|
Aktuelles und Berichte aus dem laufenden Schuljahr
Schuljahr 2011/2012
Parkplatz-Wächter für das Schulzentrum
Die 1800 Schüler des Schulzentrums können ihre Fahrräder demnächst wieder sicherer abstellen. Eltern und Lehrer haben sich bei der Stadt Kamen erfolgreich dafür eingesetzt, dass wieder Parkplatzwächter eingestellt werden. Es fehlt nur noch grünes Licht vom Jobcenter in Unna.
© Hellweger Anzeiger, 21.03.12
Abitur an Gesamtschule so gefragt wie noch nie
Die größte weiterführende Schule in der Stadt muss wahrscheinlich nur noch wenige Schüler abweisen. Gesamtschuldirektor Klaus Hoffmann rechnet nach dem Ende der diesjährigen Anmelderunde mit einer "Punktlandung". Einen Anmelderekord gibt es für die Oberstufe.

Klaus Hoffmann, Schulleiter
180 Schüler darf die Gesamtschule maximal in der fünften Klasse aufnehmen, insgesamt 182 Anmeldungen
liegen seit Freitag vor. Dieses vorläufige Ergebnis der Anmelderunde für das Schuljahr 2012/13 gab der Schulleiter gestern bekannt. Weniger Überhänge, das bedeutet weniger Abweisungen und mehr zufriedene Eltern
Der Erfolg der Gesamtschule (1350 Schüler, 104 Lehrer) war im vorigen Jahr zugleich ihr Fluch. 211 Bewerbungen gingen seinerzeit für die 180 Plätze im fünften Jahrgang ein, die auf sechs Eingangsklassen verteilt sind. Weil die Aufnahmekapazität gedeckelt ist, bedeutete dies, dass 32 Kinder unter Einbeziehung des Losverfahrens abgewiesen werden mussten. Die Enttäuschung bei den
Betroffenen war vorprogrammiert.
Für 2012/13 sieht die Lage entspannter aus, auch weil der Jahrgang geburtenschwächer ist. "Bei 182 Anmeldungen werden wahrscheinlich nur acht Schüler abgelehnt werden müssen, 29 Schüler pro Klasse werden aufgenommen, das sind 174", erläutert der Schulleiter. Warum nicht die maximal zulässigen 180 Neuaufnahmen? Weil zu große Klassen, mit mehr als 29 Schülern, aus pädagogischen Gründen vermieden werden sollen
© Hellweger Anzeiger 21.02.2012
Eine Zukunft ohne schweren Schulrucksack
"In Zukunft heißt es als Ausrede nicht mehr ‚Ich habe mein Buch vergessen', sondern ‚Mein Akku ist leer'", ist sich Klaus Hoffmann, Schulleiter der Gesamtschule,
sicher.
30 nagelneue strahlend weiße Computer säumen die Tischreihen in Raum 4004. Vor Kopf hängt ein digitales Smartboard, eine elektronische Tafel. Mit der gestrigen Einweihung des neuen Raums stehen der Gesamtschule nun 150 PCs für Schüler zur Verfügung. Bei 1360 Schülern insgesamt kommt also auf jeden neunten Schüler ein Computer. Hinzu kommen 23 Verwaltungscomputer, die über ein separates Netzwerk laufen.
Diese und viele weitere technische Neuerungen haben die Stadt und der Fachbereich Schule und Sport möglich gemacht. "Wir kommen mit der modernen Technik gar nicht so schnell hinterher, deswegen sind wir sehr dankbar für die Unterstützung durch die Stadt", sagt Schulleiter Hoffmann. Allein mit dem Besitz der technischen Hardware ist es aber noch nicht getan. Die Curricula schreiben den Einsatz moderner Medien im Unterricht vor. In der Verzahnung von Technik und Unterricht erkennt Andreas Hanisch, Medienkoordinator der Gesamtschule, eine Schwierigkeit. Wie genau die modernen Medien in den Unterricht integriert werden sollen, dafür müssen sich die Schulen selbst etwas überlegen.
Genau das hat die Gesamtschule getan, indem sie eine Medienausbildung für die Klassen fünf, sechs und sieben entwickelt hat. Ursprünglich war geplant, den Umgang mit Computerprogrammen fachspezifisch zu unterrichten. Zum Beispiel sollte Tabellenkalkulation in Mathe und Textverarbeitung in Deutsch behandelt werden. Die Lehrer hatten aber schnell gemerkt, dass dadurch viel Zeit verloren geht.
© Hellweger Anzeiger 15.02.2012
Verabschiedung von Kollegen
Unsere langjährigen Lehrer Bernd Krüger und Horst Schrader sowie unser Sozialpädagoge Michael Brandt wurden am Freitag, 28.01.2012 in den Ruhestand verabschiedet.
Mit Bernd Krüger verliert die Gesamtschule Kamen zunächst damit auch ihren stellvertretenden Schulleiter.
















