Gesamtschule Kamen
   

  Home     Aktuelles     Termine     Kontakt     Sitemap     Schulpost extern  

Unsere Schule
Unsere Angebote
Leitsätze
Schulprogramm
Wege zum Ziel
Schwerpunkte
Gymnasiale Oberstufe
Stufe 5 - 7
Stufe 8 - 10
Beratungskonzept
Ganztagsbereich
Projekte
Schulfahrten
Unsere Gemeinschaft
Unser Schuljahr
Unsere Partnerschulen
Service
Impressum
 
Grundsätze der Projektarbeit und beispeilhafte Projekte aus den Schuljahren


Lernen in Projekten an der Gesamtschule Kamen

Die im Leitbild der Gesamtschule Kamen formulierten Ansätze werden auch oder gerade im Projektunterricht unserer Schule umgesetzt. Dafür liefern wir in jedem Jahr lebendige Beispiele, die im Einzelnen alle recht unterschiedlich sind, insgesamt jedoch gemeinsame Merkmale tragen. Projektorientierter Unterricht vereint die Leitideen der Zielfindung, der Beschreitung gemeinsamer Wege, der Stärkung von Selbstbewusstsein junger Menschen, der Auseinandersetzung mit Gegenwart und Zukunft und der Vermittlung von (fachlicher und menschlicher) Orientierung und implementiert sie in eine besonders kompakte Unterrichtsform.

Beziehungsgefüge in Projekten
Projektschema

Projekte sind anwendungs- und produktorientiert. Dadurch fördern sie a priori die Lernfreude unserer Schülerinnen und Schüler. Anwendungsbezogen bedeutet hier, dass der Weg als Ziel im Vordergrund der Arbeit steht. Dieser mehr prozessorientierte Ansatz bietet die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Einbindung von Methoden und Interaktionen, der Ziel- und Themenformulierung und Vorgehensweisen. Die vielfältigen Interdependenzen sind in obigem Schema zusammen gefasst.

Projekte sind an der Gesamtschule Kamen fester Bestandteil der schulischen Arbeit von der Jahrgangsstufe 5 bis 13. Dabei gibt es singuläre Projekte, die sich aus einer zeitlichen oder sachlichen Aktualität ergeben und solche, die fester Bestandteil des Unterrichts sind. Sie sind dort curricular verankert und abgesichert. Beispiele sind weiter unten dargestellt.


Schuljahr 2009/2010

Geschichtsunterricht mit dem Rad und allen Sinnen erfahren

Dass die Gesamtschüler aus der Jahrgangsstufe 11 gestern morgen zu einer Radtour durch Kamen aufgebrochen sind, hing weniger mit dem sommerlichen Wetter zusammen. Vielmehr erhielten die Jugendlichen auf diese Weise angewandten Geschichtsunterricht.

Den Anlass für diesen Ausflug in die Historie bot der 70. Jahrestags des deutschen Überfalls auf Polen und der Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September. Vier Stationen hatten die Gesamtschul-Historiker für die radelnden Schüler ausgesucht, alle Orte erzählen etwas über die Kamener Geschichte zu Zeiten des Nationalsozialismus. Auf dem Marktplatz erwartete der frühere Gesamtschullehrer Klaus Goehrke, Autor zahlreicher lokalgeschichtlicher Bücher, die Schüler, um ihnen anhand der "Stolpersteine" das Schicksal deportierter und ermorderter jüdischer Kamener nahezubringen. Am jüdischen Friedhof berichtete Geschichtslehrer Arnd Joeres über den Holocaust. Auf dem Friedhof in Heeren hielt die ehemalige Lehrerin Ingrid Kollmeier einen Vortrag an den Gräbern der Weltkriegsgefallenen. Und am Schloss Heeren wartete Ortsheimatpfleger Karl-Heinz Stoltefuß, um die jungen Leute mit der Täter-Geschichte des Nationalsozialismus vertraut zu machen: Dort liegt der 1977 verstorbene Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk begraben, der Hitler während dessen gesamter Herrschaft als Finanzminister diente. Er wurde 1949 als Kriegsverbrecher verurteilt, allerdings nach zwei Jahren begnadigt.

