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Aktuelles und Berichte aus dem laufenden Schuljahr
Schuljahr 2009/2010
Abiturfeier 2010


Erstmals bauten auch ehemalige Real- und Hauptschüler ihr Abitur an der Gesamtschule Kamen
Abitur-Jahrgang mit weiblicher Note
Kamen. 55 Schülerinnen und Schüler haben das Abitur an der Gesamtschule gebaut -darunter nur 15 junge Männer. Erstmals haben in diesem Jahr auch ehemalige Real- und Hauptschüler das Abitur an der Gesamtschule Kamen abgelegt. Folgende Schülerinnen und
Schüler erhielten gestern ihre Abiturzeugnisse: Hatice Aktas, Corinna Altmeyer, Manuel Alves, Henrik Ame-lung, Sebastian Bäcker, Ann-Christin Beck, Ava Daphne Berg, Jana Bergmann, Melanie BÖrris, Birte Braun, Fabian Burgemeister, Canan Camog-lu, Yasemin Ciftci, Katharina
Daugsch, Lina Dietz, Alina Dorsthorst, Chantal Dreier, Valentin Engelmann, Janine Feldhaus, Sabrina Fleuth, Ella
Nur 15 junge Männer erlangen Hochschulreife
Grundmann, Lisa Marie Grünewald, Barbara Hentschel, Johanna Sophie Jacobi, Frederic Jäger, Lorraine Karl, Asiye Kaya, Fabian Knaack, Jana Kötter, Kevin Krahne, Niclas Kuck, Anastasia Leske, Anastasia Mai, Julia Moide, Elisabeth Müller, Gina Neuhaus, Edyta Joanna Nowicka, Alexander Panzer, Monika Planeta, Katharina Ponoma-
© Westfälische Rundschau 26.6.2010

Die Abiturienten der Gesamtschule legten ihre offizielle Abiturfeier gleich mit der Zeugnisvergabe zusammen. Unter dem Motto "Abipedia
- 13 Jahre geklaut, kopiert und eingefügt" boten sie dem Publikum ein lustiges, kurzweiliges und unterhaltsames Programm.
Die Intention des Abends wurde bereits bei der Begrüßung durch die Schüler klar, als diese in Jogginganzügen auf die Bühne kamen. Wie man eine solche Veranstaltung eröffnet, schauten sie noch schnell im Internet nach: Das Publikum begrüßen stand dort geschrieben und das taten sie dann auch
- persönlich und mit Handschlag.
© Hellweger Anzeiger 26.6.2010 (Auszug)
Die Seelsorgerin steht auch an der Schultafel

Pfarrerin Rita Lischewski kümmert sich nicht nur um die Seelsorge der Gesamtschüler,
sondern gibt auch Religionsunterricht. Und der macht ihr und ihren Neuntklässlern offenkundig Spaß. Foto: Roman Grzelak
Rita Lischewski kümmert sich als Schulpfarrerin um die Nöte der Gesamtschüler
Von Johannes Brüne
KAMEN ? Rita Lischewski muss ein gutes Namensgedächtnis haben. Die Theologin, die seit Anfang des Schuljahres an der Gesamtschule tätig ist, unterrichtet derzeit über 300 Schüler in Religion. Die Schulpfarrerin hat aber noch eine ganz andere Aufgabe:
Sie ist auch für die Seelsorge der Gesamtschüler zuständig.
Der Spagat zwischen Unterricht und vertrauensvoller Betreuung der jungen Leute ist nicht immer ganz einfach: Schließlich muss Lischewski als Lehrerin Autorität ausstrahlen und als Seelsorgerin das Vertrauen der jungen Leute gewinnen. "Wichtig ist, dass man im Unterricht redlich ist", sagt sie. Und gerade, wenn sie die unangenehmen Seiten des Pädagogenberufes ausüben muss, kommt sie den Jugendlichen zuweilen näher: "Intensive Kontakte ergeben sich gerade dann, wenn ich eine Fünf geben muss",
sagt die 47-Jährige. "Da komme ich oft ins Gespräch mit den Schülern über ihre Probleme."
Mit den Sorgen und Nöten junger Leute kennt sich Rita Lischewski aus. Bevor sie an die Gesamtschule kam, arbeitete sie in der Evangelischen Kirchengemeinde in Lünen und kümmerte sich dort vor allem um die Kinder- und Jugendarbeit. Die Arbeit als Lehrerin war hingegen ein Sprung ins kalte Wasser: "Ich bin eine Seiten-einsteigerin. Zuvor hatte ich nur Projektarbeit in Schulen gemacht." Entsprechend groß ist der Aufwand für die Unterrichtsvorbereitung. Lischewski hat ein volles Stundenkontingent von 25,5 Stunden und unterrichtet
Gesamtschüler aller Klassen.
Zugleich steht sie als Ansprechpartnerin für Jugendlichen mit Problemen bereit. Und da hat sie viel zu tun: "Wir haben hier alles", sagt sie. "Familiäre Probleme, Gewalt, Mobbing, Probleme mit Drogen und Alkohol." In letzter Zeit hätten gerade ältere Schüler Schwierigkeiten wegen exzessiven Gebrauchs von Computerspielen:
"Die können nicht mehr zwischen der Wirklichkeit und der virtuellen Realität unterscheiden."
Angesichts solcher geballter Probleme stößt auch eine Schulpfarrerin schon mal an ihre Grenzen. Da vermittelt sie Kontakte zum schulinternen Krisenteam oder zur schulpsychologischen Beratungsstelle des Kreises Unna. Es sei wichtig im Team zu arbeiten:
"Man kann nicht alle Probleme alleine lösen."
Schwierig wird es für sie persönlich, wenn sie mit jungen Leuten zu tun hat, die von Zukunftsängsten geplagt werden, weil sie kaum Chancen sehen: "Die Hoffnungslosigkeit ist zum Teil sehr groß", sagt die Pfarrerin. Da könne sie zwar zuhören: "Aber ich habe oft auch keine Perspektive für die jungen Leute." Doch obwohl Rita Lischewski oft mit den Schattenseiten des jugendlichen Daseins konfrontiert wird, fühlt sie sich an der Gesamtschule ' ausgesprochen wohl. Trotz der Doppelbelastung aus Unterricht und Seelsorge bereut sie den Wechsel nicht. Und dass nicht nur, weil sie zuvor als Pfarrerin im Entsendungsdienst tätig war und nun eine feste Stelle hat:
"Ich bin mit viel Herzblut dabei. Die Aufgabe macht Spaß."
Einführung
Rita Lischewski hat ihre Aufgabe als Gesamtschul-Pfarrerin bereits zu Beginn des sich zu Ende neigenden Schuljahres angetreten, nun wird sie auch ganz offiziell in ihr Amt eingeführt. o Das geschieht im Gottesdienst, der am Sonntag, 11. Juli, um 10 Uhr in der Pauluskirche beginnt ? Rita Lischewski ist als Schulpfarrerin dem Presbyteri-um der evangelischen Kir-chengemeinde Kamen zugeordnet.
Religionsunterricht für alle
Rita Lischewski ist zwar evangelische Theologin, aber als Schulpfarrerin an der Gesamtschule zieht sie keine konfessionellen Grenzen. Sie steht für alle Schüler bereit, die Schwierigkeiten haben und seelsorgerische Betreuung brauchen: Egal ob sie katholisch oder muslimisch sind oder vielleicht auch gar keinem Glauben anhängen. "Die Schüler fordern einen Ort,
wo sie ihre Probleme loswerden können", sagt sie.
In Kontakt zu kommen, sei dabei relativ einfach: "In der Schule begegnet man sich ja ständig."
Auch beim Religionsunterricht selbst gibt es keine konfessionellen Schranken. In den elf Klassen, die Rita Lischewski in ihrem Fach unterrichtet, sitzen Schülerinnen und Schüler aller Glaubensrichtungen nebeneinander. "Das ist eine große Chance", sagt sie. So könnten die Kinder und Jugendlichen gegenseitiges Verständnis und Toleranz lernen. Und Lischewski befast sich in ihren Schulstunden nicht nur mit dem Christentum, sondern besucht mit ihren Klassen auch schon mal eine der Kamener Moscheen.
In der Sekundarstufe I setzt sie ihren Schwerpunkt auf Lebenskunde und Kulturvermittlung. In der Oberstufe wird der Unterricht dann entsprechend anspruchsvoller: "Das ist schon eine kleine Theologie", sagt sie. In ihrem ersten Schuljahr hat die Neu-Lehrerin auch schon einige Schüler zum Abitur geführt.
Der überkonfessionelle Unterricht von Rita Lischewski scheint bei den Schülern anzukommen. Zwar sei Religion wie an allen Schulen ein freiwilliges Fach, sagt sie, die Schüler können sich auch abmelden, wenn sie das wollen:
"Aber das tun nur sehr wenige."
© Hellweger Anzeiger 22.6.2010
Literaturkurs 12
Am
Ende bekommt das Krokodil seine Mahlzeit
Literaturkurs der Gesamtschule überzeugt mit seiner "Peter Pan"-Aufführung
Von Niklas Mallitzky
KAMEN Piraten, Indianer, verlorene Jungs und jede Menge Action. Das erhoffen sich die Besucher der Theatervorstellung des Literaturkurses der Gesamtschule am Montagabend.
Und sie werden nicht enttäuscht.

