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Wie schon in den vergangenen Jahren wird das Zusatzangebot an der Gesamtschule von der Theaterpädagogin Kirsten Ullrich-Klostermann geleitet. Die Fröndenbergerin arbeitet unter anderem auch für das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier und bietet Workshops, Fortbildungen und freie Theaterprojekte im gesamten Ruhrgebiet an. Seitens der Gesamtschule ist neben Stropffh auch Peter Sander verantwortlich. Die beiden Pädagogen möchten den regulären Deutschunterricht ergänzen und bereichern. © Hellweger Anzeiger 10.11.2006 10er erreichen 3. Platz im Chemie-Wettbewerb bei Schering
Schuljahr 2005/2006Sportfest 7/8 zum Schuljahresende: Klassen lieferten sich harte Wettkämpfe Literturkurs: Theateraufführung Gesamtschule Kamen: Literaturkurs der Klasse 12 bringt "Das kalte Kind" auf die StudiobühneKraftprotzerei und WahnvorstellungenKamen. Sexuelle Kraftprotzerei und die Not von Typen, die heillos in den eigenen Wahnvorstellungen gefangen sind - das erlebt der Zuschauer in dem Stück "Das kalte Kind", das der Literaturkurs der 12. Klasse der Gesamtschule Kamen am 18. und 19. Juni auf die Bretter der Studiobühne bringt. Seit Weihnachten proben die jungen Mimen unter der Regie von Lehrer Wolfgang Walter und Lehrerin Jeanette Kindas an dem Theaterstück des 33-jährigen Schaubühnen-Autors Marius von Mayenberg. Das Stück kommt provokant, schwarzhumorig und mit teils absurder Komik daher. Es beschreibt das schicksalhafte Aufeinandertreffen einiger Paare im Cafe "Polygam". Da sind Silke und Werner, Inbegriff der "anständigen" Leute, weil ihre unzertrennliche Partnerschaft auf gegenseitigem Hass gegründet ist, und auf deren Töchter: Die depressive und realitäts-gestörte Leni und ihr Freund Johann, der sie hartnäckig mit seiner Ex-Freundin Melanie verwechselt. Und die eher unbedarfte Tine, die sich den Exhibitionisten Henning angelt, sowie - nicht zuletzt - Vati und Mutti. Dieser Bund der Acht spricht und lebt aneinander vorbei. Liebe, Sehnsucht und alle Pläne vom anderen Leben sind Illusionen, die stets in einer Sackgasse enden, in der Kinder ihre Eltern hassen, Eltern ihre Kinder drangsalieren und Liebe sich zu Mordlust wandelt."Das kalte Kind" wird am kommenden Sonntag und Montag jeweils um 19.30 Uhr in der Studiobühne der Gesamtschule Kamen aufgeführt. Der Eintritt für Schülerinnen und Schüler beträgt zwei Euro, für Erwachsene drei Euro. © Westfälische Rundschau 14.6.2006 Theater total: Workshop Workshops: Schauspieler des "Theater Total" vermitteln Schülern Wir-GefühlSymbiose aus Stärke und MutVon Nils Hotze Kamen. Die Sporthalle in der Gesamtschule: ein Urschrei, dann fliegen die Fäuste. Das Hallenparkett wird zur Bühne - und gleicht einem Schlachtfeld. Doch was wie ein ausufernder Streit unter Jugendlichen aussieht, ist harte Arbeit -ein Workshop. Diszipliniert und konzentriert gehen die knapp 150 Schülerinnen und Schüler ihrer Aufgabe nach. Welch ein Theater! Zu Gast sind Schauspieler des "Theater Total". Geübt wird das szenische Spiel. Die Intention? Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung sollen geschärft, ein (neues) Wir-Ge-fühl erarbeitet werden. Das avisierte Ziel: Teamfähigkeit. Im Zentrum steht die Begegnung. Schnell wird klar: Der Workshop ist ein Schnupperkurs - ohne Schmusekurs. Das Hineinversetzen in eine Rolle verlangt die Offenheit aller Teilnehmer. Gefragt ist eine Kombination aus individueller Stärke und sozialer Verantwortung, aus Individualität und Gemeinsamkeit als Kennzeichen der Gemeinschaft. Für Lehrerin Kornelia Strophff geht dieses Konzept auf. Sie sagt: "Theater wird bei uns groß geschrieben. Jede Jahrgangsstufe kommt mit Theater in Berührung. Und die Schüler schätzen das Angebot." Einige Ehemalige standen nach der Schulzeit schon mit dem "Theater Total" auf der Bühne. Eine Bestätigung. Gestern tummelten sich Schüler aus der Theater AG und aus Kursen der Klassen sieben und acht sowie die komplette Jahrgangsstufe 11 in der Sporthalle. Die Ältesten werden im kommenden Schuljahr den Literaturkurs bilden - Talente inclusive... Zurück auf die Bühne: Dort werden Sinneswahrnehmungen sensibilisiert - die eigenen und die des Gegenübers. Den Mitschüler treffe ich 100 Mal am Tag. Den Partner auf der Bühne jedoch muss ich in dessen Ganzheit erkennen, wahrnehmen - begegnen. Was hat er an? Wie fühlen sich seine Haare an? "Nicht nur angucken, auch ertasten", fordert eine Schauspielerin ihre Schüler auf. Kennen ist gut, Vertrauen ist besser! Der Vorhang fällt. Zweiter Akt - neue Szenerie: In Sporthalle 2 lernen die Mitglieder der Theater AG sprechen. Erkenntnis: schreien können alle - leise murmeln auch. Aber laut und verständlich sprechen, dazu noch vor den gespitzten Ohren der kritischen Zuhörer, fällt schwer. Das wissen auch die Siebtklässler des Kurses "Darstellen und Gestalten": "Das Sprechen, auch das Schreien auf der Bühne ist ein anderes als auf dem Schulhof." Geübt haben sie auf dem weitläufigen Sportplatz mit angrenzender Bahnlinie. Erschwerte Bedingungen - vereinfachte Praxis. Angewendet wird die Sprache indes zunächst in stummer Form. Auch Blicke können Bände sprechen. Es sind böse Blicke, die die dicke Luft zerschneiden, die zwischen den eingeengten "Opfern" in der Mitte und den musternden Mitschülern ringsrum aufgebaut wird. Eine erdrückende Stimmung! Abgelöst wird die durch die Improvisation zu "Peer Gynt" - ein Vorgeschmack auf die Abendvorstellung. Es ist die Geschichte eines Außenseiters, der nach langer Abwesenheit auf eine Party kommt. Er denkt: "Ich bin der coolste Typ der Welt." Und er handelt: er breitet die Arme aus, zieht die Aufmerksamkeit auf sich und bittet zum Tanz. Erstaunlich wie die Mitwirkenden ihre Rolle über-, nein, annehmen. Eine Symbiose aus Stärke und Mut wird spürbar, ja, sichtbar. Selbstvertrauen - gespeist aus Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung - ist nicht nur eine Facette der Bühne, es ist das Wesen des Theaters. © Westfälische Rundschau 30.5.2006 HINTERGRUND "Du wirst gebraucht"
Ch@t der Welten: Mit Satelliten dem Klimawandel auf der Spur Satellitenschaltung ins KlassenzimmerMit moderner Technik lernen Gesamtschüler Folgen des Klimawandels kennenKamen | Den Film „The Day after Tomorrow“ haben die Gesamtschüler aus Marlies Schwippes Sozialwissenschaft-Kurs im Unterricht gesehen. Seit gestern wissen die Elftklässler, wie die Folgen des Klimawandels in der Realität aussehen.Von Johannes Brüne Fotos: GEK Denn sie hatten Gelegenheit einen Liveblick aus den Weltall auf die Erde zu werfen. Möglich gemacht haben das Martin Fliegner vom Bochumer Umweltunternehmen Geoscopia und Elisabeth Helmke von der Bonner Weiterbildungsgesellschaft Inwent, die die Gesamtschule im Rahmen des Schulprojektes „Ch@t der Welten“ besuchten. Der Diplom-Geograph Fliegner hatte