrer Düsberg dringend benötigte Unterrichtsmaterialien
wie Bücher, Hefte und Stifte kaufen. Übrigens nicht beim Händler um die Ecke, sondern direkt vor Ort in Dordabis und Windhoek:
Damit sollen namibische Betriebe gestärkt werden.
Im September wird der Pfarrer wieder nach Dordabis fliegen, um ein weiteres Hilfsprojekt zu beschließen: Eine Suppenküche für
Aidskranke.
© Hellweger Anzeiger 25.3.2006
Gesamtschüler vom Fleck weg engagiert
Schulband rockt beim Burning Heart-Konzert am Samstag los
Kamen | Burning Heart-Frontmann Thomas Leitmann fand die Schülerband der Gesamtschule auf Anhieb so überzeugend, dass er
sie vom Fleck weg engagierte.
Von Carsten Janecke
Fürs Konzert von Burning Heart am Samstag, 11. März, in der Stadthalle.
„Die jetzige Besetzung hat es in sich“, freut sich Musiklehrer Wolfgang Walter über die gute Qualität der Band. „Die vier
jungen Männer und unsere Sängerin sind nicht nur musikalisch, sondern auch darüber hinaus ein wahrer Glückstreffer.“ Die
Musiker sind: Dennis Rossmann (Gitarre), der seit seinem achten Schuljahr Mitglied der Band ist; Lucas Theissen
(Drums, seit dem 9. Jahrgang dabei); Felix Klemme (Bass, Gesang) und Tobias Leidecker (Piano, Keyboards) spielen seit Stufe
elf mit. „Unsere Sängerin, Marie Bache, ist im 10. Schuljahr“, so Wolfgang Walter.
„Jeder ist auf seinem Gebiet musikalisch ein Könner“, sagt Walter - die Musiker spielen mittlerweile zusätzlich in anderen
Bands. Die musikalische Bandbreite liegt zwischen Hardrock und Jazz. „Trotzdem ist der Auftritt am Samstagabend ein riesengroßer
Nervenkitzel“, wagen die Schüler zu prognostizieren. Für den Auftritt haben die Schüler ein 40-minütiges Programm
zusammengestellt, es überwiegend neu erarbeitet.
Ein alter Song soll dennoch zum Zuge kommen - der Eingangssong der Schultheateraufführung des Musicals „Linie 1“. Walter:
„Der spiegelt vielleicht ein wenig das Gefühl unserer Sängerin Marie vor ihrem ersten ganz großen Auftritt wider.“
Konzert mit Burning Heart, 11. März, Stadthalle, Einlass 19 Uhr, Eintritt Vorverkauf 5 , Abendkasse 7 .
© Hellweger Anzeiger 9.3.2006
Turnwettkampf
Die Turnmannschaft der Gesamtschule Kamen vertrat den Kreis Unna beim Landessportfest der Schulen. Insgesamt nahmen
an der Regierungsbezirksmeisterschaft am 8. Februar 2006 in Erndtebrück 25 Mannschaften teil, wodurch die steigende Beliebtheit
der Sportart Gerätturnen deutlich wird. Gegen eine starke Konkurrenz, vor allem aus dem Siegerland, belegte die Gesamtschule
Kamen einen guten 8. Platz. Da nur vier Turnerinnen zur Verfügung standen, musste die Mannschaft leider ohne Streichnote
auskommen. Für die Gesamtschule turnten: - Lorraine Karl,
- Isabelle Schadeck,
- Juia Timmerhoff und
- Saskia Schweers.
Sie wurden von ihrer Sportlehrerin Ina Stoltefuß betreut.
Schulen fördern Kinder mit neuen Konzepten
Kamen. Egal ob "E-Fit", "Silentien" oder ganz "altmodisch" Förderunterricht - Kamener Schulen tun viel, um ihren Schützlingen
bestmöglichst Kenntnisse und Wissen in allen Bereichen zu vermitteln. Das fängt schon in der Grundschule an.
So gibt es neben dem traditionellen Unterricht zusätzliche Förderung für Kinder, die an Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) oder
Diskalkulie (Schwäche in Mathe) leiden. Auch in den Bereichen soziales Lernen, Wahrnehmung und Sport werden die Sechs- bis
Elfjährigen von Fachkräften gefördert und geschult. Eine besondere Bereicherung sind für die Schüler auch die Silentien und von
Eltern betreute Arbeitsgruppen, die schon an vielen Grundschulen existieren. In diesen Einrichtungen erfahren Kinder - die nicht
die offene Ganztagsschule besuchen - Hausaufgabenbetreuung und individuelle Förderung in Rücksprache mit dem Klassenlehrer.
Lehrer und Lehrerinnen betrachten diese Schulung durchweg als positiv, hilft sie doch lernschwächeren Schülern den Stoff
nachzuholen, auch wenn es "natürlich noch mehr sein könnte", wie Angelika Bersch, Konrektorin der Eichendorffschule sagt.
Doch mit der Förderung in der Grundschule ist es nicht getan, betont sie: "Nachfolgende Schulen müssen das Konzept weiterführen.
" Und das ist vor allem in Haupt- und Gesamtschule der Fall.
So besteht in der Hauptschule neben dem normalen Förderunterricht eine spezielle musische Förderung zur Wahrnehmungsverbesserung
und das "E-Fit-Programm": Ein Programm, welches mit dem PC hilft, individuelle Schwächen in Mathe und Englisch zu beseitigen.
Und das mit Erfolg, wie die minimale Anzahl der Wiederholer deutlich zeigt.
Erfolgversprechend klingt auch das Förderprogramm
der Gesamtschule. So wurde vor kurzem erst eine Rechtschreibwerkstatt eingerichtet, die den Lernenden ein besseres Sprachgefühl
vermitteln soll. Zusätzlich gibt es noch die Hausaufgabenbetreuung sowie spezielle Förderung in Mathematik und Sport und in den
höheren Stufen die Möglichkeit, Fächer zu wählen, die zur Förderung in einzelnen Fachbereichen beitragen.
Die Förderung in den einzelnen Fachbereichen ist auf Grund von Lehrermangel am Gymnasium leider nicht möglich. Dafür werden die schwächeren Schüler besonders durch den Klassenlehrer im Unterricht gefördert - sei es durch Referate oder Gruppenarbeiten - wodurch auf eine Interaktion zwischen den Besseren und Schwächeren geachtet wird.
© Westfälische Rundschau 03.03.2006
Internet beweist Klimawandel konkret
Kamen. (wol) Das Schinkenbrötchen in der Pause schmeckt zwar noch, dennoch hat Martin Fliegner die Elftklässler der Gesamtschule
sichtlich beeindruckt. Dass der Regenwald schwindet, damit hier Schweine mit Soja gemästet werden, das war vielen neu.
Martin Fliegner tritt den Beweis an. Satelitenfotos zeigen gerodeten Regenwald, einen austrocknenden Tschadsee, schmelzende
Gletscher in Alaska und Grönland aber auch an der Rhone und am Großglockner. "Wir haben damit zu tun", lautet die Botschaft,
die Martin Fliegner im Rahmen des Projektes "Chat der Welten" mitbringt.
Mehrere Institute und Gesellschaften arbeiten hier zusammen, ausgestattet mit Fördergeldern des Landes. "Wir wollen die
Jugendlichen aufbrechen für die Problematik", schildert Martin Fliegner den Einsatz. Seine Botschaften kommen an. Ganz konkret
sind sie gefasst: Ein Parkplatz, wo einst Gletscher war, Dürre einst in Afrika, jetzt schon in Spanien.