Abheben mit Peter Pan, Fee Tinkerbell und den Gesamtschülern ins Reich der Phantasie am Montag- und Dienstagabend in der Studiobühne. Foto: Stefan Milk
Denn was die Zwölftklässler ihrem Publikum bieten, hält alle Versprechen und bietet noch viel mehr. Mit ihrer Aufführung des Klassikers "Peter Pan" beweisen die Schüler, dass Schauspieltalent keine Frage des Alters ist.
Zu Beginn ist alles noch normal im Hause der Familie Darling. Mr. und Mrs. Darling leben gemeinsam mit ihren Kindern Wendy, Michael und John in Kensington, einem der reicheren Stadtteile Londons. Das ändert sich, als die Kinder eines Tages allein zuhause sind. Auf der Suche nach seinem entflohenen Schatten dringt Peter Pan mit
Fee Tinkerbell in das Kinderzimmer ein. Begeistert von seinen Geschichten, folgen ihm die Kinder ins Nimmer-land.
Bereits 1904 veröffentlichte James Matthew Barrie das Bühnenstück unter dem Titel "Peter Pan: or, The Boy Who Wouldn't Grow Up", zu deutsch "Peter Pan: oder, Der Junge, der nicht erwachsen werden wollte". Sieben Jahre später folgte dann der Roman mit dem Titel "Peter and Wendy". Seitdem ist die Geschichte um den ewig jungen Pan zum Welterfolg avanciert, unzählige Verfilmungen, Adaptierungen für andere Medien und Fortsetzungen folgten.
Das Theaterstück in der Studiobühne folgt aber weitestgehend dem Original. So lernen die Darling-Kinder schon bald die Schattenseiten des Insel-Idylls kennen, wo Kinder nie erwachsen werden. Der cholerische Cap-tain James Hook trachtet ihnen und den anderen Kindern im Nimmerland nach dem Leben, seit Peter ihm eine Hand abgeschlagen und an ein Krokodil verfüttert hat. Permanent verfolgt das Reptil seitdem den Captain und sein Schiff, immer hungrig nach mehr.
Auch optisch überzeugt das Schauspiel. Die Kulissen wirken authentisch, die Kostüme sind detailliert und glaubhaft. Sogar eine alte Tradition bei Peter-Pan-Auf-führungen haben die Schüler aufgenommen: Ein Darstell-ter übernimmt eine Doppelrolle und spielt Mr. Darling und Captain Hook. Denn Peter ist der Überzeugung, dass alle Erwachsenen irgendwie Piraten seien.
Zwischen den einzelnen Szenen müssen die Schüler immer wieder die Kulissen verändern. Dafür brauchen sie nie länger als eine Minute, die Zuschauer sind beeindruckt. "Ich finde es toll, was die Schüler leisten", meint Zeki Cingöz, Vater einer der Schauspielerinnen. "Die Kampfszenen wirken sehr echt. Man merkt sofort, mit wie viel Herz die Schüler schauspielern." Dieser Meinung sind auch andere Eltern: "Die Darsteller zeigen eine großartige Leistung." Gemeinsam mit der ganzen Familie bestaunen sie den Sprössling, der den Steuer-mann des Piratenschiffes mimt.
Nach einem missglückten Mordanschlag der Piraten auf Peter will dieser nun die Entscheidungsschlacht. Dabei unterstützen ihn seine Freunde, die verlorenen Jungs. Gemeinsam besiegen sie die Freibeuter, das Krokodil kommt endlich zu seiner lang ersehnten Mahlzeit. Gemeinsam mit den verlorenen Jungs kehren Wendy und ihre Brüder nach Hause zurück. Nur Peter zieht es wieder ins Nimmerland, niemals würde er erwachsen werden wollen.
Am Ende der Vorstellung belohnt das Publikum die Darsteller und Helfer, die im Hintergrund gewirkt haben, mit Ovationen und frenetischem Jubel.
© Hellweger Anzeiger 16. Juni
Uni-Besuch