eine mobile Antenne mitgebracht, mit deren Hilfe er Bilder auf einen Bildschirm projiziertete, die der Satellit Meteo Sat 8 aus dem Weltall sendet. Fliegner ging es aber nicht darum, die Elftklässler mit moderner Raumfahrttechnik vertraut zu machen, sondern darum, sie für ein vom Menschen verursachten Problem zu sensibilisieren: Dem Klima-Wandel. Um dessen Auswirkungen zu veranschaulichen, kontrastierte Fliegner die Live-Aufnahmen des Satelliten mit aktuellen Fotos und Bildern aus dem Archiv. Auf diese Weise sahen die Jugendliche, wie stark der Schnee auf dem Kilimandscharo in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist, wie sehr die Gletscher in den Alpen schrumpfen und dass das arktische Meereis schmilzt: „Das ist das Neueste“, so Fliegner, der sich auf Forschungsergebnisse des von der UNO gegründeten Wissenschaftlergremium IPCC beruft: „Die Eisbären verhungern.“ Anders als der Katastrophenfilm „The Day after Tomorrow“, den Lehrerin Schwippe zusammen mit wesentlich wissenschaftlicheren Materialien bei der Vorbereitung im Unterricht verwendet hatte, geht es Fliegner nicht um reißerische Effekte. „Wir wollen die Jugendlichen für das Thema Klimawandel aufbrechen“, sagte der Geograph. Dabei machte er nicht den Eindruck eines verbiesterten Öko-Ideologen: „Am Besten geht das geht über‘s Lachen.“ Gleichwohl will Fliegner den jungen Leuten beibringen, was sie aus seiner Sicht gegen den Klimawandel tun können. Allerdings ohne pädagogischen Zeigefinger oder moralische Verzichtspredigten: „Wenn man Auto fährt, muss man das nicht unbedingt mit 190 Stundenkilometern tun“, nannte er Beispiele. „Am Computer kann man die Stand-By-Funktion ausschalten. Wenn das alle machen, ist schon eine ganze Menge gewonnen.“ Das frisch Gelernte sollen die Elftklässler nicht nur beherzigen, sondern auch weitertragen, wie Lehrerin Schwippe erklärte: „Sie sollen später in Klassen mit jüngeren Schülern gehen und diese für das Thema sensibilisieren.“ © Hellweger Anzeiger 2.3.2006 Ein weiterer Bericht im Zeitungsarchiv
Zeitungsbericht zum Projekt Oberstufenschüler der Gesamtschule erarbeiteten ein Projekt für die Unnaer LindenbraureiStimmung ins rechte Licht gesetztKamen/Unna. (sab) Stimmungen ans Licht bringen ohne sie grell zu beleuchten: Das wollen Schüler aus Kamen und Schwerte. Im Kellergewölbe der Unnaer Lindenbrauerei laden sie für Samstag, 18. Februar, um 18 Uhr zu einer Ausstellung und Performance ein, die "Lichte Momente" verspricht.
Die Kamener Gesamtschüler erarbeiteten am PC das Konzept für ihr Lichtkunstprojekt, das ab Samstag präsentiert wird.(Foto: Sabine Schneider) Am Anfang wird eine Kurzführung durch die Unnaer Lichtkunst stehen. Denn eine solche Führung war es auch, die die Oberstufenschüler der Gesamtschulen Kamen und Schwerte dazu animierte, sich in einem gemeinsamen Projekt experimentell mit Kunst und Licht auseinander zu setzen. So bildet eine Rauminstallation der kreativen Teenager einen Kontrast zu dem "Tunnel of Tears" (Tränentunnel) des amerikanischen Künstlers Keith Sonnier. Wie Licht Stimmungen verändern kann, zeigen die verschiedenen Objekte und Fotografien die sich außerdem mit der immer währenden Frage beschäftigen, wo Kunst überhaupt beginnt. Performance aus Licht und Klang: Wo beginnt Kunst? Die Performance der Oberstufenschüler der beiden Gesamtschulen entführt den Besucher schließlich in eine faszinierende Welt aus Klängen, Licht