Die Folgen für die Menschen spart das Projekt nicht aus. Die wandern im Tschad dem schwindenden Wasser hinterher und zu neuen
Uferzonen, die aber schon bewohnt sind. "Es sind mehr Menschen wegen der Umwelt auf der Flucht, als durch Kriege", so eine
weitere Botschaft. Und wenn 0,6 Grad mehr als Durchschnittstemperatur einen See in Afrika verschinden lassen, was könnte dann bei uns entstehen? Die Antwort: "Womöglich Regenwald".
© Westfälische Rundschau 01.03.2006
700 Schüler werden "ZEUS-Reporter"
| |
| Ein starkes Team: die ZEUS-Lehrer aus Kamen und Bergkamen beim Vorbereitungsseminar. (Foto: Karl Dittrich) |
Kamen/Bergkamen. "ZEUS", das Projekt der Journalistenschule Ruhr und der Westfälischen Rundschau "Zeitung und Schule", geht am 6. Februar in 30 Klassen an fast allen weiterführenden Schulen in Kamen und Bergkamen wieder an den Start.
Doch vorher drückten die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer selbst die "Schulbank": die Gelsenwasser AG, die neben UNICEF erneut das ZEUS-Projekt im Kreis Unna unterstützt, Projektleiter Klaus Hübscher und der Chefredakteur der Westfälischen Rundschau, Klaus Schrotthofer, hatten sie zu einem Vorbereitungsseminar
eingeladen.
Ein Ziel von ZEUS sei es, jungen Menschen den Wert der Tageszeitung zu vermitteln, erklärte Klaus Schrotthofer. Letztlich ginge es darum, die Medienkompetenz der beteiligten Schülerinnen und Schüler zu stärken. Dies sei eine Voraussetzung dafür, dass aus Jugendlichen mündige Bürger werden.
Sechs Wochen lang werden die über 700 künftigen ZEUS-Reporter in Kamen und Bergkamen unterwegs sein. Zwei bis drei Mal pro Woche erscheinen Sonderseiten mit ihren Geschichten in unserer Zeitung, die auch von Erwachsenen gern gelesen werden. Das sei für die Schüler der besondere Anreiz, zu recherchieren und zu schreiben,
betonte Klaus Hübscher.
Gar nicht mehr abwarten konnten es die jungen ZEUS-Reporter der Bodelschwingh-Schule in Heil.
Sie werden noch vor Beginn der heißen Phase des Projektes das SportCentrum Kaiserau besichtigen. Bekanntlich ist dort die spanische Nationalmannschaft während der Fußball-Weltmeisterschaft untergebracht.
©Westfälische Rundschau 23.01.2006
"Versetzung muss der Regelfall sein"
Kamen/Bergkamen. (ufa) "Versetzt in Klasse X" - diesen Vermerk im Zeugnis wünscht sich nach dem Schuljahresende jeder
Schüler.
Aber auch seine Eltern und (gute) Lehrer. "Wir lassen unsere Schüler nicht sitzen", erklärt Ulrike Schulz, Leiterin der Kamener
Gesamtschule, kategorisch.
Und erfüllt damit eine Forderung der NRW-Landesregierung, die künftig die Zahl der Sitzenbleiber im Land verringern will. Und
zwar durch Förderung speziell der Schüler, die auf der Kippe stehen. Dabei erhalten leistungsschwache Gesamtschüler längst
Förderunterricht. Allein bei "schulmüden Kindern", weiß Schulz, greife diese Möglichkeit nicht mehr. Die verließen die Schule
dann ohne Hauptschulabschluss - oder wiederholten. Was an der Gesamtschule, die das Sitzenbleiben im klassischen Sinn nicht kennt,
denn auch eher die Ausnahme ist. In Klasse neun, schildert Schulz, wiederholten durchaus ein bis zwei Schüler pro Klasse. In Klasse
zehn sei es ähnlich. Werde der Schulabschluss nicht erreicht, gingen die Schüler freiwillig in die zweite Runde.
Das erste Mal, stellt der Schulleiter der Hellweg-Hauptschule in Rünthe, Martin Sandhofer, zuversichtlich fest, sei von Seiten der NRW-Landesregierung nicht von einer "Verwahrung" der Schüler die Rede, sondern von deren Förderung.
Endlich "Förderung statt Verwahrung"
Von 364 Kindern, die die Hauptschule besuchten, haben im vergangenen Schuljahr 17 Kinder und Jugendliche aus den Klassen fünf
bis zehn die Versetzung nicht geschafft. Der Vorschlag der Landesregierung, sagt Sandhofer, sei ein guter. Durch eine bessere
Förderung, die vor allem durch den Ganztagsbetrieb gewährleistet wäre (ein entsprechender Antrag der Schule wird heute im
Schulministerium in Düsseldorf diskutiert), könnte die Zahl der Wiederholer verringert werden. Für eine optimale Förderung der
Schüler, gibt Sandhofer zu bedenken, brauche es aber auch das Engagement der Eltern. Die drückten sich leider allzu häufig vor der
Verantwortung.
Schon heute wird Förderung auch am Bergkamener Gymnasium groß geschrieben. So gebe es, schildert Schulleiterin
Monika Sowa-Erling, für Kinder der Klasse sechs Förderunterricht in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathe. Zudem bietet die
Schule jeweils in der siebten und achten Stunde Hausaufgabenhilfen für die unteren Jahrgänge an. Bei 1 000 Schülern, sagt
Sowa-Erling, werden rund 20 nach Schuljah-resende nicht versetzt. Um diesen Einzelfällen entgegenzuwirken, gebe es bereits mit
dem Halbjahreszeugnis, das die Schüler am Freitag bekommen, für sämtliche "Fünfer-Kandidaten" eine individuell beigefügte
Förderempfehlung sowie die Bitte um ein Gespräch mit den Eltern. "Wir sind auf einem guten Weg", schätzt die Schulleiterin.
Die Versetzung müsse der Regelfall sein, die Nicht-Versetzung die Ausnahme.
Mit den jetzigen Mitteln, erklärt die Schulleiterin der Freiherr-vom-Stein-Realschule in Bergkamen, Eva Maria Mikat, sei zusätzlicher Förderunterricht nicht zu leisten. Zwar müsse es mehr Förderung für leistungsschwache Schüler geben, doch seien dafür auch zusätzliche Lehrkräfte vonnöten. Wie hoch die Zahl der Wiederholer an ihrer Schule ist, vermochte Mikat nicht zu sagen.
Zu viele Jugendliche scheitern
HINTERGRUND
- Die Zahl der Jugendlichen, die die weiterführende Schule ohne Abschluss verlassen, liegt in Kamen und Bergkamen weiter deutlich über dem Landes- und auch über dem Kreis-Durchschnitt.
- Nach den aktuellen Zahlen des Landesamts für Statistik blieben in Kamen im vergangenen Jahr 43 von 455 Absolventen ohne Abschluss. Dies entspricht einer Quote von 9,5 % - während die Quote 1995 noch bei 5,6 % lag. In Bergkamen blieben im vergangenen Jahr 53 Schüler und Schülerinnen (8,2 %) ohne Abschluss. Auch hier hat sich die Quote gegenüber 1995 (7,9 %) leicht verschlechtert.
- Wie im ganzen Land sind Mädchen normalerweise etwas erfolgreicher. In Kamen blieben 12,3 % der Jungen und 5,7 % der Mädchen ohne Abschluss, in Bergkamen 9,7 % der Jungen und 6,3 % der Mädchen.
© Westfälische Rundschau 23.1.2006
Rundumbetreuung für Blutspender
Kamen. Um rund 25 Liter wurde gestern der Blutvorrat des Deutschen Roten Kreuzes erweitert. Dazu verwandelte ein zehnköpfiges
Entnahmeteam den Konferenzraum der Gesamtschule in eine Krankenhausstation.