Einige SchülerInnen der Oberstufe waren der Einladung der Technischen Universität Dortmund in die Fakultät Chemie gefolgt.
Sie erlebten dort einen abwechselungsreichen Tag mit Rundgängen durch Arbeitskreise und Praktikumslaboratorien, Vorlesungsbesuche und Informationsveranstaltungen
zum Studium.
Eingeladen waren SchülerInnen, die sich für ein Studium der Chemie, Chemischen Biologie oder das Lehramt interessierten.
Ankündigung: Theater Total
Nähere Informationen zu Theater Total
Sozialisationsfahrt 11

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11 Jahrgang zurück von Sozialisationsfahrt
Einiges war neu bei der diesjährigen Skifahrt des neuen Oberstufenjahrgangs: Die
Größe der Gruppe, das Skigebiet und die Menge an Neuschnee.
Für fast alles fand sich eine Lösung.
Das neue Skigebiet fand sich in Gunzesried/Ofterschwang im Allgäu.
Der Jahrgang wurde auf zwei Häuser aufgeteilt, was allerdings durch die Entfernung einige logistische
Probleme mit sich brachte. Überhaupt war die Logistik neben dem Ski fahren eines der Kernthemen der Woche und wurde treffend von einem der Teilnehmer beschrieben:
"Wir wechseln die Busse wie andere die Unterwäsche!"
Der Neuschnee wurde skifahrerisch bezwungen. Als dieser sich jedoch an einem Tag mit Sturm zusammentat, sah es allerdings etwas anders aus. Reihenweise purzelten die mehr oder weniger unerfahrenen
Jungskifahrer aus dem noch ungewohnten Ankerlift und versanken auf dem Weg zur Piste bis zum Bauchnabel im weichen Neuschnee. Diesmal hatte die Natur gewonnen und der Skitag wurde aus Sicherheitsgründen abgebrochen -
wohlbehalten kehrten alle zum gastfreundlichen Haus "Heubethof" zurück.
Trotz solcher Widrigkeiten war die Stimmung gut und Suboptimales wird im nächsten Jahr verbessert werden.
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Die Spekulantinnen
Mit ökologisch nachhaltigen Aktien können ähnlich hohe Gewinne erzielt werden wie mit konventionellen Aktien. Dies belegte die Spielgruppe „ALDI.EIS“ vom Gymnasium beim Planspiel Börse eindrucksvoll.
Die jungen Spekulantinnen holten sich nicht nur den ersten Platz in der Gesamtwertung. Sondern punkteten auch in der Wertung unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten.

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Spielleiter Rüdiger Büscher, Marketingmitarbeiter der Sparkasse Kamen, und Timo Schünemann aus der Wertpapierabteilung überreichten gestern die
Preise an die spekulationsfreudigen Siegergruppen. |
Eine Wertung, die zum ersten Mal beim europaweit größtem Börsenspiel ausgerichtet wurde. Und eine Wertung, die den Schülern verdeutlichen soll, dass sich langfristiges Denken bei der Geldanlage auszahlt.
„Dies ist eindrucksvoll gelungen“ kommentiert Rüdiger Büscher, Spielleiter beim Börsenspiel der Sparkasse in Kamen.
Isabelle Bothe und ihre Mitspielerinnen des Teams „ALDI.EIS“ hatten Erfolg trotz Finanzkrise und Kursturbulenzen. Sie erreichten mit einem Depotwert von 53174,81€ den ersten Platz in Kamen.
In der Gesamtwertung erreichten sie einen bemerkenswerten 1248. Platz - bei mehr als 45400 Depots bundesweit.
In Westfalen-Lippe erreichten sie den 148. Platz. Zusätzlich hatten die Mädels gute Spürnasen und gewannen auch noch die Wertung zum EuroStoxx-Tipp.
Ganz knapp dahinter mit einem Depotgesamtwert von 52185,68 € folgte das Team „Pecunia“ von der Gesamtschule unter der Leitung von Johannes Müller auf Platz 2. Als Drittplatzierte ging das Team „Maikiller“ ins Ziel,
das von der Hauptschule unter der Leitung von Maik Blettermann ins Rennen gestartet war.
Bis zum Schluss ist hart um die Platzierungen gekämpft worden - und erst auf der Zielgeraden war klar, wer in diesem Jahr auf dem Siegertreppchen steht. „Auch dies ist ein Indiz dafür,
wie intensiv die Kamener Schulen das Planspiel begleiten“, sagt Rüdiger Büscher.
Beim Euro-Stoxx-Tipp Spiel wird im Übrigen ein Sonderpreis für den genauesten Tipp auf den Wert des EuroStoxx 50 vergeben. Der Index mit den 50 Topunternehmen aus Europa stieg bis zum letzten Spieltag,
dem 15. Dezember 2009, auf einen Wert von 2876,45 und lag somit knapp über dem Vorjahresniveau von 2438,25. Auch dort hatten die Mädels von „ALDI.EIS“ klar die Nase vorn.
Während des Planspiels Börse wird freilich die Teamarbeit groß geschrieben. Büscher: „Die Jugendlichen diskutieren gemeinsam, welche Strategie verfolgt werden soll.
Dabei erweitern sie ihr wirtschaftliches Grundwissen, lernen, wie und wo man sich Informationen über Börse, Aktien und Unternehmen beschafft.
“ Diese Informationen richtig zu bewerten, das sei gerade in einer Zeit, in der die Weltwirtschaft in einer Krise stecke, unerlässlich. Die Anzahl der Schülergruppen lasse überdies erkennen,
dass das Interesse an Wirtschaftsfragen sehr groß sei.
Der Einsatz beim Wettbewerb ist gestern belohnt worden: Für den ersten Platz gab es für die jungen „ALDI.EIS“-Damen 200 Euro. Für den zweiten Platz erhielt „Pecunia“ 150 Euro und für die
drittplatzierten „Maikiller“ gab es 100 Euro. Zusätzlich erhalten die Tipp-Gewinner noch 100 Euro obendrauf.
Infos zum Spiel unter www.planspiel-boerse.de.
© Hellweger Anzeiger, Foto: Roman Grzelak
„Die Schüler können jederzeit zu uns kommen"
Von Niklas Mallitzky
KAMEN . Ob Grundschüler, Fünftklässler oder baldige Oberstufenschüler: Beim Informations- und Schnuppertag der Gesamtschule Kamen gibt es für jeden Gast spannende Dinge zu entdecken. „Der Besuch ist ausgesprochen zahlreich", freut sich Gitta Schwärzel, Abteilungsleiterin der Klassen acht bis zehn und Teil des
Schulleitungsteams.