und Bewegung. Dabei liefert abgestimmt auf die Lichtkunst-Komposition der Schüler die Musik von Gitarrist Thomas Quast und Bassist Ralf Lohmann ein Wechselspiel mit den auf Körper projizierten Farben und Formen. © Westfälische Rundschau 14.Feb 2006 Gewaltprävention in unserer Schule Gewalt begegnet uns tagtäglich. Besonders deutlich wird sie uns über die Medien vermittelt. Da stecken wütende Islamisten Botschaften in Brand, führen Staaten Kriege, erschießen Bankräuber den Filialleiter, lassen Eltern ihre Kinder eingesperrt verhungern ...Alles Beispiele für Verhaltensweisen, die uns erschrecken und die wir ablehnen. Aber wie sieht es um uns herum selber aus? Wie gehen wir mit unseren Mitmenschen um - in der Familie, im Straßenverkehr? Und warum sollte es in der Schule eigentlich anders sein? Überall, wo sich Menschen begegnen, treffen wir auf die verschiedenen Formen der Gewalt. Die wilde Prügelei mit den Geschwistern zu Hause oder mit den Mitschülern in der Pause ist meistens nur die Spitze eines Eisbergs, der aus vielen kleinen Reibereien, Meinungsverschiedenheiten, schlechter Laune und Missverständnissen wächst: der Kampf um den besten Sitzplatz im Schulbus, der Anstoßer beim Hereinströmen in die Klasse, sich lustig machen über den Sprachfehler des Mitschülers.
Wir machen diese Formen der Gewalt bewusst, suchen nach Ursachen und entwickeln Vermeidungsstrategien
Gewaltprävention kann man jedoch nicht mit einer Einzelaktion betreiben; wir nutzen an unserer Schule ein Bündel unterschiedlicher Formen und Methoden:
Wenn die Polizei ins Klassenzimmer kommtOberkommissar Udo Harmsen betreibt Gewaltprävention in der GesamtschuleKamen | Die Gesamtschüler balgen unter Polizeiaufsicht. Oberkommissar Udo Harmsen schaut zu, wie die Mädchen und Jungen aus der Klasse 6f miteinander ringen.Von Johannes Brüne
Ein Großteil der Klasse sitzt auf dem Boden und hat sich untergehakt. Sechs ihrer Mitschüler versuchen, einzelne Klassenkameraden aus der Kette herauszuziehen. Die Balgerei ist Bestandteil eines Projektes zur Gewaltprävention, das der Bezirksdienstbeamte in der Gesamtschule anbietet. Harmsen geht es darum, den Kindern zu zeigen, dass es Regeln gibt, an die sich alle halten müssen. „Wenn irgendetwas weh tut, sagt ihr Stopp", meint er zu den Schülern auf dem Fußboden. Ein Junge hat die Aufgabe, an die Tafel zu schreiben, was verboten ist. „Nicht kneifen", „nicht beißen", ist dort zu lesen. „Kitzeln ist auch unfair", meint ein Sechsklässler. Offensichtlich haben sich die Schüler mit dem Thema Regeln schon früher befasst. An der Wand hängt ein Plakat mit Verhaltensweisen für den Unterricht. Unter Punkt 4 steht dort: „Ich lasse andere ausreden." In der Gesprächsrunde mit Harmsen beherzigen die Sechstklässler das nicht immer. Manchmal muss der Polizist die Stimme erheben, damit alle zuhören. Er hat dafür Verständnis: „Es ist der erste Schultag. Da sind manche noch in den Ferien." Harmsen hat Erfahrung im Umgang mit Kindern und Heranwachsenden. „Alle Kamener Schulen liegen in meinem Bezirk", sagt er. Und es kommt öfter vor, dass er dort zu Hilfe gerufen wird. Zum Beispiel, weil Sachen oder Geld wegkommen. In weniger dramatischen Fällen versucht Harmsen, das Problem mit Gesprächen zu lösen. Ihm ist es wichtig, den Kontakt zu den Schulen zu halten. „Ich spreche mit den Fachlehrern und kümmere mich auch um einzelne Schüler." Aber in schweren Fällen, bei Sachbeschädigungen