"Wir freuen uns, dass so viele junge Menschen dem Roten Kreuz freiwillig Blut spenden", erklärte Heidi Deppe, die Leiterin der
Aktion "Abenteuer Blutspende".
Den Schülern selbst ging es nicht allein um die Spende, sondern auch um "den Gesundheitscheck und die gut belegten Baguettes", so
eine Helferin. "Zuerst mussten wir einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen", berichteten Derya (20) und Angelina (20). "Danach
gingen wir einzeln zur Ärztin." Obwohl die Helfer optisch eine Krankenhausatmosphäre mit zwölf Liegen, Trennwänden und Erste
Hilfe-Equipment schafften, herrschte gleichzeitig eine fröhliche Stimmung: das Team sorgte für eine Rundumbetreuung der Spender.
"Ganz wichtig ist, dass die Spender vorab viel Flüssigkeit zu sich nehmen: Wir bieten Fruchtsäfte, Cola und Wasser an. Anschließend wird eine kurze Blutuntersuchung durchgeführt und erst dann dürfen die Schüler an die Nadel", so Heidi Deppe.
Die eigentliche Blutentnahme dauert dann generell nur noch zehn Minuten. Die anschließende Ruhepause zur Stärkung war zwar Vorschrift - wirklich nötig hatte die aber eigentlich niemand : Alle Spender waren fit!
Heidi Deppe bedankte sich bei allen Teilnehmern und freut sich auf das nächste "Abenteuer Blutspende" in der Gesamtschule.
© Westfälische Rundschau 23.1.2006
Gesamtschule bleibt vorn bei Schülerzahlen
Kamen. 2742 Schüler besucher in Kamen im laufenden Schuljahr die Sekundarstufe I, d. h. die Klassen fünf bis zehn. Das sind 20 Schüler mehr als im Schuljahr 2004/2005.
Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) Nordrhein-Westfalen mitteilte, besucht derzeit jeder siebte Kamener Fünft- bis Zehntklässler die Städt. Hauptschule (14,3 Prozent), jeder sechste die Fridjof Nansen Realschule (16,5 Prozent), insgesamt 1083 Schüler die Gesamtschule (39,5 Prozent) und jeder dritte das Städt. Gymnasium (29,7 Prozent).
Verglichen mit dem Vorjahr verzeichnet die Gesamtschule in Kamen in der Sekundarstufe I einen Rückgang der Schülerzahlen von 3,5 Prozent (in NRW ein Rückgang um 0,1 Prozent) und das Gymnasium einen Rückgang von 2,2 Prozent (NRW: Zuwachs von 0,7 Prozent). Während die Schülerzahl der Kamener Haupt- und Realschule dagegen jeweils um 2,9 Prozent zugenommen hat, war im NRW Durchschnitt bei der Hauptschule ein Rückgang um 5,6 Prozent und bei der Realschule ein Rückgang um 1,9 Prozent zu verzeichnen.
Damit hat in Kamen in Bezug auf die Entwicklung der Schülerzahlen an Haupt- und Realschule und am Gymnasium eine Entwicklung entgegen dem allgemeinen Trend in NRW eingesetzt.
© Westfälische Rundschau 18.12.2005
Am Anfang steht die
Sprache
Kamen. (wig) Beim Thema Integration ist die (deutsche) Sprache der Anfang von allem. Mit neuen Konzepten versucht die Stadt,
bei einem entscheidenden Zukunftsthema deutlich mehr als Standard zu leisten.
So wird das bisher schon beachtliche Sprachförderangebot für türkisch-stämmige Kindergarten-Kinder noch einmal deutlich verbessert - und zwar auf Kosten der Stadt. Bisher gab es insgesamt neun Fördergruppen für Vorschulkinder, acht in AWO-Einrichtungen und eine in der KiTa "Pusteblume". Vier weitere Gruppen sollen jetzt sogar noch früher ansetzen: Förderung schon für vierjährige Kinder gibt es demnächst in drei AWO-Kindergärten und im evangelischen Kindergarten an der Kämerstraße. Alles in allem wird es 185 Plätze in Fördergruppen geben. 25 000 E der Kosten trägt das Land,
weitere 15 000 E - für die neuen, zusätzlichen Angebote - die Stadt.
Keineswegs beschränkt sich die Sprachförderung aber auf den Vorschulbereich. Auch in den weiterführenden Schulen wird gezielt gefördert - und dies betrifft übrigens nicht nur Kinder aus türkischen oder türkisch-stämmigen Familien. Die Kamener Gesamtschule zum Beispiel setzt ein sehr effektives Sprachförderkonzept um, das sich an alle Kinder richte, berichtet Schulleiterin Ulrike Schulz. Doppelt besetzte Kurse für Kinder, die besonders intensive Betreuung benötigen, gehören dazu. Die Kinder erhalten zudem wöchentlich zwei zusätzliche Stunden Deutsch-Unterricht. Im Rahmen eines Baukasten-Systems
werden Rechtschreibung und grammatische Grundstrukturen bei den Kindern gefestigt.
Wer alles gefördert werden sollte, ist übrigens gar nicht so leicht festzustellen. In den offiziellen Statistiken werden zunächst nur die Kinder mit ausländischem Pass erfasst. "Wir sind jetzt dabei, zu erheben, in welchen Familien wirklich Deutsch gesprochen wird", sagt Ulrike Schulz. Eine aufwändige, aber notwendige Untersuchung. Sicher nicht nur an der Gesamtschule, die seit Gründung der Hauptschule ohnehin einen großen Teil der sprachlich besonders benachteiligten Kinder verloren hat.
Türkisch-Unterricht in Mittel- und Oberstufe, wie es der Integrationsrat kürzlich für die Gesamtschule angeregt hatte, scheint übrigens vorerst keine Chance zu haben. Es fehlen dafür die qualifizierten Lehrer - und gerade die Gesamtschule hat wegen ihres immer noch bestehenden Stellen-Überhangs auch auf absehbare Zeit keine Chance, solche Lehrer zu bekommen. Schließlich würde ein Angebot in der Oberstufe wohl auch klar am Bedarf vorbei gehen. "Das wurde bisher noch nie als Kursangebot nachgefragt", berichtet Ulrike Schulz. Die türkisch-stämmigen Schüler,
die die Oberstufe erreichen, wählen eher andere Fremdsprachen, von denen sie sich für ihre Zukunft mehr versprechen.
Neue Wege in Kamen
HINTERGRUND
Ein neues Angebot für türkische Kinder und Mütter wird es demnächst auf
Initiative des Fördervereins Jugendhilfe in der Diesterwegschule geben. Weil viele Kinder auch die Strukturen ihrer
Muttersprache nicht richtig beherrschen, wird die Förderung hier zweisprachig - deutsch und türkisch - sein.
Je zwei Fachkräfte, die beide Sprachen beherrschen, werden eine Gruppe mit 15 Kindern betreuen. Die Adressaten für
diese Fördergruppen hat der Förderverein in Zusammenarbeit mit den beiden Kamener Moschee-Vereinen gefunden. Im Dezember wird es einen Infoabend zu dem neuen Angebot geben.
© Westfälische Rundschau 28.11.2005
Projekt im Rahmen von "Chat der Welten" beschäftigt sich mit der biologischen Artenvielfalt
Schülerin für Facharbeit ausgezeichnet
Kamen. Pisa zum Trotz: Laura Bache, Schülerin des 13. Jahrgangs der Gesamtschule Kamen, beweist, dass die Schüler besser sind
als ihr Ruf: Im Rahmen der Auftaktveranstaltung der 2. Runde von "Ch@t der Welten" wurde sie für ihre Facharbeit gemeinsam mit
sechs anderen Schulprojekten aus NRW ausgezeichnet.