Zahlreiche ehemalige Kolleginnen und Kollegen und Vertreter von Stadt und Bezirksregierung hatten sich mit dem Kollegium im Konferenzraum eingefunden.
Ein beschwingtes Programm zwischen Rock und Barock mit sportlichen Einlagen bildete den Rahmen zu dieser Verabschiedung in den verdienten Ruhestand.
Blutspendeaktion

Informationsabend zur gymnasialen Oberstufe
Fürs Abi auf die Gesamtschule wechseln
Informationsabend zur gymnasialen Oberstufe am übernächsten Donnerstag
KAMEN Real- und Hauptschüler können sich am Donnerstag, 19. Januar, über einen Wechsel zur Gesamtschule Kamen informieren.
"Auf dieser Veranstaltung soll der Weg zum Abitur an der Kamener Gesamtschule vorgestellt werden", kündigt Berno Tillmann, Oberstufenleiter an der Gesamtschule Kamen, an.
Beginn ist um 19 Uhr.

Nicht nur die Eltern der eigenen Zehntklässler heißt die Gesamtschule willkommen, sondern auch interessierte Real-und Hauptschüler der derzeitigen zehnten Jahrgänge,
soweit sie nicht an dem
vorgezogenen Informationsabend im November 2011 teilgenommen haben.
Eltern und Schüler erhalten die Möglichkeit, die wesentlichen Regelungen für den Bildungsgang in der gymnasialen Oberstufe mit den verschiedenen
Abschlüssen bis zum Zentralabitur zu erfahren, das besondere Angebot der Kamener Gesamtschule kennen zu lernen und persönliche Fragen im Hinblick auf die weitere schulische
Laufbahn ihrer Kinder zu klären.
Schülerinnen und Schüler der zehnten Jahrgänge anderer Schulen können sich in der Woche nach Empfang der Halbjahreszeugnisse, also vom 13. bis zum 17. Februar, für
die gymnasiale Oberstufe an der Gesamtschule Kamen anmelden,
wenn sie voraussichtlich die Fachoberschulreife mit Qualifikationsvermerk erzielen. Zur Anmeldung sind die letzten drei Zeugnisse vorzulegen.
© Hellweger Anzeiger 11.01.2012
TAG DER OFFENEN TÜR


Zeitungsbericht
"Es ist die Vielfalt, die die Persönlichkeit eines Menschen ausmacht", sagt der Leiter
der Kamener Gesamtschule, Klaus Hoffmann, und ist sich sicher, dass seine Schule für Kinder und Jugendliche ein breites Spektrum an Förderungsmöglichkeiten bietet.
Beim "Tag der offenen Tür" am Samstag stellte man diese vor.
Die Pausenhalle der Gesamtschule war voll. Viele angehende Fünftklässler und deren Eltern kamen, um sich die Schule anzusehen und um Fragen loszuwerden. "Wie sehen die Förderungsmöglichkeiten denn aus?", fragten viele Mütter und Väter. Klaus Hoffmann versicherte ihnen, dass starke und schwache Schüler im gleichen Maße gefördert würden. "Unsere leistungsstarken Schüler versuchen wir sogar durch zusätzliche, außerschulische Angebote zu unterstützen", so der Schulleiter,
zum Beispiel mit der Teilnahme an überregionalen Wettbewerben.
Simulierte Abiprüfung
Doch auch der gewöhnliche Schulalltag der Gesamtschule hat viel zu bieten. Besonders beliebt ist der bilinguale Unterricht, der bereits in der Sekundarstufe I angeboten wird. Zum Kennenlernen dieses etablierten Lernkonzepts konnten die großen und kleinen Besucher am Samstag in einen bilingualen Unterricht reinschnuppern. Auch in den Fächern Mathe, Deutsch und Englisch durfte am Wochenende probeweise gepaukt werden.
Richtig Leistung abrufen mussten aber nur zwei Schüler, die sich bereit erklärt hatten, am "Tag der offenen Tür" an einer simulierten, mündlichen Abiturprüfung teilzunehmen. Denn der Informationstag der Gesamtschule wird nicht nur für die aktuellen Grundschüler ausgerichtet, sondern auch für die baldigen Oberstufenschüler.
So weit ist Darius Zyche aber noch lange nicht. Der Viertklässler schaute sich am Samstag erst einmal ganz genau um. Sein Urteil: "Hier ist es gut!" Obwohl der Grundschüler aus Lanstrop kommt, möchte er ab dem kommenden Schuljahr auf die Schule wechseln. Auch Mutter Andrea Zyche ist begeistert. "Wenn Darius angenommen wird, freuen wir uns total", sagt sie. Die Gesamtschule sei derzeit ihre erste Wahl, auch wenn der Schulweg ihres Sohnes dadurch ein wenig länger werden würde. "Zum nächsten Schuljahr können wir 180 neue Schüler aufnehmen", weiß Klaus Hoffmann.
© Der Westen, von Kinga Golomb
Das Programm zum Tag finden Sie hier zum Download.
Spezielle Programme können Sie hier herunterladen:
Viertklässler
Fünftklässler Wahlpflichtunterricht
Potenzielle Oberstufenschüler/innen
Gutes Benehmen im Bus
Schubsen, drängeln, schreien – Schüler, die mit dem Bus zur Schule fahren, kennen die Probleme in den Bussen. An eine entspannte Fahrt ist da oft nicht zu denken. Sogenannte Busguides sollen Abhilfe schaffen.
Gestern lernten 16 Schüler der Kamener Gesamtschule, wie sie sich in schwierigen Situationen gegen ihre Mitschüler behaupten können, um für eine stressfreie Fahrt zu sorgen.
Eins ist dabei ganz wichtig, erklärte ihnen Ulrich Rentsch vom Kommissariat Kriminalprävention/Opferschutz beim Deeskalationstraining im Jugendfreizeitzentrum Lüner Höhe: Das Auftreten der Busguides sollte zwar bestimmt sein, aber auch freundlich. „Ihr solltet eure Macht nicht missbrauchen und mit den anderen Schülern fair umgehen“, warnte Rentsch. „Die anderen Schüler kommen jeden Tag wieder und können euch das Leben schwer machen.“
Genau das Gegenteil möchte Leia mit ihrem Engagement als Busguide erreichen. „Ich will den Leuten helfen“, sagte sie. Mit Selbstbewusstsein ist die 14-Jährige durchaus gesegnet. Als Streitschlichterin der Gesamtschule muss sie immer wieder mal dazwischen gehen, wenn die Fetzen fliegen. Auch sonst greift sie ein, wenn sie glaubt, dass jemand Hilfe benötigt. „Manchmal auch in Situationen, bei denen ich hinterher selbst sage: Ohje, da hast du dich eingemischt? Aber in der Situation selbst handle ich einfach intuitiv.“
© Hellweger Anzeiger 22.11.11
Neue Sporthelferinnen und Sporthelfer
Über neun neue Sporthelferinnen und Sporthelfer verfügt die Gesamtschule seit Kurzem. Vom Schulleiter Dr. Klaus Hoffmann erhielten sie die vom Landessportbund zur
Verfügung gestellten T-Shirts und Zertifikate. Alle Sporthelfer stammen aus dem 9. Jahrgang. Hauptaufgabengebiet sind die Mittagspausenangebote für die jüngeren Mitschüler.
Hier bietet sich für die Jüngsten die Möglichkeit, Fußball, Badminton oder Handball zu spielen oder auch zu tanzen. Ausgebildet wurden sie in den letzten Tagen der Sommerferien
in der Sportschule Hachen und in weiteren Stunden in der Schule durch Lehrer Wolfgang Bahr und die Oberstufenschülerin Mona Redenz. Es ist in zwischen die dritte "Sporthelfergeneration"
an der Gesamtschule.