oder wenn die Kinder größere Summe Geld gestohlen haben, muss er auch an seine Amtspflichten denken: „So etwas ahndet die Polizei sofort." Das Thema Diebstahl spricht Harmsen auch in der 6f an. Mit der Frage, wie sie reagieren würde, wenn jemand in die Klassenkasse gegriffen hätte, bringt er ein Mädchen in Loyalitätskonflikte. „Meine beste Freundin würde ich nicht verraten", sagt sie. Ein Mitschülerin denkt etwas weiter: „Ich würde ihr sagen, dass sie das Geld zurücklegen soll." Das scheint eine Lösung im Sinne von Harmsen zu sein. In Sachen Prävention ist der Kommissar Autodidakt. „Ich habe mir das selbst angelesen", berichtet er. Ab und zu muss er in der Gesprächsrunde mit den Gesamtschülern noch in seine Unterlagen schauen, um nicht den Faden zu verlieren.Aber er weiß mittlerweile genau, dass er den Kindern nicht mit zu viel Theorie kommen darf: „Sie sollen sich das selbst erarbeiten. Man darf ihnen das nicht alles vorkauen." Harmsen setzt deshalb vor allem auf praktische Übungen. Zum Beispiel bei einem Rollenspiel, bei dem einige Schüler den Part des Außenseiters spielen, mit dem niemand redet. Und auch für die Schädlichkeit von Graffiti hat der Polizist ein anschauliches Beispiel parat: „Stellt Euch vor, ihr kommt nach Hause und irgendjemand hat in eurem Zimmer eine total bekloppte Blümchentapete und ein Foto von Heino aufgehängt."
Lernziel: Soziales HandelnIn der Unterstufe der Gesamtschule steht nicht nur Mathe, Deutsch und Englisch auf dem Stundenplan. "Einmal in der Woche haben wir SOL", berichtet Walther Heuner, Klassenlehrer der 6f. Die Abkürzung steht für Soziales Lernen. "Da arbeiten wir alle Themen auf, die mit sozialem Verhalten und zusammenarbeiten zu tun haben", erläutert der Pädagoge. Zu den fünften Klassen kommt dafür ein Sozialpädagoge, bei den Sechstklässlern ist der Klassenlehrer für SOL zuständig. Heuner ist der Meinung, dass die Schule möglichst früh mit dem sozialen Lernen und der Präventionsarbeit beginnen muss: "Die Pubertät ist mittlerweile vorgezogen", sagt er. "In der siebten Klasse käme das zu spät." Außerdem lebe ein hoher Anteil der Schüler nicht mehr in intakten Familien, weiß der Lehrer: "Die Hälfte meiner Klasse hat getrennt lebende Eltern." Nun ist nicht jeder Scheidungswaise ein Problemkind. Aber Heuner und seine Kollegen bekommen es zu spüren, wenn es im familiären Umfeld Probleme gibt. "Wir hoffen, dass die Schule einen einen Ausgleich für das schafft, was zu Hause schief läuft." Heuner sieht seine Aufgabe deshalb nicht nur darin, den Kindern den Unterrichtsstoff zu vermitteln: "Als Klassenlehrer habe ich einen guten Kontakt zu Kindern." Inwiefern SOL und Aktionen wie die Gewaltprävention mit Polizist Udo Harmsen(siehe Artikel oben) auch Früchte tragen und positiven Einfluss auf die einzelnen Schüler ausüben, ist für den Lehrer aber konkret schwer zu ermessen: "Man weiß ja nicht, was passieren würde, wenn wir nicht machten." job
© Hellweger Anzeiger 10.1.2006
Gegen Knalltrauma und SchädelbrummenAktion „Brauchen wir Regeln?" mit 600 Schülern aus Kamen und BergkamenDie beiden Jungs sind gerade einmal zwölf Jahre alt. Der eine hat einen Kameraden so vor die Wand geschubst, dass der Schädel kracht. Der andere hat einen Böller gezündet - und einem Mädchen ein Knalltrauma zugefügt.Von Carsten Janecke