Ihre Arbeit stellte sie in Form einer Powerpoint-Präsentation Schülern, Lehrern und Experten vor, anschließend nahm sie sowohl
einen Sach- als auch einen Geldpreis für die Kamener Gesamtschule entgegen.
Ihre Facharbeit hat die Schülerin im Biologiekurs auf der Basis des Internet- und Kommunikationsprojektes "Ch@t der Welten"
erstellt. Der Titel des Projektes lautet "Biodiversität - Erstellung einer Multimediapräsentation zur Thematik auf nationaler,
regionaler und lokaler Ebene auf der Basis der Internetplattform Ch@t der Welten". Dabei untersucht die Schülerin zunächst die
Inhalte und die methodischen Möglichkeiten dieses Internetangebotes, um fachlichen Zugang zu der Problematik der biologischen
Artenvielfalt in Deutschland zu finden.
Mit Hilfe der Informationsquelle zeigt sie an konkreten Beispielen aus der Bundesrepublik Deutschland die Gefährdung
unserer Artenvielfalt auf - von der Gesamtsituation ausgehend über Nordrhein-Westfalen bis hin zur lokalen Ebene des Kreises
Unna.
In ihrer Arbeit geht sie auch auf die Verantwortlichkeit des Menschen gegenüber der Natur ein. Zudem stellt sie dar,
wie jeder einzelne, aber auch Organisationen einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt im Großen wie im Kleinen leisten
können. Beispielhaft zeigt sie dies unter anderem am Agenda 21-Schulprojekt "Zitronenfalterhain" auf dem Gelände der
Gesamtschule. Dabei wurde für die Schmetterlingsart ein ökologisch angepasstes Heim gebaut.
"Ch@t der Welten" ist ein landesweites Projekt, das im Februar 2003 startete und an dem die Gesamtschule Kamen nun schon
zum zweiten Mal teilgenommen hat. Es wird unterstützt, begleitet und weiter entwickelt vom Landesinstitut für Schule des Landes
Nordrhein-Westfalen mit verschiedenen Partnern wie der inWEnt gGmbH (internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH) und
dem DBU. Leitbild dabei ist die Realisierung einer "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung".
Unterstützt werden insbesondere die schulischen Aktivitäten im Bereich E-Learning und Neues Lernen. Schüler können hier
über die Internetseite www.chatderwelten.de zu umwelt- und entwicklungspolitischen Themen mit Interessengruppen^ aus
Lateinamerika, Afrika und Asien in Kontakt treten.
Eine weitere Veranstaltung in diesem Kontext wird am 1. März 2006 an der Gesamtschule Kamen zu sehen sein. Dabei werden die
weltweiten Klimaprobleme im Mittelpunkt stehen, diese werden vor Augen geführt an Hand von Satellitenbildern.
HINTERGRUND |
Projekt "Ch@t der Welten" |
- Erdöl begegnet uns überall in unserem Alltag.
Allerdings wird seine Nutzung wenig problematisiert. Die Auswirkungen auf den Lebensraum der Menschen, vor allem der indianischen
Bevölkerung, in den Förderregionen Ecuadors, Perus, Venezuelas und Kolumbiens sind in unserem Kulturraum schwer nachzuvollziehen.
- Das Projekt Ch@t der Welten will diese Infor mationslücken schließen. Es greift die gesamte Thematikder Produktlinie des Erdöls auf,
über die Förderung im Regenwald bis hin zum Konsum. Das Projekt stellt den unmittelbaren Kontakt via Internet zu den verschiedenen
Akteuren in der Amazonasregion her und ermöglicht so den Schülerinnen und Schülern einen vertieften Einblick in die Problematik.
|
© Westfälische Rundschau 18.11.2005
Schuljahr 2004/2005
1.7.2005: Auch Hermann-Ehlers-Schüler sehen in ungewisse Zukunft
Applaus gab es nicht nur für die einfallsreichen Auftritte der Gesamtschüler bei der Entlassfeier der Zehntklässler,
sondern auch für manches erneut kritisches Wort zur Ausbildungsplatz-Situation.
Kamen. (bu) Es war der letzte Jahrgang der einstigen Hermann-Ehlers-Gesamtschule, der am Freitag mit den Zehntklässlern in
die "Freiheit" entlassen wurde. Den 105 Schülern ging es nicht anders als ihren "Kollegen" von der Carlo-Schmid-Schule:
Auch ihnen fehlen Ausbildungsplätze, um direkt ins Berufsleben einzusteigen.
Deshalb betonte Schulleiterin Ulrike Schulz nocheinmal die Dramatik der schon geschilderten Zahlen. Sie betonte aber auch,
dass ihr Appell für mehr Ausbildungsstellen "viel höhere Wogen geschlagen hat, als gedacht". Acht freie Stellen hätten
Kamener Betriebe inzwischen angeboten, bedankte sich die Schulleiterin und betonte: "Damit haben sie ein Zeichen gesetzt.
Hoffentlich wächst damit das Bewußtsein, dass sich die ganze Stadt für die Jugend einsetzen muss."
82 Mal Hauptschulabschlüsse und Fachoberschulreife, 22 Qualifikationen für die gymnasiale Oberstufe: Die Gesamtschüler
sind bestens vorbereitet auf ihre Zukunft. Wie sie selbst die Realität einschätzen, machte das Motto auf den T-Shirts
mehr als deutlich: "Mein Abschluss war gratis aber leider auch umsonst. Arbeitsamt willkommen", hieß es da fast entmutigt.
"Ihr dürft trotzdem nicht locker lassen", feuerte der stellvertretende Bürgermeister Günter Stahlhut die Absolventen
an - auch wenn die Zeiten härter geworden, eine Ausbildungsstelle Mangelware geworden ist und am Ende nicht der
Traumberuf herauskommt. Stahlhut spricht aus Erfahrung, hat er doch selbst einst bis zu 160 Jugendliche im
Bergbau ausgebildet.
Allen düsteren Tatsachen zum Trotz begrüßten die Gesamtschüler den neuen Lebenabschnitt hernach mit einem
fröhlich-bunten Programm. Darin zeigte sich in gemeinsamen Programmpunkten mit der Carlo-Schmid-Schule nicht
nur die neue Gesamtschule Kamen. Auch die außerordentlichen Fähigkeiten der Schüler drückten sich etwa beim
"Dirty Dancing", exzellenten Liedbeiträgen oder amüsanten Video-Zeitreisen über den Werdegang einer Klasse zum
Vergnügen aller in beeindruckender Weise aus.
© Westfälische Rundschau 01.07.2005 Foto: GEK
Neue Kletterwand: Gesamtschüler kommen hoch hinaus
Kamen. Die Gesamtschülerinnen und Schüler wollen hoch hinaus - mit der neuen Kletterwand kein Problem! An der 7,5 Meter
hohen Wand können die Schüler ab dem neuen Schuljahr ihr Geschick testen und ihre Motorik trainieren.
Insgesamt 14 Routen führen über die 6 Meter breite und 7,5 Meter hohe Kletterwand. Dank eines Dachs und eines Überhangs sind
sogar anspruchsvolle Touren möglich. Mit der Neuanschaffung will die Schule den Geschmack der Teenies treffen. Denn die suchen
beim Sport zwar den Nervenkitzel, brauchen aber auch die Sicherheit nicht abzustürzen.
"Beim Klettern wird die Bereitschaft der Schüler, ein kalkulierbares Risiko einzugehen, aber auch Verantwortung zu übernehmen
und im Team zu handeln, gefördert", so Walther Heuner, einer der Leiter der Kletter-AG der Gesamtschule. Es seien beim Klettern oftmals die ruhigeren Schülerinnen und Schüler, die plötzlich über sich hinaus wachsen.