Dafür ziehen die Pädagogen an diesem Tag Hand in Hand an einem Strang. „Dieser Teamaspekt bei der Schulleitung ist uns besonders wichtig", betont Gitta Schwärzel. „Um gute Arbeit zu leisten, müssen wir uns gegenseitig unterstützen." Diese Einstellung kommt natürlich vor allem den Schülern zugute, denn in einer gut organisierten
Umgebung fällt naturgemäß auch das Lernen leichter.
Die gute Organisation spüren auch die Eltern und Kinder beim Schnupper-Tag. Auf gleich drei Interessengruppen haben sich die Lehrer eingestellt
und für jede ein individuelles Programm zusammengestellt.
So können die Grundschüler an einer der Unterrichtsstunden der Fünftklässler teilnehmen. „Aus praktischen Gründen sind die Vorführstunden jedoch auf eine halbe Stunde verkürzt", erklärt Schwärzel. Auf dem
Plan stehen neben Englisch, Deutsch und Mathe auch die Informationstechnische Grundausbildung oder Englisch-Bili. „Bili" steht für bilingual, also Unterricht in herkömmlichen Fächern vollständig
auf Englisch - wie in Gesellschaftslehre (7. Jahrgang), Erdkunde (8 und 9)ie Politik (10) in englischer SpracheDie Eltern und Schüler des fünften Jahrgangs haben die Möglichkeit, eine Veranstaltung im Rahmen des Wahlpflichtfaches zu besuchen. Dieses belegen die Schüler ab der sechsten Klasse, das Angebot reicht dabei von Französisch über die Naturwissenschaften, Darstellen und Gestalten bis hin zur Arbeitslehre.
Die Türen sind geöffnet - so können Eltern und Schüler verschiedene Angebote ganz genau unter die Lupe nehmen..
Auch die Schüler der zehnten Klasse sind eifrig dabei, Unterrichtstunden der gymnasialen Oberstufe anzutesten. Außerdem bekommen sie Informationen über die Leistungskurse ab der zwölften Klasse. Dort ist der Bili-Unferricht
im Fach Geschichte vertreten, generell gibt es aber in jeder Jahrgangsstufe ein Bili-Fach.
Informationen rund um die Schule und den gebotenen Möglichkeiten erhalten die Besucher aber auch an einem der zahlreichen Stände - oder „Leuchttürme", wie die Lehrer sie nennen. „Die Leuchttürme sind buchstäblich die Glanzlichter", so Schwärzel.
„Dort können sich Schüler und Eltern über Arbeitsgemeinschaften und mehr informieren." So gibt es auch die Möglichkeit auf Zertifikatskurse - und Mitarbeit als Schulsanitäter und Streitschlichter. Nach Abschluss des Kurses erhalten die Schüler dann ein Zertifikat über die frisch erworbenen Fähigkeiten. „Das macht sich auch bei Bewerbungen gut",
erläutert Gitta Schwärzel.