Gemeinsam gegen Regelbruch (v.l.): Gert Schulte, Michael Makiolla, Thomas Link und Bernhard Büscher. Foto: Milk Als Bezirksbeamter Bernhard Büscher vor einigen Jahren an die Gesamtschule gebeten wurde, weil er mit erhobenem Zeigefinger auf die unartigen Schüler einwirken sollte, war er bestürzt. Vier Stunden lang hat das Gespräch - im Übrigen ohne erhobenen Zeigefinger - dann gedauert. Er stellte fest: „Die Kinder wussten gar nicht, was sie getan haben." Büscher wusste zumindest, was er tun wollte. Zumindest hatte er sich jenes erdacht, das nunmehr zum dritten Mal in die Tat umgesetzt wird. Die Aktion „Brauchen wir Regeln?". In Zusammenarbeit mit dem Lions-Club BergKamen geht die Polizeiinspektion Nord auf Tuchfühlung mit den Schülern. Und bittet sie, in vielfältigen Projekten das Thema „Regelverstöße" aufzugreifen. Egal ob Filmdreh, Theaterspiel, Mal- oder Plakataktion. „Wir wollen nicht nur etwas gegen Jugendkriminalität tun, sondern dabei auch für Spaß und Kreativität sorgen", sagte Landrat Michael Makiolla gestern. Und Lions-Präsident Gert Schulte ergänzte: „Die Idee der Lions ist, Menschen aus Randgruppen zu helfen. Besonders Kindern und Jugendlichen, damit die eine Zukunft haben. Denn ihre Zukunft ist unser aller Zukunft." Ab sofort sollen sich die Schüler mit Regelbrüchen aller Art auseinander setzen. „Und selbst zur Erkenntnis kommen - ohne Regeln geht es nicht", formulierte Thomas Link, Leiter der Polizeiinspektion Nord. Er freute sich, dass 600 Jugendliche an der Aktion teilnehmen werden. „So viele erreichen wir mit keiner anderen Aktion." © Hellweger Anzeiger 2006
Sechstklässler der Gesamtschule setzten sich mit dem Thema Gewalt auseinanderRuppige Angriffe auf PolizeibefehlKamen, (ufa) "Brot weg, Flasche zur Seite und setz' Dich mal vernünftig hin!" Klare Ansagen gab es gestern in der Schule. Aber nicht von einem Lehrer, sondern vom Polizeibeamten Udo Harmsen. Eingeschüchtert aber waren die Kinder der Klasse 6 F der Gesamtschule von den Instruktionen des Beamten keineswegs. Auf dessen Frage, warum er da sei, antwortete ein Zwölfjähriger forsch: "Sie wollen uns festnehmen." Das war natürlich nicht die Absicht des Bezirksdienstbeamten. Er war vielmehr gekommen, um mit den Schülern das Thema Gewaltprävention anzupacken. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Zupacken mussten sechs Schüler, als sie versuchten, den Kreis der Mitschüler aufzubrechen, die auf dem Boden saßen und sich fest aneinander geklammert hatten. Leben ohne Regeln wäre heilloses Chaos Und während die Jungen und Mädchen aus dem Kreis ihrer Mitschüler gezerrt werden, werden Kommentare laut wie "Hey, nicht kitzeln" und nicht treten oder schlagen. Diese Forderungen schließlich stellten die Kinder als Umgangsregeln auf. Ohne Regeln nämlich, erklärte der Polizeibeamte, sei das Leben ein "heilloses Durcheinander". Das Projekt Gewaltprävention findet an der Gesamtschule in den nächsten drei Wochen für alle Sechstklässler statt. Man habe festgestellt, so Klassenlehrer Walther Heuner, dass Vorbeugung - egal, ob in Sachen Gewalt oder Drogen - gar nicht früh genug einsetzen könne. Wobei seine Klasse eine friedliche sei. "Die Schüler gehen nett miteinander um", lobt er. © Westfälische Rundschau 10.6.2005 Suchen - einkreisen - zuschlagen: Adlersystem ade!Zehn Finger schon für FünftklässlerDie Gesamtschule erweitert ihr Medienkonzept um einen bedeutenden Baustein: Schon die Eingangsklassen lernen, mit zehn Fingern und blind auf der Computertastatur zu schreiben - wie die Profis!