(hintere Reihe v.l.: Wolfgang Bahr, Mona Redenz, Tim Hohl, Thomas Riesenweber, Camilo Rodriguez und Dr. Klaus Hoffmann; untere Reihe v.l.:
Sarah Mirau, Nadine Worm, Johanna Werning, Jana Mruck, Lara Reeske und Katharina Flegel)
Tag der Fortbildung

Lehrer kehren zurück auf die Schulbank
Kamen, 19.10.2011, Ulrike Faulhaber, Fotos GEK
In der Gesamtschule Kamen findet ein Fortbildungstag für Lehrer statt. Motto: Gemeinsam Schule gestalten und entwickeln
Kamen. Auch Lehrerinnen und Lehrer drücken immer mal wieder die Schulbank. Unter dem Titel „Gemeinsam Schule gestalten und entwickeln“ kamen gestern rund 350 Pädagogen aus dem Kreis Unna zu einem Fortbildungstag in der Gesamtschule zusammen, um in mehr als 40 Workshops
Themen des Schulalltags zu beleuchten. Und dass sich da der ein oder andere an ein „Klassentreffen“ erinnert fühlte, war durchaus beabsichtigt vom Veranstalter, dem sogenannten Kompetenzteam des Kreises
Lehrer/innen aller Schulformen sollten sowohl gemeinsam Referate und Präsentationen besuchen als auch die Möglichkeit zum persönlichen Informationsaustausch haben. Und all das bot der Fortbildungstag. Was möglicherweise auch die große Resonanz hervorrief, die selbst den Veranstalter beeindruckte. Unterricht verbessern, freute sich Jürgen König,
Lehrer an einer Schule in Lünen und Mitglied im Kompetenzteam, das könnten nur alle Kollegen gemeinsam schaffen.
Und so ging es in den einzelnen Workshops, die über den ganzen Tag verteilt in unterschiedlichen Klassenräumen angeboten wurden, nicht nur um unterrichtsspezifische Themen wie beispielsweise „Texte schreiben statt für Aufsätze zu üben“, „Sprachförderung durch Spiele“ oder „Diagnostik von Rechenschwierigkeiten“.
Die Seminare behandelten auch die Frage, welche Maßnahmen zur Schaffung und Gewährleistung eines disziplinierten, geregelten Unterrichtsablaufs und
Lernklimas beitragen. Oder welche Verfahren zur Identifizierung mathematisch begabter Kinder geeignet sind und wie junge Schülerinnen und Schüler nachhaltig gefördert werden können. Oder welche Auswirkungen Mobbing im Internet auf die Schule hat. Hier wurden von der Polizei Unna im Workshop die auftretenden Phänomene, die Gefahren für Kinder bis hin zu Straftaten und deren Verfolgung dargestellt.
Ideale Infrastruktur
Weil die Infrastruktur der Gesamtschule ideal ist, wie Margot Berten, Schulamtsdirektorin des Kreises und Leiterin des Kompetenzteams, feststellte, habe man sie als Austragungsort für die Fortbildung gewählt. Das Gesamtschulkollegium wiederum nutzte den Termin für einen pädagogischen Tag und nahm komplett an der Veranstaltung teil. Den musikalischen Abschluss des Tages gestaltete schließlich
die Schüler-Big Band des Pestalozzi-Gymnasiums in Unna.
© Westfälische Rundschau 19.10.2011
Exkursion durch Kamen - Fahrradtour in die Vergangenheit