"Das ist eine moderne Form des Lernens", beschrieb Gesamtschullehrer Ulrich Lohmann, der eine der Gruppen begleitete, den Sinn der Exkursion auf zwei Rädern. Denn das Geschichtswissen und -interesse der Elftklässler sei doch sehr unterschiedlich: "Ich denke, dass die meisten Teilnehmer interessiert an den Themen waren, weil es dabei einen lokalen Bezug gab", schilderte der Pädagoge seine Eindrücke von der Radtour. "Das ist doch etwas Anderes, als wenn man allgemein philosophiert." Wobei die Schüler in eine grundsätzliche Einführung in die Geschichte des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs dann doch nicht herumkamen. Damit sie die lokalen Bezüge, die sie auf ihrem Weg durch Kamen kennenlernten, auch richtig einordnen konnten, begann der Schultag mit einer Einführung von Geschichtslehrer Michael Engelkenmeier.

Dann machten sich die Schüler auf ihren Kamener Geschichtsparcours. Und dabei lernten sie auch noch Aspekte der deutschen Geschichte, die über den Nationalsozialismus hinausreichen. Als Goehrke eine der Gruppen auf dem Markt fragte, ob sie wüssten, was sich 2009 zum 60. Mal jährte, erntete er Schweigen. Goehrke ließ die jungen Leute nicht unbelehrt weiterradeln: "Da ist die Bundesrepublik Deutschland, der Staat in dem wir alle leben, gegründet worden."

© Hellweger Anzeiger

Schuljahr 2008/2009

Multivision

Am Montag, 12.01.2009 in der 3./4. Stunde, findet für den 8. Jahrgang eine Multivisionschau zu einem Thema statt, welches uns alle angeht: Klima und Energie.

Mit beeindruckenden Bildern werden Zusammenhänge zwischen dem Energieverbauch durch den Menschen und dem Klimawandel mit seinen Auswirkungen auf das globale Ökosystem unseres blauen Planeten dargestellt.

Nähere Informationen und Materialien sind unter diesem Link zu finden:

Multivision

Schuljahr 2007/2008

Theaterprojekt

Theaterspielen funktioniert nur im Team: Deshalb werden die rund 170 Gesamtschüler während des Theaterprojektes nicht nur in ihrem Sprachbewusstsein geschult, sondern auch in so genannten Schlüsselqualifikationen.

Schlüsselqualifikationen quasi nebenbei erspielt

Theaterprojekt an der Gesamtschule fördert Sprachbewusstsein und Teamarbeit

KAMEN . Die deutsche Sprache dient an der Gesamtschule nicht nur als Kommunikations- oder Lehrmittel: Ein Theaterworkshop zeigt den Schülern des sechsten Jahrgangs, dass sie mit der Sprache auch hervorragend spielen können. Bereits zum wiederholten Mal findet derzeit im sechsten Jahrgang der Gesamtschule ein Theaterprojekt im Rahmen der Schulkultur statt. Während der Projekttage tauschen alle 170 Schüler und Schülerinnen das Klassenzimmer mit der Studiobühne.

Bereits zum wiederholten Mal findet derzeit im sechsten Jahrgang der Gesamtschule ein Theaterprojekt im Rahmen der Schulkultur statt. Während der Projekttage tauschen alle 170 Schüler und Schülerinnen das Klassenzimmer mit der Studiobühne.

Die angehenden Schauspieler lernen ihre Texte jedoch nicht nur trocken auswendig: Sie entdecken eigene Fähigkeiten, stellen mit Bewegungen und Mimik verschiedene Stimmungen vor und drücken so ihre Gefühle aus. Mit diesen Fähigkeiten in der Hinterhand finden sie Spielideen und setzen diese innerhalb kürzester Zeit in Szene.

Während die Sechstklässler auf der Bühne stehen und spielen, setzt auch noch ein kleiner Nebeneffekt ein, sagt Kornelia Strophff: "Theater funktioniert nur im Team, deshalb trainieren sie quasi nebenbei soziale Kompetenzen und sogenannte Schlüsselqualifikationen."