Auch die Schülerversammlung (SV) hat etwas für die Besucher vorbereitet.
Ihr Anti-Rassismus-Stand soll den Besuchern zeigen, dass das Thema an dieser Schule sowohl
von Schülerschaft als auch Lehrerschaft ernst genommen wird. „Die Schüler können jederzeit zu
uns kommen", sagt Katharina Barnfeld, Schülerin im elften Jahrgang. „Wir hatten auch
mal einen Kasten, in dem die Schüler anonym Briefe hinterlassen konnten, wenn sie sich zu unfair .behandelt fühlten oder unter Rassismus zu leiden hatten." Die SV zählt neun Vertreter, hinzu kommt aber noch eine Zahl freiwilliger Helfer.
„Wir wollen eine Schule ohne Rassismus und mit Courage."
Die Schüler der SV sind nur eines von vielen Beispielen die zeigen, dass die Gesamtschule ihre Schüler ernst nimmt und ihnen zahlreiche Möglichkeiten zur eigenen Entfaltung bietet. Das sollen auch die Eltern merken - und so wird wohl die Gesamtschule auch im nächsten Jahr wieder eine Menge neuer Schüler
begrüßen dürfen.
© Hellweger Anzeiger 30.11.2009,
Innovation ist wichtiger als gute Eigenwerbung
Offene Tür an der Gesamtschule: Eltern und Schülern bot sich ein breitgefächerter Einblick in das Schulprogramm
Kamen. Explosionen, Prüfungsstress und linguistisches Neuigkeiten - all das konnte man am Samstag beim Tag der offenen Tür an der Gesamtschule Kamen erfahren. Dabei wurden die Besucher in ein dreigliedriges Konzept in die Schule und den Unterricht eingeführt. Es gab Veranstaltungen speziell für die künftigen Schüler, für die bereits an der Gesamtschule lernenden
Fünftklässler und für die kommenden Oberstufenschüler.
Für die Grundschuleltern, Schüler und Schülerinnen startete der Tag um 10.15 Uhr mit einer Eröffnungsveranstaltung auf der Studiobühne der Gesamtschule. Danach bestand die Möglichkeit, den Unterricht in der 5. Klasse hautnah mitzuerleben. In zwei großen Gruppen konnte eine Schulstunde lang der
Unterricht in verschiedenen Fächern beobachtet werden, darunter auch Englisch als
bilinguales Fach und Informationstechnische Grundbildung. Während der gesamten Zeit wurden
auch viertelstündlich Schulführungen über das gesamte Schulgelände angeboten. Nach der
zentralen Informationsveranstaltung auf der Studiobühne hatten die Eltern die
Möglichkeit, persönlich mit dem Lehrpersonal zu sprechen und sich individuell beraten zu
lassen, denn Beratung bekommt einen immer höheren Stellenwert. Schulleiter Dr. Klaus
Hoffmann betont: „Früher haben die Schule mehr Werbung für sich selber gemacht, heute muss man sich durch innovative und kreative Konzepte abheben. Die Eltern wollen sehen, wie sich die Schule darstellt, wie sie eingerichtet ist und wie sauber sie ist. Es gibt heute einen viel stärkeren
Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Schulen."
Die Gesamtschule Kamen kann hier mit einem Sprachprofil aufwarten, dass alle gängigen Fremdsprachen und zusätzlich noch viele Fächer als bilingualen Unterricht anbietet. Auf der anderen Seite werden aber auch Naturwissenschaften wie Chemie besonders gefördert, indem dort in der 10. Klasse noch zwischen E- und G-Kursen unterschieden wird. Aber am Tag der Offenen Tür es gab nicht nur für die neuen Schüler etwas zu entdecken. Die bereits an der Gesamtschule lernenden
Fünftklässler müssen im kommenden Schuljahr ihr Wahlpflichtfach wählen.
© WR 30.11.2009, Tobias Gawrisch
Weitere Bilder vom Tag.
Wortreicher Showdown
Wort für Wort wird die Geschichte lebendig, akzentuiert intoniert, keineswegs überhastet, sondern ausgesprochen gefühlvoll. Die Finalistinnen des Vorlesewettbewerbs an der Gesamtschule demonstrierten gestern
virtuose Vorlesekunst. Wort für Wort.
Aufgalopp zum großen Lese-Showdown: Die klassenbesten Vorleserinnen des sechsten Jahrgangs maßen sich gestern in der Schulbibliothek der Gesamtschule. Am Ende siegte Sarah Lange aus der 6b.Foto: Sarad
Die sechsten Klassen hatten sich in den vergangenen Wochen auf den Wettbewerb vorbereitet und klassenintern ihre Sieger ermittelt. Gewonnen hatten Katharina Heithorst (6a), Sarah Lange (6b), Corinna Neuhaus (6c), Stefanie Swoboda (6d), Michelle Schymkowitz (6e) und Jennifer Schmidkunz (6f). Die sechs Schülerinnen traten gestern zum wortreichen Showdown in der Bibliothek an. Und am Ende hatte die Schülerin Sarah Lange der Klasse 6b
die Nase vorn.
Die Schulbibliothek ist den Juniorinnen keineswegs fremd. So oft wie möglich steuern sie die Einrichtung, die Bibliothekarin Christine Beck betreut, an. "Die Bibliothek hat ihren festen Platz im Schulleben - und wir haben viele Schüler des fünften und sechsten Jahrgangs, die zusammen mit den Bibliothekarinnen Lektüre auswählen", berichtet Kornelia Strophff, Didaktische Leiterin der Gesamtschule.
Freilich könnten die Schüler dort ungezügelt ihrer Leselust nachgehen, sie lernten aber auch ganz pragmatisch das Nachschlagen und Recherchieren vor allem für Fächer wie Gesellschaftslehre, Biologie und Erdkunde. Und da sei es nicht selten, dass bei Stundenausfall - auch bereits in der ersten Stunde - die Bibliothek erste Anlaufstelle für die Schüler sei. Dort gibt?s im Übrigen nicht nur Literatur, sondern überdies auch Filme und DVDs. "Jeweils mit Sorgfalt ausgesucht, um den Bedürfnissen der Schüler gerecht zu
werden", so Strophff.
Gestern nun spannende Augenblicke beim Finale des Landeswettbewerbs. In der festlich dekorierten
Schulbibliothek versuchten sich die Schülerinnen, mit ihren Lesefertigkeiten gegenseitig zu übertrumpfen, was der Jury am Ende die Entscheidung nicht leicht machte.
© Hellweger Anzeiger, 27. Nov. 2009
Information über die Oberstufe
Real- und Hauptschüler, die nach der zehnten Klasse in die gymnasiale Oberstufe wechseln wollen,
erhalten am Dienstag, 24. November, in der Gesamtschule die notwendigen Informationen. Oberstufenleiter Berno Tillmann lädt für 19 Uhr in den Konferenzraum der Gesamtschule ein.
Insbesondere die Real- und Hauptschüler der derzeitigen zehnten Jahrgänge, die sich mit ihren Eltern noch vor dem Informations- und Schnuppertag der
Gesamtschule am Samstag, 28. November über das Angebot der gymnasialen Oberstufe an der Gesamtschule informieren möchten, wollen Tillmann und seine Kollegen ansprechen.
Inhalt des Abends werden die wesentlichen Regelungen für den
Bildungsgang in der gymnasialen Oberstufe sein. Die Gäste erhalten auch
die Möglichkeit, das besondere Angebot der Gesamtschule kennenzulernen
und persönliche Fragen zur individuellen Schullaufbahn in der Sekundarstufe
II mit kompetenten Kolleginnen und Kollegen zu besprechen.
Schüler der zehnten Jahrgänge anderer weiterführender Schulen können sich vom 2. bis 6. Februar 2010 für die gymnasiale Oberstufe an der Gesamtschule anmelden,
wenn sie voraussichtlich die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk erzielen. Zur Anmeldung sind die letzten drei Zeugnisse vorzulegen.
Angebot für künftige Fünftklässler
Schnuppertag an der Gesamtschule
Kamen. Zum Informations- und Schnuppertag lädt die Gesamtschule am Samstag, 28. November, von 10 bis 14 Uhr ein. Dabei setzt die Schule den Weg fort, den sie in den letzten Jahren eingeschlagen hat:
Sie wird vor allem Unterricht von Klasse 5 bis zur gymnasialen Oberstufe als Kernpunkt des Schullebens präsentieren, Führungen durch die Klassen- und Fachräume anbieten, in zentralen Infoveranstaltungen die wesentlichen pädagogischen und fachlichen Zielsetzungen vorstellen und zum Abschluss intensive Beratung vor Ort leisten. Angesprochen sind alle Schülerinnen und Schüler der vierten Grund-schulklassen, die sich über die Angebote der Gesamtschule informieren möchten. Nach einer zentralen Eröffnungsveranstaltung um 10 Uhr können Eltern und Kinder in Unterrichtsstunden fast aller Fächer hineinschnuppern. Das bilinguale Angebot mit der Zielsprache Englisch wird zum einen in den Unterrichtsdemonstrationen für die Grundschüler und zum anderen in den Unterrichtsangeboten für die zukünftigen Oberstufenschüler anzusehen sein.
Die Schule zeigt auch ihr naturwissenschaftliches und künstlerisch-musisches Profil. Über Möglichkeiten des individualisierten Lernens und die besonderen Möglichkeiten zur Förderung aller Begabungen
an der Gesamtschule wird in unterschiedlichen Bereichen informiert. Parallel zu den Unterrichtshospitationen finden viertelstündlich Führungen durch die Schule statt.
Die Schüler der 5. Klassen können mit ihren Eltern Wissenswertes über die Angebote im Wahlpflichtbereich ab Klasse 6 erfahren. Die Fächer Französisch, Naturwissen-schaften, Arbeitslehre
und Darstellen/Gestalten stellen sich ein. Eine besondere Beratung zu allen Fremdsprachenangeboten der Schule finden alle Interessierten im "Pub".
Informationsveranstaltungen zum nächsten Schuljahr für Eltern und Schüler/innen