Jugendliche des Jahrgangs 11 der Gesamtschule in Kamen bei einer historischen Radtour
Kamen. Aufmerksam lauschten rund 20 Jugendliche den Worten von Lehrer Klaus Dieter Grosch, der den Schülern etwas über die Nazivergangenheit Kamens erzählte. Eigentlich unterrichtet Grosch in den Wänden der Gesamtschule, am Mittwoch stand er mit den Schülern unter freiem Himmel am Alten Markt, dort wo einige der 47 in Kamen verteilten Stolpersteine zu finden sind, die an jüdische NS-Opfer erinnern.
Für die Schüler war gestern kein normaler Unterrichtstag. Im Rahmen einer Projektwoche brachen die Schüler des Jahrgangs elf der Gesamtschule um 8.30 zu einer historischen Fahrradtour durch Kamen auf. In vier Gruppen mit je rund 20 Schülern fuhren sie vier verschiedenen Stationen an.
An jeder Station wartete ein Themenschwerpunkt auf die Jugendlichen. Am Kamener Friedhof stand Lehrer Arnd Jörres bereit, um den Schülern u.a. etwas über den zweiten Weltkrieg in Kamen zu erzählen. Am Schloss Heeren, wartete Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Stoltefuß auf die Jugendlichen. Er berichtete den Schülern dort von Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk, der unter Hitler Leiter bei der Etatabteilung im Reichsfinanzministerium tätig war. Weiter ging es für die Schüler zum Heerener Friedhof, dort wartete Ina Stoltefuß an den Gräbern sowjetischer Kriegsgefangener.
Die Schüler hatten schon eine gute sportliche Leistung hinter sich, als um halb 12 die letzte Gruppe bei Dieter Grosch am Alten Markt ankam. Trotzdem schienen die Schüler gefallen an der Tour gefunden zu haben: "Es ist sehr interessant, auch das Fahrradfahren macht Spaß", sagten die Schülerinnen Anna und Bettina. Auch Lehrer Grosch genoss den Tag im freien: "Es ist angenehm hier draußen", sagte Grosch.
© WR
Schuljahr 2010/2011
Die ganze Schule sucht einen Lebensspender
20.07.2011
Mit vereinten Kräften dem kleinen Aaron helfen
Schüler, Eltern und Lehrer stehen Schlange, um mit einem kleinen Piks möglicherweise ein Leben zu retten. Die Typisierungsaktion für den kleinen Aaron scheint ein voller Erfolg
zu werden, denn bis zum frühen Nachmittag haben bereits 130 Freiwillige Blut abgegeben.
Die Schüler des achten Jahrgangs der Gesamtschule Kamen sind vormittags auf dem Alten Markt unterwegs, um Spenden für die Typisierung zu sammeln.Foto: Stefan Milk
In der Gesamtschule herrscht reger Betrieb. An einer langen Tischreihe sitzen acht ehrenamtliche Helfer und nehmen die Personalien möglicher Spender auf. "Als Erstes fragen wir,
ob die Personen unter irgendwelchen chronischen Krankheiten oder Immunschwächen leiden", erklärt Bettina Steinbauer von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei-Gesellschaft (DKMS). Gesunde Kandidaten werden
direkt aufgenommen.
Um Verwechslungen auszuschließen, kontrollieren weitere Helfer, ob der Strickcode eines Blutröhrchens mit dem Code der Personalien übereinstimmt.
Ist das der Fall, dürfen sich die Spender an einen der sechs Tische setzen. Dort nimmt eine Krankenschwester oder Arzthelferin ihnen vorsichtig fünf Milliliter Blut ab.
Auch die Referendarin Sarah Scholz lässt die Prozedur über sich ergehen. "Mit diesen kleinen Piks kann ich vielleicht ein Leben retten. Es ist nur ein geringer Aufwand, der
aber viel bewirken kann", sagt Scholz. Vor der Blutabnahme hat sie keine Angst. Im Gegensatz zu einigen Schülern, die auf die Nadel wesentlich empfindlicher reagieren. "Es sind bereits zwei Schüler umgekippt,
weil sie die Aufregung nicht gewohnt sind", sagt Dr. Georg Wirtz. Er beaufsichtigt die Typisierungsaktion. "Trotz des mulmigen Gefühls können sich viele überwinden. Sie machen ernsthafte Gedanken über die Maßnahme",
lobt der Arzt.
Auch Frank Eschenbeck war anfangs etwas mulmig zumute. Der Familienvater aus Holzwickede spendete bereits im vergangenen Jahr Stammzellen und steht während der gesamten Typisierungsaktion für Fragen zur Verfügung. "Viele fürchten um die eigene Gesundheit, weil sie mit der Spende eine große OP unter Vollnarkose verbinden", sagt Eschenbeck. Um die Kosten für die Registrierung der Blutspender zu decken, sammeln die Schüler des achten Jahrgangs währenddessen auf dem Alten Markt Spenden von Bürgern. "Es ist das erste Mal, dass ich für so einen guten Zweck sammle. Die Leute lassen sich wirklich erklären, worum es geht", sagt der 14-jährige Marvin. Es freut ihn, dass er bei den Bürgern auf Verständnis stößt. Auch Thilo, 14, ist begeistert: "Die Bürger reagieren ziemlich offen. Da macht es Spaß, sich einzusetzen."