Wie schon in den vergangenen Jahren wird dieses Zusatzangebot von der freien Dramaturgin und Theaterpä-dagogin Kirsten Ullrich-Klostermann aus Fröndenberg angeleitet, die unter anderem auch für das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier als Theaterpädagogin tätig ist. Außerdem führt sie Workshops, Fortbildungen und freie Theaterprojekte, etwa im Theater Narrenschiff Unna, im gesamten Ruhrgebiet durch

Für die Schule organisierte die didaktische Leiterin Kornelia Strophff das Theaterprojekt. Strophff ist vollkommen zufrieden mit der langjährigen Projektarbeit: "Das Theaterspiel ist eine Ergän zung und Bereicherung des regulären Deutschunterrichts, auf die ich gerne zurückgreife."

Hellweger Anzeiger 8.11.2007, Foto: Grzelak

Foto: Roman Grzelak

Schuljahr 2006/2007

Fantasie und Kreativität bereichern Deutschunterricht

Das Theaterprojekt an der Gesamtschule trainiert auch soziale Kompetenzen

. In der Gesamtschule stehen derzeit 170 Schüler als Schauspieler auf der Bühne. Die Sechstklässler nehmen am Projekt "Lernen durch Kultur" im Rahmen der Schulkultur teil

In diesem fünfstündigen Workshop stehen für jede der sechs Klassen theaterpraktische Spiele und Übungen auf dem Programm. Sie sollen vor allem Fantasie, Wahrnehmung, Reaktionsund Koordinationsvermögen sowie darstellerische Ausdrucksfähigkeit schulen

Dabei lernen die Kinder nicht bloß trockenen Text auswendig. Sie entdecken ihre eigenen Fähigkeiten, lernen Stimmungen auszudrücken, Gefühle zu zeigen und kleine Spielideen in Szene zu setzen. "Da Theater nur im Team funktioniert", erklärt Kornelia Stropffh, die didaktische Leiterin, "ist das Trainieren sozialer Kompetenzen ein gewünschter Nebeneffekt dieses Projekts."

Beim Theaterprojekt an der Gesamtschule trainieren die Schüler unter anderem ihr Reaktions und Koordinationsvermögen. "Eine Ergänzung und Bereicherung des regulären Deutschunter richts", sagt die didaktische Leiterin Kornelia Stropffh.   Foto: Grzelak

Wie schon in den vergangenen Jahren wird das Zusatzangebot an der Gesamtschule von der Theaterpädagogin Kirsten Ullrich-Klostermann geleitet. Die Fröndenbergerin arbeitet unter anderem auch für das Gelsenkirchener Musiktheater im Revier und bietet Workshops, Fortbildungen und freie Theaterprojekte im gesamten Ruhrgebiet an.

Seitens der Gesamtschule ist neben Stropffh auch Peter Sander verantwortlich. Die beiden Pädagogen möchten den regulären Deutschunterricht ergänzen und bereichern.

© Hellweger Anzeiger 10.11.2006

10er erreichen 3. Platz im Chemie-Wettbewerb bei Schering

   

Schuljahr 2005/2006


Sportfest 7/8 zum Schuljahresende: Klassen lieferten sich harte Wettkämpfe

Literturkurs: Theateraufführung

Gesamtschule Kamen: Literaturkurs der Klasse 12 bringt "Das kalte Kind" auf die Studiobühne

Kraftprotzerei und Wahnvorstellungen

Kamen. Sexuelle Kraftprotzerei und die Not von Typen, die heillos in den eigenen Wahnvorstellungen gefangen sind - das erlebt der Zuschauer in dem Stück "Das kalte Kind", das der Literaturkurs der 12. Klasse der Gesamtschule Kamen am 18. und 19. Juni auf die Bretter der Studiobühne bringt.

Seit Weihnachten proben die jungen Mimen unter der Regie von Lehrer Wolfgang Walter und Lehrerin Jeanette Kindas an dem Theaterstück des 33-jährigen Schaubühnen-Autors Marius von Mayenberg.