Ehrenmord und Zwangsheirat

Die Gesamtschüler verfolgen gebannt, was Fatma Bläser berichtet. Sie hat erlebt, wie Frauen in ihrem Heimatdorf gesteinigt worden sind - und dass einer ihrer Brüder ihr die Pistole an den Kopf setzte - alles wegen der Ehre. Fotos: Roman Grzelak
Immer wieder Prügel und
Schläge mit der Peitsche
Ehrenmord und Zwangsheirat: Fatma Bläser hat nur mit Glück überlebt
Von Garsten Janecke
KAMEN . Die kraftvolle Stimme bricht in Momenten grausiger Erinnerungen zuweilen weg. Doch nur selten nehmen die kämpfe-rischen Worte der Autorin Fatma Bläser klagenden Tonfall an. Allen Grund hätte sie dazu:
Fatma Bläser ist dem Tod nur knapp entkommen. Entkommen einem geplanten Ehrenmord, weil sie angeblich die Ehre
der Familie beschmutzt hat. "Ich weiß, was es bedeutet, wenn dich die Familie umbringen will."
Im übertragenden Sinne totenstill ist es denn auch . gestern im Raum 1.0 der Gesamtschule,
in denen abwechselnd Schüler des Leistungs- und Grundkurses Sozialwissenschaften des 12. Jahrgangs und Schüler des neunten und zehnten Jahrgangs den bewegenden Ausführungen der deutsch-türkisch-kurdischen Autorin (Foto) lauschen. Die Themen "Ehrenmord" und "Zwangsheirat"- stehen im Rahmen des Projekts "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" auf dem Stundenplan - während der Kreis Unna seine Lesereihe "Wegen der Ehre" eröffnet.
Wegen dieser "Ehre" befinden sich junge Frauen auch im Kreis Unna in unmenschlichen Situationen. Kaum jemand kann diese Situationen besser artikulieren, besser in Worte kleiden als Sonja Fatma Bläser, die alle Nuancen der Gewalt erlebt hat. "Ich bin selbst jemand, der diese Gewalt erfahren hat. Der weiß, wie sich eine Faust im Gesicht und eine Peitsche anfühlt. Und wie es ist, wenn jemand den Gürtel zieht und dich gnadenlos verprügelt." Von 72 Frauen hier zu Lande weiß sie, die das Schicksal nicht überlebt haben. "Ich habe es geschafft - doch kaum jemand vermag nachzuvollziehen wie es ist,
wenn man weiß: Morgen werde ich die Sonne nicht wieder sehen."
Es war 1985, als sie einen Selbstmordversuch überlebte. Ein Punkt, der die Wende einleitete. "Da habe ich beschlossen, zu kämpfen." Doch zuvor hat sie ein Martyrium durchgemacht, das unvorstellbar ist. Und das dennoch auch in Deutschland
kein Einzelfall ist.
Furchtbare Prügel von Vater und Onkel erhielt sie bereits als junges Mädchen, nachdem sie als Neunjährige nach Wipperfürth * gekommen war. "Schläge allein, weil ich mich mit Klassenkameraden unterhalten habe. Über Hausaufgaben", erinnert sie sich. "So sehr verprügelt, bespuckt und getreten, dass ich tagelang nicht sitzen konnte." Das war in der siebten Klasse, die Lippen blau, der Körper mit Hämatomen übersät. "Auf einmal kippte ich um - ich landete mit einer Nierenblutung im Krankenhaus." 1985 dann der Kurzurlaub in der Türkei. So meinte sie. Doch sie wurde in Windeseile zwangsverheiratet - "mit einem Riesenkerl, mit dem ich vorher fünf Minuten reden durfte - fünf Minuten, in denen er mir sagte, was ich alles nicht tun darf."
Nach dieser Zwangsheirat sammelte sie Tabletten, schrieb einen Abschiedsbrief, überlebte. Für sie die
Kehrtwende. Sie lief davon, heiratete einen Deutschen. Willkommen war sie auch dort nicht. "Die Familie
wollte keine ,Türkenbrut`. Und bot mir 60 000 Euro an, wenn ich den Sohn nicht heiraten würde."
Seit 1987 kämpft Fatma Bläser nunmehr dafür, für die Themen Zwangsheirat und Ehrenmord ein Problembewusstsein zu schaffen -auch in Deutschland. "Niemand darf wegsehen - nur mit Hilfe und Unterstützung werden wir erfolgreich sein." Sie legt Wert darauf, dass es nicht nur türkische Familien sind, in denen derlei unmenschliche Vorstellungen die Wirklichkeit beherrschen. "Es ist keine Frage der Religion, sondern veralteter Traditionen - Fälle gibt es auch in
Italien, Griechenland und Brasilien." Und ihre Liste der Länder ist eigentlich noch viel länger.
Landrat Michael Makiolla, der die Reihe eröffnet, weiß als Chef der Polizei, dass es solche Fälle auch im Kreis Unna gibt. Eine junge Frau aus Schwerte ist im vorigen Jahr ermordet worden. "Es gibt unterschiedliche Sichtweisen, doch über bestimmte Dinge wie bei Menschenrechten darf es keine
Diskussion geben."
Fatma Bläser ist dennoch froh, darüber mit den Schülern zu diskutieren. "Niemand darf entscheiden,
wen wir heiraten sollen - nur wir selbst mit unserem Herzen."
Das Anfang 2008 gegründete Netzwerk "Wegen der Ehre" beschäftigt sich mit den Themen Zwangsheirat und Ehrenmord.
Informationen bei Sevgi Kahraman-Brust von der RAA, Tel. 02307-9248874, E-Mail sevgikahraman-brust@kreis-unna.de . Über Zwangsheirat informiert der Verein "Hennamond" unter www.hennamond.de
© Hellweger Anzeiger 3. Nov. 2009
Eliteschule des Fußballs
Auch künftige WM-Stars büffeln für die Schule
Fußball-Internat und Kamener Schulen zur „Eliteschule des Fußballs" befördert