Deshalb wird die Wand nicht nur von der Kletter-AG genutzt, sondern auch im Fach Soziales Lernen und im Sport-Unterricht.
"Wir denken aber auch an interne oder offene Schulmeisterschaften in verschiedenen Altersstufen, die im Rahmen eines
,Kamener Kletter Cups' ausgetragen werden könnten. Hier allerdings wartet noch viel Planungsarbeit auf uns", erklärt
Lehrer Arnd Joeres, der sich gemeinsam mit seinen Kollegen Walther Heuner und Andreas Hanisch für die Kletterwand stark machte.
Diese wurde durch die finanzielle Unterstützung des Eltern-Kreativkreises ermöglicht und den Schul-Förderverein, der
Sponsoren für die Neuanschaffung gewinnen konnte.
© Westfälische Rundschau 1.7.2005
24.6.2005
100 Gesamtschüler ohne Ausbildungsplatz
Kamen. (bu/wol) Rund 100 Gesamtschüler gehen nach der 10. Klasse ohne Ausbildungsvertrag ab. Mit einem leidenschaftlichen
Appell ruft Schulleiterin Ulrike Schulz die Unternehmnen in der Stadt auf, mehr Ausbildungsplätze anzubieten.
Ganze 27 von 136 Carlo-Schmid-Gesamtschülern haben neben der mittleren Reife auch einen Ausbildungsplatz in der Hand.
50 gehen gar ohne jede Perspektive in die Zukunft, die anderen drücken weiter unterschiedliche Schulbänke. In der kommenden Woche,
wenn die Hermann-Ehlers-Gesamtschule ihre "Zehner " verabschiedet, kommen weitere 50 Schüler hinzu, die bisher vergeblich einen
Ausbildungsplatz suchen.
Bis zu 120 Bewerbungen haben sie geschrieben. Imran Enur hat Glück gehabt. Das war der 16-Jährigen klar, als sie am Freitag ihr
Abschlusszeugnis bekam und den meisten ihrer Mitschüler kaum nach Feiern zumute war. "Ich werde Zahnarzthelferin", erzählt
sie - nach nur einer Bewerbung. Ihre Freundinnen hatten weniger Glück. 30 Bewerbungen hat Cemile Ari (16) getippt - erfolglos:
"Am liebsten würde ich im Büro arbeiten, als Büro- oder Industriekauffrau." Shari Borghardt (16) geht auf die Hellweg-Berufsschule:
"Dort lerne ich Informationstechnische Assistentin - und bekomme das Abitur".
Kein Schüler verlässt die Gesamtschule ohne Abschluss - doch nur die Wenigsten steigen direkt in den Beruf ein. Dass Schulleiterin
Ulrike Schulz deshalb eine gehörige Portion Wut in ihre Rede legte, die sie ausdrücklich zu einem Appell an die Kamener Wirtschaft
erhob, quittierten vor allem die Schüler mit Applaus. "Eigentlich", führte Ulrike Schulz aus, "müsstet ihr alle einen Arbeitsplatz
haben. Ihr habt hart für einen qualifizierten Schulabschluss gearbeitet - diese Mühen dürfen nicht vergebens gewesen sein!"
Kompetenzchecks, internationale Sprachprüfungen, Bewerbungstraining: "Die Gesamtschule hat junge Menschen hervorgebracht, die die
Zukunft mitgestalten wollen", betonte die Schulleiterin. Deshalb appellierte sie an die lokalen Betriebe: "Bitte eröffnen Sie
diesen jungen Menschen noch Chancen!" Natürlich seien die aktuellen Probleme hinlänglich bekannt. Dennoch müssten die Betriebe
"nachdenken über ihre Verantwortlichkeit gegenüber den Kindern dieser Stadt. Die Situation ist dramatisch!" Die Gesamtschule
nehme Ausbildungsplatzangebote auf jede erdenkliche Weise an - und veröffentliche sie auf ihrer Homepage.
Bürgermeister Hermann Hupe schloss sich dem Aufruf an. Diese Zahlen bedrückten auch ihn. Die Jugendarbeitslosigkeit sei der
schlimmste Teil der Arbeitsmarktproblematik, bekäme in der Studiobühne ein Gesicht. Gerade in diesem Jahr habe der
Lehrstellenmarkt einen Einbruch erlebt. Deshalb stehe er in Kontakt mit dem Leiter der Agentur für Arbeit. "Ich will meine
Kontakte zum Handwerk nutzen um diesen Appell zu transportieren," versprach er. Er selbst nutze schon jetzt regelmäßige
Betriebsbesuche, um diese Probleme anzusprechen. Es gehe um Broterwerb, Zukunftsperspektiven, letztlich den sozialen Frieden,
den er in Gefahr sieht.
Dass es den Schülern an Talenten und Kreativität nicht fehlt, demonstrierten sie mit ihrer Entlassfeier eindrucksvoll unter anderem
mit internationalen Begrüßungen und multikulturellen Gesangsbeiträgen.
Dass die Appelle Früchte tragen, wünschen sich mit ihren Mitschülern auch Patrick Rohrbeck (17), Maik Hennes (16) und Sascha
Klinkemeyer (17). Auch sie haben keine Ausbildungsstelle und "überbrücken" mit zwei Berufsschuljahren. Einzig Kevin Hoffmann
(18) hat nach zwei Bewerbungen eine Ausbildung zum Koch im Kolpinghaus Werne ergattert.
Eine erste positive Reaktion gibt es auf den Appell schon. Ulrike Schulz: "Noch Freitagabend hat mir der Seniorchef
einer alteingesessenen Kamener Firma eine Nachricht zukommen lassen: Da ihm die dramatische Situation der fehlenden
Lehrstellen sehr bewusst geworden ist, hat er drei Ausbildungsplätze im kaufmännischen Bereich angeboten."
© Westfälische Rundschau 26.06.2005/ Bild: GEK
„Lernfähig und offen“
Gesamtschulleiterin appelliert an Firmen, Ausbildungsplätze anzubieten
Kamen | Lehrstellen sind in Kamen derzeit rar gesäht. Viele Zehntklässler der Gesamtschule, die Freitag offiziell verabschiedet
wurden, haben keine Ausbildung in Aussicht. Grund für Schulleiterin Ulrike Schulz, heimische Betriebe zum Handeln aufzufordern.
Von Monisha Das
Lediglich 29 der 136 Gesamtschüler fangen demnächst eine Ausbildung an. Zwar werden einige der Absolventen eine weiterführende
Schule besuchen. Doch die meisten von ihnen haben - trotz intensiver Bemühungen - bislang keine Stelle gefunden.
„Diese jungen Menschen verfügen aus meiner Sicht über wichtige Eigenschaften“, hob Ulrike Schulz am Freitag in ihrer Rede hervor:
„Sie sind lernfähig, offen, entgegenkommend, freundlich und aufgeschlossen. Sie besitzen aber auch Frustrationstoleranz und
Konfliktfähigkeit. Und sie haben nun qualifizierte Schulabschlüsse in der Tasche, mit denen sie etwas anfangen möchten“,
unterstrich die Schulleiterin.
Natürlich seien ihr „Engpässe der Wirtschaftsunternehmen und die allgemeine Wirtschaftslage“ bekannt. Sie wolle sich auch
nicht in „politische Debatten und Wahlkampfgezänk“ einmischen. Ihr sei es hingegen wichtig, dass die Schüler eine Perspektive
erhielten.