Es ist eine tückische Krankheit: Wer an MDS erkrankt, fühlt sich mit der Zeit immer schlapper, weil der geschwächte Körper unreife Blutzellen produziert. Im schlimmsten Fall verbluten die Patienten innerlich.
Auch Klassenlehrer Gernot S. (Name geändert) ist am myelodysplastischen Syndrom erkrankt. Das wissen nicht nur die Schüler seiner Klasse, sondern mittlerweile die ganze Gesamtschule Kamen. Der 31 Jahre alte Pädagoge hat vor wenigen Wochen seine Schüler selbst darüber informiert, dass er an der speziellen Form der Leukämie leidet und zur Behandlung eine lange Auszeit nehmen muss. Das persönliche Schicksal des jungen Familienvaters, Mitglied der schuleigenen Kanu-AG, hat Schüler und Lehrerkollegen aufgerüttelt.

Wenn heute Abend die Abiturienten der Gesamtschule auf der Studiobühne ihre Zeugnisse bekommen, dann werden am Rande der Feier die Spendendosen klappern. Nicht speziell zugunsten von Gernot S., der mit viel Glück zwei Stammzellspender für eine Therapie gefunden hat. Aber für andere MDS-Patienten wie zum Beispiel den fünfjährigen Aaron aus Hohen Neuendorf/Bergfelde bei Berlin, die dringend einen Spender brauchen.
Wer an MDS erkrankt, kann nur überleben, wenn es irgendwo auf der Welt einen Menschen mit nahezu den gleichen Gewebemerkmalen im Blut gibt, der zur Stammzellspende bereit ist. Die Suche ist schwer, weil die Wahrscheinlichkeit auf eine Übereinstimmung selbst im günstigsten Fall nur bei 1:20000 liegt und noch immer viel zu wenig Spender zur Verfügung stehen.
50 Euro kostet es, wenn ein potenzieller Stammzellspender sich eine Fünf-Milliliter Blutprobe abnehmen und in die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) aufnehmen lässt.
Ein kleiner Piks - das war es schon. 374 Menschen ließen sich im September 2010 anlässlich einer Typisierungsaktion in Kamen zur Registrierung bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) bewegen

Zeitungsbericht: © Hellweger Anzeiger 1.7.2011
Entlassfeiern 2011
Sekundarstufe II
Freitag, 1. Juli 2011
18.00 Uhr
Studiobühne der Gesamtschule
Verabschiedung der Abiturientinnen und Abiturienten
Abi total - das Megaevent 2011


Das Abi kassiert und nicht blamiert

Beratungslehrer Arnd Joeres, Oberstufenleiter Berno Tillmann und Schulleiter Klaus Hoffmann sind durchaus stolz auf ihren Abi-Jahrgang, den sie gestern Abend auf der Studiobühne verabschiedet haben: "So viele Abiturienten hatten wir seit 15 Jahren nicht mehr",
freut sich das Führungstrio der Gesamtschule Kamen.


66 Abiturienten, darunter lediglich ein Schüler, der es nicht geschafft hat, aber noch so jung ist, dass ihn ein zweiter Anlauf im kommenden Jahr vermutlich gelingen wird. "66 Abiturienten - das ist eine Zahl, die sich sehen lassen kann", kommentiert Berno Tillmann.
Die Abiturienten haben sich also nicht blamiert, sondern das Abi kassiert. "Blamieren oder kassieren", dieses Leitmotiv der TV-Total-Show Stefan Raabs stand auch Pate für die Abi-Feier am gestrigen Abend. Darunter Sinan Zeissner, mit einem Notendurchschnitt von 1,2 bester Jahrgangsschüler. Nicht nur das: "Er ist wohl auch der beliebteste", spielt Berno Tillmann auf die sozialen Qualitäten des Musterschülers an. Der ist teilweise sogar vom Unterricht befreit worden, damit er vorzeitig ein Semester Physik studieren konnte - jetzt hat er nicht nur das Abi in der Tasche,
sondern kann sich auch ein Studiensemester sparen.