Die Arbeit am Computer macht nicht nur allen riesigen Spaß, sie schafft zudem wichtige und heutzutage unabdingbare Grundlagen: für jede Arbeit am Computer in der Schule und Freizeit, aber besonders auch für das spätere Berufsleben. Während die Lehrer der Gesamtschule hier natürlich den wichtigsten Effekt des Projekts sehen, freuen sich die Schülerinnen und Schüler, die hochkonzentriert bei der Sache sind, über etwas anderes noch viel mehr: Blindes Schreiben, und das auch noch mit allen zehn Fingern, das können ihre Eltern nur in Ausnahmefällen, und sogar ihren Lehrern sind die Kids damit ein Stück voraus! 17.11.2005: Theaterprojekt im 6.Schuljahr
16.11.2005: Internet-Schulprojekt Ch@t der Welten - Laura Baches Facharbeit wird prämiert
11. Jahrgang im Bodenprojekt
12. Jahrgang in der Projektwoche:
- Das Projekt Stoß - Wurf - SprungDie SchülerInnen mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt gingen in diesem traditionellen Projekt den physikalisch-mathematischen Geheimnissen der Flugbahnen von Kugeln, Speeren und Menschen auf den Grund.
- Das FremdsprachenprojektNeu in diesem Schuljahr war ein Angebot für die SchülerInnen mit fremdsprachlichem Schwerpunkt. Texte in Latein, Französisch, Spanisch und Englisch wurden bearbeitet und für die Studiobühne szenisch aufbereitet: "Dauerbrenner" SELZ:Schülerinnen und Schüler der Oberstufe haben in Pausen und Freistunden die Möglichkeit, im Selbstlernzentrum (SELZ) selbstständig und selbstverantwortlich zu lernen, d.h. mit Hilfe der Neuen Medien Unterrichtsinhalte zu erarbeiten, zu vertiefen oder Lücken zu schließen und ihre Kompetenzen im Umgang mit den Neuen Medien zu erweitern. Das SELZ ist mit 15, vernetzten und mit Internetanschluss ausgestatteten Computerarbeitsplätzen ausgerüstet.
Weitergehende Informationen:
Der Schulsanitätsdienst an der Gesamtschule Kamen
An der Gesamtschule Kamen wurde im Jahr 2002 der Schulsanitätsdienst in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz, OV Kamen eingerichtet. Er wird von zwei Lehrerinnen (Lydia Schmidt und Ina Stoltefuß) geleitet, die mehrere Ausbildungslehrgänge in Erster Hilfe und eine Fortbildung zur "Erste - Hilfe - Ausbilderin" absolviert haben. Die Schüler und Schülerinnen der Klassen 7 bis 11, die sich freiwillig bereit erklärt haben, diesen Dienst zu verrichten, wurden ebenfalls in einem mehrtägigen Lehrgang des DRK in Erster Hilfe unterrichtet. In der Schule befindet sich ein Schulsanitätsraum in direkter Nähe des Sekretariats, in dem jeweils zwei bis drei Schülerinnen in den Pausen ihren Dienst verrichten. Dieser Raum ist mit allen notwendigen Materialien ausgestattet, um Erste Hilfe leisten zu können. Bei leichteren Erkrankungen wird dort auch Tee gekocht oder eine Wärmflasche zubereitet. Während des Unterrichtes werden die diensthabenden Sanitäter über ihr Mobiltelefon von der Sekretärin gerufen. Kranke oder verletzte Schüler können in den Schulsanitätsraum kommen und werden medizinisch versorgt. Zu den Aufgaben eines Schulsanitäters gehören die Betreuung des Schulsanitätsraumes, der Bereitschaftsdienst in den Pausen, die Rufbereitschaft während der Dienstzeiten, Bereitschaftsdienst bei Sport - und Schulfesten, die Kontrolle und Bestellung des Verbandmaterials, die Versorgung von Kranken und Verletzten und die eventuell notwendige Übergabe in ärztliche Behandlung. Falls es notwendig ist, werden in Zusammenarbeit mit der Sekretärin die Eltern benachrichtigt oder ein Krankenwagen gerufen. Manchmal werden die Schulsanitäter auch an eine Unfallstelle im Schulgebäude gerufen.