Daher appellierte Ulrike Schulz an Firmen, kurzfristig Lehrstellen anzubieten: „Wer immer in der Stadt Kamen oder in der
Umgebung doch noch den Entschluss fassen kann, eine Ausbildungstelle anzubieten, kann sich in unserer Schule melden.“ Die
Namen der Unternehmen, versprach Ulrike Schulz, würden zudem an die Medien weitergegeben werden, so dass das Engagement in
Kamen deutlich gemacht werde.
Auch Bürgermeister Hermann Hupe unterstützte den Aufruf der Schulleiterin. „Hier geht es nicht nur ums Geld verdienen“,
sagte er in seiner Ansprache am Freitag. Den jungen Leuten soll mit einer Ausbildung insbesondere der Einstieg in die
Gesellschaft ermöglicht werden“, betonte Hupe. „Eine Ausgrenzung darf nicht jetzt schon erfolgen.“
Hupe kündigte an, weiterhin seine Kontakte zu Kreishandwerkerschaft, IHK, Handwerkskammer sowie Einzelhandel zu nutzen,
um für Lehrplätze zu werben.
© HELLWEGER ANZEIGER 27.6.2005/ Bild: GEK
Gesamtschule für Umwelteinsatz als Agenda-Schule zertifiziert
Die Kamener Gesamtschule erfährt weitere Würdigungen für ihren Einsatz zu Gunsten der Umwelt und wurde jetzt zertifiziert für die 2. Stufe der "Agenda 21 Schule".
Schon seit 2003 durfte sich die Gesamtschule "Umweltschule in Europa" nennen. Die neue Kampagne baut darauf auf.
Die aktuelle Auszeichnung bescheinigt der Schule, dass sie systematisch Bildung für nachhaltige Entwicklung in
Unterricht und Schulleben umsetzt.
Die Zertifizierung erfordert, dass Umweltziele im Schulprogramm dauerhaft verankert sind. Ökologische, ökonomische,
soziale und globale Dimensionen der Umweltprojekte müssen im Unterricht integriert sein. Außerschulische Partner müssen
gesucht und klare Verantwortlichkeiten für eine nachhaltige Entwicklung in der Schule geregelt sein.
Die Gesamtschule erfüllt diese Auflagen mit ihrem Müllvermeidungskonzept, mit Photovoltaik- und Solartechniknutzung,
Dachbegrünung, Ökoexperten, Flächenentsiegelung und Route des Regenwassers, Biotopen und Schulgarten.
24.6.2005: Faszination Licht strahlt in der Schule
Schüler erhalten Experimentierkoffer
|
| Dr. Alfred Kruse von den Stadtwerken (M.) und Martina Sehl-
ke vom Lichtkunstzentrum (r.) übergaben den Experimentier
koffer an Hemmerder Grundschüler. ¦ Foto: Grzelak
|
| UNNA . Über 5 000 Besucher begeisterte die "Faszination Licht", die die Stadtwerke und das Zentrum für Lichtkunst
nach Unna geholt hatten. |
| Für drei Schulen brachte die Sonderschau eine strahlende Überraschung: Die Grundschule Hemmerde, die Grillo-schule und
die Gesamtschule Kamen gewannen jeweils einen Experimentierkoffer im Wert von 350 Euro, den die Stadtwerke Unna für den
Unterricht zum Thema gestiftet hatten. Gestern übergaben Dr. Alfred Kruse (Stadtwerke Unna) und
Martina Sehlke (Zentrum für Internationale Lichtkunst) die Gewinne: "Als Unternehmen, das täglich dafür sorgt,
dass in Unna die Lichter angehen, wollten wir insbesondere den Schulen die Möglichkeit zu einem praxisnahen und
aufregenden Unterricht bieten", sagte Dr. Kruse
© Hellweger Anzeiger 24.6.2005
|
Rekordzahl an der Gesamtschule - Drei gehen mit Fachhochschulreife ab
57 Schüler bestanden die Reifeprüfung
Kamen. Einen neuen Rekord stellten die 57 Abiturienten und drei Inhaber der Fachhochschulreife mit
ihrer stolzen .Gesamtzahl an der Gesamtschule auf. Im Einzelnen haben folgende Schüler ihre Zeugnisse
erhalten und Abschied von ihrer Schule
genommen:
Julia Backhove, Alexander Beck, Marcel Beckmann, Bastian Betsch, Daniela Briese, Corinna Buik, Jane Carter,
Dinh Thai Hoa Dang, Dominik Duda, Arne Düllberg, Julia Dunkel, Erik Fleck, Till Förster, Katharina Fuchs,
Asmahan Gamgami, Michael Gebauer, Anne Gellermann, Melanie Gleißner, Jennifer Gondolf, Marielle Graf,
Thomas Greif, Britta Grundhöfer, Nina Grundmann, Pia Hecking, Nina Hoffmann, Tanja Jankowsky, Martin Jürgen Jelonek,
Sarah Jornitz, Werner Kelp, Anna-Lena Koch, Susanne Kumor, Marc Lenzmann, Tim Mandelke, Tim Manderfeld,
Damian Markowski, Sebastian Meier, Mathiss Nitschke, Nadine Nowa-ra, Mariola Rakoczy, Nathalie Rinderknecht,
Sabrina Ritter, Karoline Rogala, Jan Rohner, Tarik Sakaoglu, Kristina Salman, Daniela Schäckermann, Julia Schoder,
Timo Schünemann, Jan Hendrik Schulze, Silvia Seemann, Maren Siebert, Rouven Skrotzki, Gregor Stefek,
Mirja Stoltefuß, Derya Tekkanat, Yasemin Üfrük, Serdar Ulusan, Christina Voß, Hanne Weimann und Kazim Yildiz.
© Westfälische Rundschau 20.6.2005, Foto: GES
14.06.2005 © Westfälische Rundschau Foto: Bonke
9.6.05: Faten Mukarker beschreibt authentisch den Palästina-Konflikt aus der Sichtweise der Palästinenser
"Spirale der Gewalt dreht sich weiter"
Kamen. (fh) "Als ich in Berlin vor ein paar Tagen aus dem Flugzeug ausstieg, roch es nach Freiheit. Dann dachte ich an die Menschen in meiner Heimat, an ihr unwürdiges Leben." - Einen Vortag über das schwierige Verhälnis zwischen Palästinensern und Israelis hielt gestern Faten Mukarker in der Studiobühne der Gesamtschule.
Die palästinensische Christin berichtete den rund 200 Schülern von den blutigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Volksgruppen und von der Unterdrückung, der ihr Volk seit Jahrzehnten ausgesetzt sei.
Dabei begann sie mit den Wurzeln des Konfliktes, lieferte zuerst den historischen Hintergrund seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Seitdem sei die Geschichte der Israelis und Palästinensern von blutigen Auseinandersetzungen geprägt. "Die Hoffnung auf Frieden wurde immer wieder enttäuscht, die Menschen sind verzweifelt", führte Mukarker aus.
Sie selbst ist in Deutschland aufgewachsen, lebt aber seit 30 Jahren in der Nähe von Bethlehem. So kann sie aus eigener Erfahrung berichten: "Ich habe schon mehrere Vergeltungsschläge der Israelis miterlebt und selbst Todesängste ausgestanden." Dabei sein ganze Wohngebiete in den Gebieten des Gaza-Streifens zerstört worden, Tausende von Menschen verloren ihr leben. Seit Jahrezehnten drehe sich die Spirale von Gewalt und Gegengewalt. "Deshalb kommen wir nicht alleine zu einem Frieden. Die Weltengemeinschaft muss etwas tun", sieht die 49-Jährig noch die größtee Hoffnung im Ausland, insbesondere in der EU.