Sinan Zeissner ist freilich nicht der einzige Schüler mit Musternoten. Insgesamt gab es sieben Mal die Eins vor dem Komma. Beachtlich, so Tillmann, sei auch, dass es weder eine Note fünf oder sechs im Mathematik-Zentralabitur gegeben hat. Lediglich eine Schülerin habe die Möglichkeit genutzt, die Arbeit, die bekanntlich wegen eines Aufgabenfehlers
wiederholt werden durfte, noch einmal zu schreiben. Resultat: Sie hat sich verbessert.


Interessant vor dem Hintergrund der Diskussionen um Schulform-Empfehlungen nach der Grundschule: Lediglich zwölf der 66 Abiturienten hatten nach der Grundschule eine Empfehlung für eine gymnasiale Schullaufbahn erhalten - der Rest hatte Empfehlungen für die Haupt- und Realschule. "Wir haben doch so manche Leistungsreserven mobilisieren können", sagt Oberstufenleiter Berno Tillmann, der darauf hinweist, dass sich "seine" Schülerschaft anders zusammengesetzt ist, als die der Gymnasien. "Es sind einige von Haupt- und Realschule zu uns gestoßen, auch der Anteil der Schüler, deren Eltern einen Migrationshintergrund haben, ist vergleichsweise groß."
Beim aktuellen Abi-Jahrgang beträgt dieser Anteil mit 24 Schülern mehr als ein Drittel.




Und so feierten die Schüler der Gesamtschule gestern durchaus mit Stolz ihre vollbrachten Leistungen frei unter dem Motto: Kassieren und nicht blamieren. Die TV-Show-Kultfigur Stefan Raab hätte seine Freude daran gehabt: Das "Abi total" hat gestern an der Gesamtschule für hohe Einschaltquoten gesorgt
© Hellweger Anzeiger 2.7.2011 Bilder GEK
Und hier noch weitere Bilder der diesjährigen Abiturfeier.
Sekundarstufe I
Freitag, 15. Juli 2011
18.00 Uhr
Konzertaula
Verabschiedung des 10. Jahrgangs
Lehrergrillen
Fast schon Tradition - am Freitag luden die Abiturienten ihre Lehrerinnen und Lehrer in den Innenhof zum "Lehrergrillen" ein.
Nach der Verkündung der Prüfungsergebnisse konnten die weitaus meisten Abiturientinnen und Abiturienten diese Veranstaltung ganz entspannt organisieren, hatten sie doch ihr "Abi" praktisch schon in der Tasche.
Nach Medienberichten ist es in der Lehrerschaft nicht zu schwereren Verbrennungen gekommen. Nur einige Würstchen hatten unter der Höllenglut, die die Grillmeister des Jahrgangs entfacht hatten, etwas gelitten.