Von Garsten Janecke
METHLER . Als Mädchen hat Tina Theune einstmals unermüdlich auf dem großen Parkplatz vor dem Pfarrhaus gedribbelt - „zusammen mit Jungs und Mädchen." Auch auf dem Schulhof hat sie jede freie Minute ausgenutzt, um vor den Ball zu treten. „Und wir haben schon neidisch geguckt, als die Jungs am Wochenende auf dem
Platz stehen durften." Dass sich all das grundlegend verändert hat, darüber weiß wohl kaum jemand besser Bescheid als die Ex-Bundestrainerin, die das Frauenteam 2003 zum WM-Titel geführt hat. Gestern beförderte sie die Kamener Schulen zu Eliteschulen den Fußballs. Kicken auf dem Schulhof -das war einmal.

Der Darstellen-und-Gestalten-Kurs der Gesamtschule ließ bei der Zertifizierung das Haupthaar fliegen. „Kunst, Tanz und Kultur gehören genauso dazu wie die Klassenarbeit, die wir gleich werden", schreiben erden ", sagt Leiterin Kornelia Strophff . Foto: Stefan Milk
Tina Theune, die sechsfache Europameisterin, hat prominente Verstärkung an ihrer Seite, als sie die großen Edelstahl-Tafeln an die Kamener Schulleiter übergab. Darunter Nationalspielerin Kerstin Stegemann und Pia Wunderlich, Koordinatorin des Fußball-Internats.
Wie berichtet erhalten die Mädchen des Kaiserauen Fußball-Internats
Unterricht an den hiesigen Schulen. Von den 13 Mädchen besucht eines die
Gesamtschur le, fünf gehen zum Gymnasium und sieben zur Fridtjof Nansen
Realschule. Trotz der hohen Anforderungen des Leistungssports soll die Schule,
das intellektuelle Training, wie Georg Gahlen, Schulleiter des Gymnasiums sagt, nicht zu kurz kommen: „Und so haben wir feste Zeiten für die Hausaufgaben", berichtet Auswahl-Fußballerin Lina aus dem Internats-Alltag. Und freilich, auch wenn die Fußballerinnen auf Lehrgangs- oder Spielreisen sind, müssen die den verpassten Lernstoff nachholen.
ES SAGTE
... die dunkelhäutige Shary Reeves, die unter anderem die ARD-Fernsehreihe „Wissen macht Ah" moderiert, mit Blick auf die Edelstahlschilder:
„Dafür hätte ich auch noch ein Wändchen frei. Nein, das war nur ein Scherz. Schwarzer Humor."
Und das ist das Konzept, das gestern sozusagen in edelstählernen Schildern
veredelt wurde. „Damit der Erfolg der Mädchen sich nicht nur herumspricht,
weil Fehlzeiten an den Schulen entstehen", formuliert Dr. Hans Drewitz vom
Deutschen Fußball-Bund (DFB), Die Fußball-Eliteschulen seien gelebte
Spitzenförderung - und vorbei seien längst die Zeiten, in denen man aus dem Saal
getrieben wurde, wenn man das Wort „Elite" in den Mund genommen habe.
Und dennoch, mahnt NRW-Innenminister Ingo Wolf, dürfe man die Spitzenspielerinnen nicht einfach blind in den Sport hineintreiben, ohne sie dabei schulisch sorgfältig zu begleiten-. „Viele von ihnen werden mit dem Fußball keine Lebensgrundlage für die nächsten 70 Jahre legen können", sagt er. Und deswegen sei jene „duale Karriere", einerseits Schu-
le, andererseits Hochleis- tungsspor t für die Absiche- rung unbedingt erforderlich.
Und dennoch bleibt es ein ehrgeiziger Spagat, so merkt Georg Gahlen an, sportliche und schulische Erfolge in Einklang zu bringen. Abgesehen von den Diskussionen im Elternhaus, die vor dem Einzug ins Internat fällig waren. „Aber das haben die Schülerinnen nicht mit Blick auf frühzeitige Freiheiten gemacht, nicht mit Blick auf die Aussicht auf mehr Geld." Sondern mit dem Willen, sich großen Herausforderungen zu stellen. „Und bisher mit einer positiven Bilanz -
es ist ein bemerkenswertes Erfolgsprojekt", sagt Georg Gahlen.
Ein Erfolgsprojekt, das auch Tina Theune damals gern für sich beansprucht hätte, als sie noch auf dem Parkplatz am alten Pfarrhaus auf Schenkenschanz gespielt hat. „Freibekommen an der Schule haben wir für unser Training damals nicht." Und deswegen ist diese Art der strategischen Förderung für sie „ein Schritt, der noch gefehlt hat".
Für die begabten Mädchen ist, es womöglich sogar ein Schritt in Richtung so mancher hochkarätiger Titel -und vielleicht dürfen sie trotzdem auch manchmal auf dem Schulhof kicken. -
Tag der Chemie
Gesamtschüler waren die Besten
Kamen, 25.09.2009, Chemie - ein Schulfach das vielen Schülern Kopfschmerzen bereitet. Beim „Tag der Chemie”, der am 19. September zum dreizehnten Mal in Folge im Supply Center der Bayer Schering Pharma AG in Bergkamen stattfand, lieferte die sechste Jahrgangsstufe der Gesamtschule Kamen die beste Leistung ab.
„Uns ging es gar nicht ums gewinnen, sondern nur um den Spaß”, erzählt der elfjährige Alexander Reibeholz. Er und sein Freund Luis Manke mussten Indigo mischen, einen Farbstoff zwischen blau
und violett. Ihre drei Teamkollegen Phillip Nienkemper, Niko Emmerich und Armin von Voss hatten die Aufgabe Öl von Wasser zu trennen.