Die Anschläge palästinensischer Extremisten verurteilt sie ebenso wie das Vorgehen des israelischen Militärs: "Es verstößt gegen meine religiösen und moralischen Vorstellungen." Besonders die Demütigungen und Erschwernisse im Alltag seien der Nährboden für Terror. "Wir werden in unserem eigenen Gebiet an sogenannten Check-Points kontrolliert, müssen teilweise Stunden warten oder Demütigungen über uns ergehen lassen, nur um von einer Hälfte eines Dorfes in die andere zu kommen."
Die Bedingungen in den den palästinensischen Gebieten seien vorsintflutig, so gäbe es keine richtige Kanalisation und vorallem viel zu wenig Wasser. "Die israelischen Siedlungen sind teilweise nur eine hundert Meter entfernt. Sie sind mit Swimming-Poolen und dunkelgrünen Rasenflächen ausgestattet, während bei uns das Wasser kaum für das Nötigste reicht", beschreibt Mukarker die Lage.
Und die Situation wird sich nach ihrer Ansicht durch den Bau der Mauer um das palästinensische Gebiet noch weiter dramatisieren: "An dieser Mauer zerrinnt unsere Hoffnung." Diese schotte das Volk noch weiter ab und nehme dazu noch ein weiteres Stück ihr Land. "So wird es nie Frieden geben, der kann nur über die Bereitschaft auf beiden Seiten zur Versöhnung erreicht werden", schloss sie ihren Vortrag, dem die Schüler gebannt folgten.
© WR 09.06.2005
Gesamtschule ein Ort des Lebens
Agenda 21: Kreisdirektor Stratmann zeichnete gestern 12 Schulen auf der Ökologiestation aus. (Foto: Ulrich Bonke)
Kamen/Kreis Unna. Landesweit erstmalig wurden Schulen aller Schulformen gestern für ihr Engagement, nachhaltige Entwicklung aktiv in den Schulalltag einzubeziehen, ausgezeichnet. Unter ihnen befindet sich auch die Kamener Gesamtschule.
Ihr Agenda-Team um Lehrer Dieter Grabsch präsentierte gestern gleich ein Bündel von Aktivitäten, die in den zurückliegenden zwei Jahren und darüber hinaus entwickelt worden. Schülerinnen und Schüler setzten sich dafür ein, Schule der Zukunft zu gestalten und ihre Schule zu einem Ort des Lebens zu machen.
Zu diesen Projekten gehören die traditionelle Erstausstattung der neuen 5.-Klässler mit umweltfreundlichen Schulmaterialien, die Krötenschutzaktion und der Zitronenfalterhain. Dieter Grabsch unterstrich gestern, dass dies alles nicht ohne außerschulischen Partnern zu machen sei. Mit der Gesamtschule haben sehr engagiert der BUND und die Verbraucherberatungsstelle Kamen zusammengearbeitet.
Die Auszeichnung der insgesamt 12 Agenda-Schulen aus dem Kreis Unna nahm gestern Nachmittag Kreisdirektor Rainer Stratmann in einer Feierstunde auf der ökologiestation in Bergkamen vor.
24.05.2005 © Westfälische Rundschau
Pressemitteilung 19.4.05: ERFOLGREICHE TEILNAHME AN DELF-SPRACHENPRÜFUNG
Sechs Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs der Gesamtschule Kamen freuen sich mit ihrer Französischlehrerin
Ursula Heinz über die erfolgreiche Teilnahme an der DELF-Sprachenprüfung am 22. Januar 2005. Die DELF-Prüfung
(Diplôme d'Etudes en Langue Française) wird vom Institut Français im Auftrag des französischen Erziehungsministeriums mit
französischen Prüfern durchgeführt und besteht jeweils aus einem schriftlichen und mündlichen Teil, in denen die Schüler
erworbene Sprachkompetenzen nachzuweisen müssen.
Die nun an der Gesamtschule eingetroffenen Diplome werden weltweit anerkannt. Die Französischlehrerin U. Heinz
überreicht die Sprachzertifikate zusammen mit der Schulleiterin u. Schulz.
Die Beherrschung von Fremdsprachen ist eine Schüsselqualifikation für die persönliche und berufliche Entwicklung.
Der Nachweis von Französischkenntnissen gilt in immer mehr Instituten und Wirtschaftszweigen als besonders qualifizierend.
Die schulische Erprobung internationaler Zertifikate ist besonders dazu geeignet, Jugendliche zur Mobilität und wechselseitigen
Verständigung in Europa zu befähigen und findet zunehmend Eingang in die Schulprogramme der nordrhein-westfälischen Schulen.
Die Namen der Schüler/innen sind
Kinga Golomb, Elena Herdt, Kim Nguyen(alle 10.2),
Ronja Stoltefuß, Maren Friedrichs, Glen Akama-Eseme(alle 10.5).
Kamen |
Lametta am Himmel lockt in den Sommerleseclub
So klappt´s auch mit dem Lesen: Groß angelegte Aktion in den Sommerferien
Kamen | Lametta am Himmel verspricht ein Jugendbuch verheißungsvoll auf seinem Deckel. Doch nicht für alle Kinder und Jugendliche ist Lesen so schön, locker und leicht wie Lametta am Himmel.
Von Carsten Janecke
„Wir müssen früh Leseförderung betreiben, bereits in der Kindergärten die Neugier auf das Selberlesen wecken", sagt Andrea Sternal, Leiterin der Stadtbücherei, mit Nachdruck. Lametta am Lesehimmel, das möglichst für alle.
Mit zwei groß angelegten Aktionen will das Bücherei-Team für mehr Lesekompetenz unter Kindern und Jugendlichen sorgen:
Dem Sommerleseclub 2005 in den Sommerferien für Jugendliche der Klassen fünf bis neun, normalerweise im Alter zwischen zehn und 16 Jahren.
Und den Lesespektakelwochen in den kommenden Jahren jeweils in den beiden Wochen vor den Osterferien. Ein Lesespektakel, bei dem Grundschüler die fantastische Welt des Lesens entdecken sollen.
Zunächst aber steht der Sommerleseclub unmittelbar bevor. 350 neue Bücher hat die Stadtbücherei mit Hilfe der Bertelsmann-Stiftung und der Sparkasse Kamen bereits anschaffen können.
„Die Kinder müssen wissen, wie sie die Geschichten aus den Büchern holen können. Sie dürfen das Lesen nicht nur mechanisch umsetzen, müssen auch die Inhalte herausfiltern können."
Was beim Sommerleseclub auf spielerische Art und Weise gelernt werden soll. Drei Bücher aus dem neu angeschafften Bücherpool sollen sich die Jugendliche für die Sommerferien ausleihen. Am Ende der Ferien gibt´s zur Belohnung eine Urkunde - und wohl auch einen Eintrag aufs nächste Halbjahreszeugnis. „Das soll ein zusätzlicher Anreiz sein, muss aber in den jeweiligen Fachkonferenzen der Schulen noch besprochen werden", erläuterte Andrea Sternal gestern.
Zertifikate, kleine Geschenke, Zeugnisverbesserung. All das allein für die beste Freizeitunterhaltung, das Lesen. Doch auch die Kinder stehen in der Bringschuld, sollen nach der Lektüre nachweisen, dass sie alle Seiten tatsächlich gelesen und auch verstanden haben. „Dazu müssen sie einige Fragen beantworten", illustriert Sternal. Zum Beispiel: Wie heißt der Vater des Romanhelden? Was hat er für besondere Fähigkeiten? Welche Eigenschaften unterscheiden ihn von anderen Jugendlichen?