Die Welle überrollt die Gesamtschule
Beeindruckendes Schülertheater

Aufführung des Literaturkurses der Gesamtschule: "Die Welle". Foto: Dietmar Wäsche
Beängstigend grandios spielte der 12er Literaturkurs der Gesamtschule den Schrecken von Ideologieherrschaft nach.
ück "Die Welle" hatten sich die Schüler den Versuch vorgenommen, das verfilmte Drama eines missglückten Schulexperimentes zur Aufarbeitung der NS-Geschichte auf der Studiobühne nachzuspielen. Schnell wurden aus Außenseitern eifernde Mitläufer, aus kritischen Köpfen erst Außenseiter dann Gegner. "Wer gegen die Welle ist, ist auch gegen mich!" schreit Lilly und Ex-Mobbingopfer Paul (im Bild vorn) eifert der Gestapo nach.
Schon zur Pause fühlten sich vor allem die Großeltern im Publikum beängstigend erinnert an den Terror des Nationalsozialismus. Sie fürchte sich davor, wie das weiter gehen müsse, was die Schüler da darstellten, gab eine Seniorin zu. Auch junge Zuschauer wurden in den Bann des Geschehens auf der Bühne gezogen mit einer starken Inszenierung und leidenschaftlichen Akteuren.
Am Ende gab es Riesenbeifall für tolle schauspielerische Leistungen, die am Mittwoch, 18. Mai, ab 19 Uhr wiederholt werden. Karten gibt es für sechs Euro (für Schüler für vier Euro) an der Abendkasse.
© 17.05.2011, Der Westen
Literaturkurs führt "Die Welle" auf
Geh mit uns - oder du gehst unter
Schüler der Gesamtschule Kamen proben das Stück: Die Welle
Kamen. Und wir dachten immer, Lehrer würden einen Großteil ihrer Zeit damit verbringen, Schüler zur Ruhe zu mahnen. "Ihr seid in dieser Szene als Klasse insgesamt zu still!", ruft Jeanette Kindas. Etwas lauter soll es werden, bitteschön. Kindas und ihr Kollege Wolfgang Walter sind in diesen Tagen aber eigentlich auch weniger Lehrer, eher Regisseure: Ihr Literaturkurs an der Gesamtschule probt "Die Welle". Kommende Woche wird's ernst.
Das Stück: keine leichte Kost. Es geht um ein Experiment, das ein Lehrer mit seiner Klasse macht. Er lässt sie eine Gemeinschaft leben, die Disziplin und Unterordnung verlangt.
Die Botschaft: Jeder ist wichtig - wenn er denn mitzieht. Es ist die Stunde derer, die vorher zu kurz gekommen sind. Um den Preis, dass Individualität verloren geht - und Widerspenstige Maßregelung fürchten müssen. Zufall, dass es die Verfilmung mit Jürgen Vogel erst vor ein paar Wochen im Fernsehen gab: Die Entscheidung der Kamener Jugendlichen, "Die Welle" auf die Bühne zu bringen, war da längst gefallen. Seitdem machen die an Unterricht gewöhnten jungen Leute die Erfahrung: Es ist gar nicht so einfach, Unterricht zu "spielen". Aber es klappt, jedes Mal ein bisschen besser.
Roman Bierhoff, der den experimentierfreudigen Lehrer spielt, ist ohnehin Halb- bis Dreiviertelprofi: Als Wiederholer des Jahrgangs war er schon 2010 dabei, als Captain Hook in "Peter Pan". Jane Csepi hat Grund, sich in ihrer Rolle ziemlich wohl zu fühlen: Sie ist Laura, die Unbeugsame, die Fragen stellt. Und dann ist da der Außenseiter Paul, gespielt von Nadine Werth - die sagt von sich, "eher ein schüchterner Typ" zu sein, und teilt nach Monaten der Vorbereitung eine Erfahrung, die auch ihre Mitstreiter gemacht haben: Das gemeinsame Gestalten, das An-einem-Strang-Ziehen, bringt Effekte, die über den (Theater-) Tag hinaus reichen. Die Rede ist von einem echten Zusammen-Spiel.
Jane erkennt bei sich selbst plötzlich "mehr Perfektionismus" als sonst für sie üblich. Die Generalprobe aber, die muss unperfekt und grandios schief gehen. Dann, so sagt's die Theaterregel, wird die Pemiere ein Erfolg. Aufführungen sind am 17. und 18. Mai, jeweils 19 Uhr, in der Studiobühne. Eintritt: 6 Euro für Erwachsene, 4 Euro für Schüler.
© Westfälische Rundschau 11.05.2011 von Andreas Milk
Fabian Burgemeister ausgezeichnet
Höchstleistungen in Sport und Wissenschaft
Fabian Burgemeister wird von der Willibald-Gebhardt-Stiftung ausgezeichnet
KAMEN Während die diesjährigen Abiturienten für ihre Prüfungen büffeln, erinnert sich Fabian Burgemeister an sein Reifezeugnis aus dem vergangenen Jahr. Die Willibald-Gebhardt-Stiftung hat ihn für seine sportlichen und schulischen Leistungen geehrt.
Diese Auszeichnung hat den 20-jährigen Studenten völlig überrascht. "Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt", sagt Fabian Burgemeister lachend.
Die Willibald-Gebhardt-Stiftung ehrt jährlich gemeinsam mit dem Schulministerium NRW Abiturienten mit einem Leistungskurs Sport und der besten Durchschnittsnote im Abitur aus jedem Regierungsbezirk. Damit sollen Schüler und Schü-lerinnen ausgezeichnet wer-den, die sowohl im wissenschaftlichen
als auch, im sportlichen Bereich hervorragende Leistungen erzielt haben.