2003 - Erdöl im Regenwald - Internetprojekt am Landesinstitut für Schule in Soest
03.01.2003 - Egal, ob Sie Erdkunde, Politik, Gesellschaftswissenschaften,
Biologie, Geschichte oder Englisch oder Spanisch unterrichten - dieses Projekt
könnte für Sie interessant sein: "Ch@t der Welten - Erdöl im Regenwald"
ermöglicht einen direkten Austausch mit lateinamerikanischen Partnern.
Erdöl im Regenwald
Etwa zwanzig ausgewählte Schulen in Nordrhein-Westfalen haben im nächsten Schulhalbjahr die Möglichkeit, direkt mit lateinamerikanischen PartnerInnen zusammen zu arbeiten. Dabei sind Organsiationen wie COICA (Indigine Dach-Organisation in Ecuador), OLADE (Organisation der lateinamerikanischen Energieministerien) und ARPEL (Vereinigung der Erdölkonzerne in Lateinamerika), mit denen über eine eigene Internet-Plattform zum Thema "Erdöl im Regenwald" kommuniziert und beispielsweise auch eine Expertenbefragungen online durchgeführt werden kann. Auf deutscher Seite stehen mit der InWent (ehemals Carl-Duisberg-Gesellschaft), dem Klima-Bündnis europäischer Städte und dem Landesinstitut für Schule fachkompetente Partner zur Verfügung, die den Schulen eine Fülle von Unterrichts- und Hintergrundmaterial zur Verfügung stellen. Darüber hinaus werden die Schulen durch die Betreuung der Internet-Plattform und in ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Fachübergreifend Das Projekt "Ch@t der Welten - Erdöl im Regenwald" kann nach eigenen Schwerpunkten etwa ab Klasse 9/10 z.B. in Politik / Gesellschaftslehre / Sozialwissenschaften (z.B. globale Zusammenhänge zwischen Lebensstilen), Biologie (z.B. Biodiversität und Störungen der Ökosysteme), Geschichte (z.B. historische Entwicklungen der Indigenen in Südamerika, Kolonialismus), Erdkunde (z.B. Erdölförderung und Landflucht), aber auch in Englisch und Spanisch (Kommunikation mit Südamerika) oder oder ... behandelt werden. Ch@t der Welten beginnt mit einem Auftakt-Workshop Mitte Januar für die ausgesuchten LehrerInnen im Landesinstitut für Schule und hat eine Laufzeit bis zu den Sommerferien. Es sind bis zum 10. Januar noch einige wenige freie Plätze zu vergeben, Bewerbungen bitte per E-Mail anfordern. (Quelle: learn:line) WDR-Schulfernsehen
Westfälische Rundschau
Westfälische Rundschau
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Ruhr-Nachrichten
So sahen die Pressenotizen und Zeitungsartikel aus, die über das ungewöhnliche und innovative Schulprojekt berichteten, an dem sich die Gesamtschule Kamen ab Herbst 2002 mit einem Erdkundekurs 11 und einem Biologie-Lk12 beteiligte.
Im Rahmen dieses Projekts, an dem viele außerschulische Partner beteiligt waren,
Ein Höhepunkt des Langzeitprojekts war die in der Studiobühne der Gesamtschule vom
Im zweiten Halbjahr entstand dann in Arbeitsgruppen die eigentliche Raumanalyse, die auf der Abschlussveranstaltung in Dortmund präsentiert und prämiert wurde. Die Raumanalyse ist dort unter dem Link Werkstattbereich. zu finden. Zur Umsetzung des Titels "Ch@t der Welten" in die Praxis brauchten die Schülerinnen und Schüler zum Schuljahresende dann einigen Mut: ein Live-Chat in englischer Sprache mit Miguel Moyano in Uruguay von der ARPEL ![]() sollte einerseits die Möglichkeiten moderner Kommunikationstechnologie testen, andererseits aber auch authentische und persönliche Stellungnahmen von einem direkt Beteiligten vor Ort einfangen. Das aufgezeichnete Gesprächsprotokoll kann hier eingesehen werden. Ch@t der Welten - Erdöl im RegenwaldEinladung zur Podiumsdiskussion mit Experten am 02.06.2003 um 10:00 Uhr Gesamtschule Kamen, Gutenbergstr. 2, 59174 Kamen
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