Insgesamt haben 16 Schulen, vornehmlich aus dem Kreis Unna, aber auch aus Dortmund, Paderborn und Warstein am „Tag der Chemie” teilgenommen. Pro Schule konnten zwei Teams mit jeweils fünf Mitgliedern der Jahrgangsstufen sechs, zehn oder 13 angemeldet werden. Für die Gesamtschule Kamen gingen Teams der sechsten und 13ten Klasse an den Start.
„Wir unterrichten hier in der fünften und sechsten Jahrgangsstufe das Fach Naturwissenschaft”, erklärt Ilse-Marie Schulte, die die 6d auf den Wettkampf vorbereitet hat. Naturwissenschaft, oder kurz NW, umfasst die Fächer Biologie, Physik und Chemie. „Wir experimentieren viel. Ich denke, dass das eigenständige Arbeiten und das kooperative Lernen dazu beigetragen haben, dass wir gewonnen haben”, so Schulte.
Als erster Preis winkten 1500 Euro, die für die Ausstattung des naturwissenschaftlich/technischen Unterrichts eingesetzt werden müssen. Im Bereich Chemie soll an der Gesamtschule zunächst die Multimediaausstattung modernisiert werden. Zusätzlich bekamen allen teilnehmenden Gruppen 500 Euro Startgeld. „Unsere Schule hat insgesamt 2500 Euro gewonnen”, freut sich Otto Nienaber über das Engagement von Bayer-Schering.
Den kleinen Teilnehmern winkt als Preis der Schule für ihre Teilnahme und „dafür, dass sie sich am Samstag auch mal außerhalb der Schule Zeit genommen haben” ein Pizzaessen, so Schulleiter Dr. Klaus Hoffmann, der gestern den Preis überreichte.
© Fotos: GEK, © Westfälische Rundschau, von Julia Hellmann
Start in das neue Schuljahr
Fast vollzählig und mit neuen Kräften präsentiert sich das Kollegium zum Beginn des neuen Schuljahres. Die neuen Kräfte sind hier zweifach
zu deuten. Zum einen die neuen Kräfte, die im Urlaub gesammelt werden konnten - zum anderen aber die neuen Lehrkräfte, die im Verlauf der Ferien neu
eingestellt werden konnten und uns nun verstärken. Letztere sind neben bekannten Gesichtern in der ersten Reihe zu entdecken.
In der Studiobühne stellte sich Dr. Hoffmann nun auch offiziell der Oberstufenversammlung vor und wünschte einen guten Start ins neue Schuljahr


Besonders ausgezeichnet wurden bei dieser Gelegenheit zwei Schüler
für ihre Teilnahme am Mathematik-Wettbewerb: Alexander Röschmann und Sinan Zeissner (Bericht folgt).
Erfolgreiches Mathematiker-Duo an der Gesamtschule
Das neue Schuljahr hat für den Leiter der Gesamtschule, Dr. Klaus Hoffmann und seinen Oberstufenleiter Berno Tillmann (1.) mit einer ausgesprochen angenehmen Aufgabe begonnen: Sie gratulierten zwei ihrer Oberstufen-Schülern, die sich erfolgreich an dem „Bundeswettbewerb Mathematik" beteiligt haben: Sinan Zeißner (r.), der nun die Jahrgangsstufe zwölf besucht, und Alexander Röschmann, der in die Jahrgangsstufe 13 gewechselt ist. Das Mathematiker-Duo hat vor den Sommerferien bei dem anspruchsvollen Wettbewerb zwei der vier - auch für Mathematiklehrer- ausgesprochen schwierigen Aufgaben richtig gelöst. Damit gehören sie zu den 24 beziehungsweise 42 Teilnehmern aus den entsprechenden Jahrgangsstufen, die sich er-
folgreich an dem Wettbewerb beteiligt haben. Dafür bekamen sie von ihrer Schule einen Buchpreis.
© Hellweger Anzeiger 18.08.2009
Spannend ist natürlich der Start ins neue Schuljahr für die Fünftklässler.
Den Übergang in ein so großes Schulsystem erleichterte die Einführungsveranstaltung in der Mensa.
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| Begrüßt wurden sie vom Schulleiter ... |
... Abteilungsleiter |
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| und der Elternpflegschaft. |
Vorgestellt wurden die Klassenlehrer/innen. |
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Den Rahmen bildeten Vorführungen des Dage - Kurses 6 |
Im O-Raum hatte die Elternschaft kleine Stärkungen für die neuen Eltern vorbereitet. |
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