Das Stück kommt provokant, schwarzhumorig und mit teils absurder Komik daher. Es beschreibt das schicksalhafte Aufeinandertreffen einiger Paare im Cafe "Polygam". Da sind Silke und Werner, Inbegriff der "anständigen" Leute, weil ihre unzertrennliche Partnerschaft auf gegenseitigem Hass gegründet ist, und auf deren Töchter: Die depressive und realitäts-gestörte Leni und ihr Freund Johann, der sie hartnäckig mit seiner Ex-Freundin Melanie verwechselt. Und die eher unbedarfte Tine, die sich den Exhibitionisten Henning angelt, sowie - nicht zuletzt - Vati und Mutti. Dieser Bund der Acht spricht und lebt aneinander vorbei. Liebe, Sehnsucht und alle Pläne vom anderen Leben sind Illusionen, die stets in einer Sackgasse enden, in der Kinder ihre Eltern hassen, Eltern ihre Kinder drangsalieren und Liebe sich zu Mordlust wandelt.

"Das kalte Kind" wird am kommenden Sonntag und Montag jeweils um 19.30 Uhr in der Studiobühne der Gesamtschule Kamen aufgeführt. Der Eintritt für Schülerinnen und Schüler beträgt zwei Euro, für Erwachsene drei Euro.

© Westfälische Rundschau 14.6.2006

Theater total: Workshop

Workshops: Schauspieler des "Theater Total" vermitteln Schülern Wir-Gefühl

Symbiose aus Stärke und Mut

Von Nils Hotze

Kamen. Die Sporthalle in der Gesamtschule: ein Urschrei, dann fliegen die Fäuste. Das Hallenparkett wird zur Bühne - und gleicht einem Schlachtfeld. Doch was wie ein ausufernder Streit unter Jugendlichen aussieht, ist harte Arbeit -ein Workshop. Diszipliniert und konzentriert gehen die knapp 150 Schülerinnen und Schüler ihrer Aufgabe nach. Welch ein Theater!

Zu Gast sind Schauspieler des "Theater Total". Geübt wird das szenische Spiel. Die Intention? Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung sollen geschärft, ein (neues) Wir-Ge-fühl erarbeitet werden. Das avisierte Ziel: Teamfähigkeit. Im Zentrum steht die Begegnung. Schnell wird klar: Der Workshop ist ein Schnupperkurs - ohne Schmusekurs. Das Hineinversetzen in eine Rolle verlangt die Offenheit aller Teilnehmer. Gefragt ist eine Kombination aus individueller Stärke und sozialer Verantwortung, aus Individualität und Gemeinsamkeit als Kennzeichen der Gemeinschaft. Für Lehrerin Kornelia Strophff geht dieses Konzept auf. Sie sagt: "Theater wird bei uns groß geschrieben. Jede Jahrgangsstufe kommt mit Theater in Berührung. Und die Schüler schätzen das Angebot." Einige Ehemalige standen nach der Schulzeit schon mit dem "Theater Total" auf der Bühne. Eine Bestätigung. Gestern tummelten sich Schüler aus der Theater AG und aus Kursen der Klassen sieben und acht sowie die komplette Jahrgangsstufe 11 in der Sporthalle. Die Ältesten werden im kommenden Schuljahr den Literaturkurs bilden - Talente inclusive...

Zurück auf die Bühne: Dort werden Sinneswahrnehmungen sensibilisiert - die eigenen und die des Gegenübers. Den Mitschüler treffe ich 100 Mal am Tag. Den Partner auf der Bühne jedoch muss ich in dessen Ganzheit erkennen, wahrnehmen - begegnen. Was hat er an? Wie fühlen sich seine Haare an? "Nicht nur angucken, auch ertasten", fordert eine Schauspielerin ihre Schüler auf. Kennen ist gut, Vertrauen ist besser! Der Vorhang fällt.