Anmeldung, ganz wichtig, ist erst ab dem 7. Juni. Ab dann erhofft sich das Büchereiteam reichlich Resonanz. Da die Leseclub-Bücher alle brandaktuell sind, lockt die Bücherei mit einem ordentlichen Pfund als Leseanreiz. Und die erste Schülerin hat sich sogar schon versucht, übers Internet anzumelden. Vergeblich. Noch. Doch ab dem 7. Juni sind die Leitungen in den Lametta-Himmel geschaltet. KOMMENTAR
Abtauchen in die Welt der Literatur - der Sommerleseclub fördert das Lesen mit zahlreichen Anreizen.
© Hellweger Anzeiger Mai 2005
Schüler erleben Kriegsende aus Sicht der Altersgenossen
Kamen. (bu) Es waren Tage wie diese. Die Sonne schien, der Frühling lockte. Doch den Kamenern war es alles andere als froh zumute. Sie bangten bis zum 11. April um ihr Leben. Die Amerikaner schickten sich an, die Stadt zu erobern. Mit sichtlich gemischten Gefühlen lauschten die Gesamtschüler am Freitag dem Bericht von Klaus Goehrke zum Kriegsende in Kamen.
Denn die Ereignisse vor 60 Jahren standen im Mittelpunkt der Veranstaltung, die Lehrer Peter Sander für den 10. Jahrgang organisiert hatte. Dass das Kriegsende in Kamen alles andere als - wie es häufig dargestellt wird - friedlich verlief, wurde den jugendlichen Zuhörern dabei deutlich vor Augen geführt.
Auch in Kamen gab es überzeugte Nationalsozialisten, die ihre Stadt getreu den Aufrufen nicht kampflos aufgeben wollten. Jugendliche im Alter der Gesamtschüler mussten sich als Hitlerjungen oder Flakhelfer den Feinden entgegen stellen. Viele machten aus Angst vor Repressionen mit. Andere desertierten, weil sie die aussichtslose Lage erkannt hatten.
Vom kriegsbestimmten Alltag bis zu den 21 Toten auf beiden Seiten nach den Kämpfen reichte der Einblick, den Goehrke gab. In seiner Schilderung lebten die Tiefflieger wieder auf, die den Bahnhof, Straßenbahnen, Schulbusse und Bauern auf dem Feld unter Beschuss nahmen. Ein 14-Jähriger berichtete, wie die Angriffe seine Konfirmation auf 6 Uhr in der Frühe verlegten.
Dann ließ Goehrke die Truppen des 378. und 379. US-Infanterieregiments in einer Zangenbewegung Richtung Kamen vorrücken. Der Volkssturm machte mobil, Panzer und Geschütze wurden aufgestellt. Die Menschen suchten in Kellern Schutz. Geflohene Flaksoldaten wurden erschossen, bevor die Amerikaner einrückten.
Die befreiten eroberten zunächst Heeren und dort auch 800 Zwangsarbeiter der Zeche. In Höhe der heutigen Gesamtschule erwartete die Amerikaner dann "der heftigste Beschuss bis dahin im Ruhrgebiet". Auch in Kaiserau wehrten sich die Verteidiger verbissen. Am 11. April war nach gut drei Tagen alles vorbei - und die Eroberer verteilten Tabak und Schokolade. Befreit fühlte sich aber längst noch nicht jeder - wie Chroniken, Tagebücher und Interviews zeigen.
Die Gesamtschule erinnert noch mit einer Veranstaltung am 9. Mai an das Kriegsende.
© WR 15.04.2005
Vorabmeldung 18.4.05: Preisverleihung in der Gesamtschule
Wettbewerb: Experimente rund um die Kartoffel
Strahlende Gesichter wird es bei den Schülerinnen und Schülern des naturwissenschaftlichen Profilkurses im 6. Jahrgang der
Gesamtschule Kamen geben. Endlich werden sie die Auszeichnungen für ihren Fleiß entgegennehmen - schließlich hatten sie mehrere
Wochen am Projekt "Die tolle Knolle" rund um die Kartoffel experimentiert, ausgewertet und mit dem Computer selbstständig
dokumentiert. Nach einer spannenden Auslosung unter den sechs erfolgreichsten Arbeiten wird die Schulleiterin, Ulrike Schulz,
den drei Gewinnern (.........,.........,..........) je einen MP3-Player als Geschenk und als Anerkennung ihrer Leistungen
übergeben.
»Die Namen der Schüler/innen werden in der Auslosung am Dienstag im Beisein der Presse ermittelt.
19.4.05 - Und hier sind nun unsere Gewinner:
|
Das Knollendiplom bekamen alle Kursteilnehmer, die Auslosung der sechs erfolgreichsten Arbeiten zum
Thema aber gewannen Denise Felsch, Elena Fischer und René Lafin. (Foto: Ulrich Bonke) |
Im Zuge des neuen Schulgesetzes:
Gesamtschule will optionales Förderjahr
Kamen/Bergkamen. (alex) Von der Möglichkeit des so-genannten optionalen Jahres im Zuge des neuen Landesschulgesetzes
will die Kamener Gesamtschule auf jeden Fall Gebrauch machen.
Damit will die Lehranstalt ihren künftigen Schülern ermöglichen, das Abitur sowohl nach 12,
als auch nach 13 Jahren zu erwerben. Generell schreibt das Landesgesetz vor, dass nach 12 Jahren Schluss sein soll.
Diese Regelung kann mittels eines „vorgeschalteten" Förderjahres umgangen werden, dass insbesondere Quereinsteigem von Real
oder Hauptschule den Einstieg in die Qualifikationsphase nach Klasse 10 erleichtern soll. Für den Erwerb einer zweiten Fremdsprache
wäre diese Regelung unumgänglich, da diese erst nach einer Unterrichtszeit von drei Jahren anerkannt wird, erklärt
Gesamtschulleiterin Ulrike Schulz.
Die Kamener Gesamtschule hat sich bereits vor Monaten dazu entschlossen, den entsprechenden Antrag beim Schulträger zu stellen.
Im Gegensatz zum Gymnasium: Hier gehe man davon aus, dass die Schüler direkt auf das Abitur hinarbeiten und wolle auf das
Förderjahr verzichten, Quereinsteiger direkt an die Gesamtschule verweisen und damit dem auf 12 Jahre beschränkten Lehrauftrag
voll und ganz nachkommen, erklärt Leiter Georg Gahlen.
Die SPD-Fraktion des Rates der Stadt Kamen zeigt sich indessen erfreut über die Pläne der Gesamtschule zum optionalen Jahr.
Das Vorhaben der Gesamtschule „begrüßen wir ausdrücklich", erklärt Joachim Eckhardt, neuer Vorsitzender des Schul- und
Sportausschusses im Rat. So sei weiterhin gewährleistet, dass die Quereinsteiger realistische und faire Chancen auf den
Erwerb des Abiturs hätten.
In der Nachbarstadt Bergkamen sind übrigens beide Schulformen, Gymnasium und Gesamtschule, bereit für das Angebot des optionalen
Jahres, wobei man am Gymnasium erst einmal die Entwicklung der Quereinsteigerzahlen in den nächsten Jahren abwarten will,
so Schulleiterin Monika Sowa-Erling.
In Nachbarstadt Bergkamen sind beide Schulformen dabei
Sie könne sich auch durchaus vorstellen, das Förderjahr auch für reguläre Gymnasiasten anzubieten.
Manfred Jäger, Leiter der Bergkamener Gesamtschule, lässt es zwar mangels der verbindlichen Ausführungsbestimmungen nach der neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung ruhig angehen, macht sich aber auch schon jetzt stark für die Einrichtung des Optionsjahres - gerade mit Blick auf die hohe Zahl von Seiteneinsteigern, die jährlich in seine Oberstufe einrücken.
Nach den Osterferien soll es erste konkretere Entwürfe in enger Absprache mit dem Gymnasium geben.
WR 25.02.2005
© Westfäliche Rundschau
|