Fabian Burgemeister hat im vergangenen Jahr das Abitur an der Kamener Gesamt-schule mit einem Traum-durchschnitt von 1,3 abgelegt. Als Sportabiturient ist er unter den zehn Besten im gesamten Regierungsbezirk Arnsberg. In seinen Abiturfächern Mathematik, Sport, So-zialwissenschaften und Deutsch legte er durchweg sehr gute Noten hin. Der Sportleistungskurs war neu eingeführt worden an der Gesamtschule und für den 20-
Jährigen war es direkt klar, dass Sport eines seiner Abi-turfächer sein würde.
Seit Kindesbeinen spielt er bereits Fußball beim SuS Kaiserau. Und auch ansonsten ist der 20-Jährige außerordentlich sportlich. Bereits in der Sekundarstufe I engagierte er sich als ausgebildeter Sporthelfer für den außerordentlichen Schulsport und führte diese Arbeit im Leistungskurs Sport fort. In der sportpraktischen Prüfung konnte er dementsprechend glänzen. In seiner Freizeit geht er klettern, surfen und laufen. "Obwohl laufen in Erlangen extrem anstrengend ist", so Burgemeister. Dorthin, ins fränkische Erlangen, hat es ihn zum Medizinstudium verschlagen. Nach dem Studium möchte er als Chir-urg arbeiten.
Doch in den Semesterferien trifft man Fabian Burgemeister noch in seiner Hei-matstadt an. Vorzugsweise auf dem Sportplatz. Denn Sport kommt in Erlangen häufig zu kurz. "Erstmal geht das Studium vor", so der Student.
Am 5. Mai kann er sich noch einmal an seine Schulzeit und seinen außergewöhnlich guten Schulabschluss erinnern. Dann werden bei der offiziellen Feier der Stiftung die Medaillen an die zehn besten Sportabiturienten verliehen.
Und während Fabian Burgemeister seine Medaille entgegennimmt, versucht der aktuelle Abiturjahrgang der Gesamtschule ebenfalls in den Prüfungen zu glänzen. Für die Vorbereitung bleiben nur noch wenige Tage.
Ab kommender Woche werden die ersten Klausuren geschrieben.
Stiftung
Die Willibald-Gebhardt-Stiftung gründete sich im Jahr 2005.
Ziel ist die Förderung des olympischen Gedankens in Schule und Vereinen.
Seit 2007 werden an die zehn besten Abiturienten mit Leistungskurs Sport Medaillen verliehen.
© Hellweger Anzeiger 27.04.2011
Sportskanone mit Köpfchen
Methler. Angemeldet ist er schon seit seiner Geburt bei der DLRG. Seit er klein ist, kickt er beim SuS Kaiserau. Dass er einmal der erste Kamener Sportabiturient sein wird,
der für seine Bestleistungen mit einer Medaille ausgezeichnet wird, hätte sich Fabian Burgemeister jedoch nicht erträumt. "Ich weiß auch nicht, wie es dazu kommen konnte",
sagt er schmunzelnd.
Als er vor einem Jahr das Abiturzeugnis an der Gesamtschule Kamen überreicht bekam, fand sich durchweg ein glattes "sehr gut" in allen sportlichen Bereichen des Leistungskurses.
In der Theorie wie in der Praxis.
Und nicht nur das: Ob Latein, Mathe oder Philosophie,
überall gehen die Punkte in den zweistelligen Bereich dicht an die Maximalzahl 15 heran. Eine stolze 1,3 ergab der Gesamtnotendurchschnitt. Damit gehört er zu den Besten im Regierungsbezirk.
Dabei gab es lange keinen Leistungskurs Sport an der Gesamtschule. "Wir waren wieder der erste Kurs", erzählt Fabian Burgemeister. Obwohl seine Noten überall mehr als gut waren, entschied er sich für die sportliche Abiturvariante. "Weil es etwas anderes ist und vielseitiger als nur Klausuren zu schreiben." Natürlich musste er auch in der Theorie viel Fachwissen über Bewegungsabläufe, Spieltheorie und Taktik oder Trainingsabläufe beweisen. Den zwei theoretischen Stunden standen jedoch drei praktische gegenüber. In der Abiturprüfung musste er sich gleich an mehreren Tagen in der Kunst des Volleyball-Spiels, in der Leichtathletik, beim Hochsprung, Werfen und Sprinten und außerdem über die
5000-Meter-Distanz beim Laufen prüfen lassen. Demnach also viel mehr Aufwand in der Abschlussprüfung als in der Mathe- oder Latein-Klausur, die nach ein paar Stunden vorbei war.
Sport hatte für Fabian Burgemeister schon immer einen besonderen Reiz. In der 5. Klasse trat er gleich in die Kletter-AG ein. Dabei bewältigte er nicht nur die Kletterwand in der Sporthalle oder in
benachbarten Kletterhallen, sondern einmal im Jahr am Gardasee auch echte Felsen. Doch aus der sportlichen Höchstleistung wurde kein beruflicher Weg. Seit zwei Semestern studiert er in Erlangen Medizin.
"Das ist mein anderer Traum - den wollte ich schon realisieren, seit ich denken kann", betont er.Der Wunsch, diesen Berufstraum wahr werden zu lassen, ist größer als die sportliche Leidenschaft.
Die stellt er dafür gern hinten an.
"Jetzt laufe ich noch ein wenig und gehe ins Fitness-Studio", erzählt Fabian. Wenn er jedoch in den Semesterferien und zwischendurch nach Methler zurückkommt, meister immer wieder die Fußball-Schuhe an und ist auf den Fußball-Plätzen des SuS Kaiserau Stammgast. Davon hält ihn auch der große Traum vom Chirurgen-Beruf nicht ab. Am 5. Mai bekommt er für sein hervorragendes Sport-Abitur eine besondere Auszeichnung: Die Medaille der Willibald-Gebhardt-Stiftung. Die bekommen nur die zehn besten Sportabiturienten im Regierungsbezirk Arnsberg.
© Westfälische Rundschau 5.4.2011
|