Zweiter Akt - neue Szenerie: In Sporthalle 2 lernen die Mitglieder der Theater AG sprechen. Erkenntnis: schreien können alle - leise murmeln auch. Aber laut und verständlich sprechen, dazu noch vor den gespitzten Ohren der kritischen Zuhörer, fällt schwer. Das wissen auch die Siebtklässler des Kurses "Darstellen und Gestalten": "Das Sprechen, auch das Schreien auf der Bühne ist ein anderes als auf dem Schulhof." Geübt haben sie auf dem weitläufigen Sportplatz mit angrenzender Bahnlinie. Erschwerte Bedingungen - vereinfachte Praxis.

Angewendet wird die Sprache indes zunächst in stummer Form. Auch Blicke können Bände sprechen. Es sind böse Blicke, die die dicke Luft zerschneiden, die zwischen den eingeengten "Opfern" in der Mitte und den musternden Mitschülern ringsrum aufgebaut wird. Eine erdrückende Stimmung! Abgelöst wird die durch die Improvisation zu "Peer Gynt" - ein Vorgeschmack auf die Abendvorstellung. Es ist die Geschichte eines Außenseiters, der nach langer Abwesenheit auf eine Party kommt. Er denkt: "Ich bin der coolste Typ der Welt." Und er handelt: er breitet die Arme aus, zieht die Aufmerksamkeit auf sich und bittet zum Tanz. Erstaunlich wie die Mitwirkenden ihre Rolle über-, nein, annehmen. Eine Symbiose aus Stärke und Mut wird spürbar, ja, sichtbar.

Selbstvertrauen - gespeist aus Selbstwahrnehmung und Selbstdarstellung - ist nicht nur eine Facette der Bühne, es ist das Wesen des Theaters.

© Westfälische Rundschau 30.5.2006

HINTERGRUND

"Du wirst gebraucht"

  • Das „Theater Total" setzt dort an, wo sich Jugendliche überflüssig fühlen. Sein Motto: „Du wirst von dieser Gesellschaft gebraucht!" Deshalb bietet es jungen Menschen -mit Abitur und ohne Ab-schluss - ein neunmonatiges Projekt an. In diesem müssen sie in einem Team interdisziplinäre Aufgaben bewältigen.
  • Jedes Jahr melden sich Teilnehmerzwischen 16 und 26 Jahren. Zur Zeit befinden sich 34 junge Schauspieler mit dem Stück „Peer Gynt" von Henrik Ibsen auf Deutschlandtournee.
  • Vermittelt werden Grundlagen für sinnvolle Denk- und Handlungs- weisen: positive Grundeinstellung, Begeisterungsfähigkeit, Zielorientierung, Konzentrationsfähigkeit, Flexibilität, Ausdauer, Kraft und Mut.
  • Die Teilnehmer erwerben theoretische und praktische Arbeitserfahrungen in verschiedenen Berufen. Sie sollen bewusst und individuell ihre Persönlichkeit entwickeln, Teamfähigkeit erwerben.
  • Nach dem Projekt soll jeder Teilnehmer - mit und ohne Schulabschluss -Ausbildungs- bzw. Studienplatz oder Studienrichtung gefunden haben. Mit dem Konzept ist das „Theater Total" einzigartig. Weitere Infos: www.theatertotal.de (nil)

Ch@t der Welten: Mit Satelliten dem Klimawandel auf der Spur

Satellitenschaltung ins Klassenzimmer

Mit moderner Technik lernen Gesamtschüler Folgen des Klimawandels kennen

Kamen | Den Film „The Day after Tomorrow“ haben die Gesamtschüler aus Marlies Schwippes Sozialwissenschaft-Kurs im Unterricht gesehen. Seit gestern wissen die Elftklässler, wie die Folgen des Klimawandels in der Realität aussehen.

Von Johannes Brüne

Fotos: GEK

Denn sie hatten Gelegenheit einen Liveblick aus den Weltall auf die Erde zu werfen. Möglich gemacht haben das Martin Fliegner vom Bochumer Umweltunternehmen Geoscopia und Elisabeth Helmke von der Bonner Weiterbildungsgesellschaft Inwent, die die Gesamtschule im Rahmen des Schulprojektes „Ch@t der Welten“ besuchten.

Der Diplom-Geograph Fliegner hatte eine mobile Antenne mitgebracht, mit deren Hilfe er Bilder auf einen Bildschirm projiziertete, die der Satellit Meteo Sat 8 aus dem Weltall sendet. Fliegner ging es aber nicht darum, die Elftklässler mit moderner Raumfahrttechnik vertraut zu machen, sondern darum, sie für ein vom Menschen verursachten Problem zu sensibilisieren: Dem Klima-Wandel.

Um dessen Auswirkungen zu veranschaulichen, kontrastierte Fliegner die Live-Aufnahmen des Satelliten mit aktuellen Fotos und Bildern aus dem Archiv. Auf diese Weise sahen die Jugendliche, wie stark der Schnee auf dem Kilimandscharo in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist, wie sehr die Gletscher in den Alpen schrumpfen und dass das arktische Meereis schmilzt: „Das ist das Neueste“, so Fliegner, der sich auf Forschungsergebnisse des von der UNO gegründeten Wissenschaftlergremium IPCC beruft: „Die Eisbären verhungern.“

Anders als der Katastrophenfilm „The Day after Tomorrow“, den Lehrerin Schwippe zusammen mit wesentlich wissenschaftlicheren Materialien bei der Vorbereitung im Unterricht verwendet hatte, geht es Fliegner nicht um reißerische Effekte. „Wir wollen die Jugendlichen für das Thema Klimawandel aufbrechen“, sagte der Geograph. Dabei machte er nicht den Eindruck eines verbiesterten Öko-Ideologen: „Am Besten geht das geht über‘s Lachen.“

Gleichwohl will Fliegner den jungen Leuten beibringen, was sie aus seiner Sicht gegen den Klimawandel tun können. Allerdings ohne pädagogischen Zeigefinger oder moralische Verzichtspredigten: „Wenn man Auto fährt, muss man das nicht unbedingt mit 190 Stundenkilometern tun“, nannte er Beispiele. „Am Computer kann man die Stand-By-Funktion ausschalten. Wenn das alle machen, ist schon eine ganze Menge gewonnen.“

Das frisch Gelernte sollen die Elftklässler nicht nur beherzigen, sondern auch weitertragen, wie Lehrerin Schwippe erklärte: „Sie sollen später in Klassen mit jüngeren Schülern gehen und diese für das Thema sensibilisieren.“

© Hellweger Anzeiger  2.3.2006

Ein weiterer Bericht im Zeitungsarchiv

Lichtgestalten

Akteure:

  • Gesamtschule Kamen, KU LK 13, A. Meister
  • Gesamtschule Schwerte, KU GK 12, S. Schneider
  • Jazz-Musiker: Quast, Lohmann
  • Zentrum für internationale Lichtkunst e. V.;
  • Lernende Region Unna e.V.;
  • Sponsor der lokalen Wirtschaft: Fa. Zurbrüggen

Zielsetzung:

Vernetztes Arbeiten zweier Schülergruppen über Schul- und Ortsgrenzen hinweg. Schülerinnen und Schüler sollen sich auf diese Art und Weise in idealer Weise mit den Möglichkeiten projektartigen Lernens für Schlüsselqualifikationen qualifizieren. Es gilt bei der Verwirklichung einer Ausstellung außerhalb des Schutzraumes Schule zielgerichtet und ergebnisorientiert Teamfähigkeit und Kreativität unter Beweis zu stellen.

Tradition:

Die begleitenden Kunstpädagogen fühlten sich bereits in der Vergangenheit getrennt voneinander o.g. Zielen verpflichtet - Zuletzt: Sven Schneider 2003 in der Performance `geschlagene Weisheit` - Schülerinnen und Schüler eines Ku LK + freie Musiker + Zentrum für internationale Lichtkunst mit finanzieller Unterstützung u.a. der Sparkasse Andreas Meister 2004 in der Ausstellung `Schicht im Schacht`- Schülerinnen und Schüler eines Ku Lk + Bürgerstiftung Bönen + Förderverein Schacht Königsborn 3/4 + Volksbank Bönen

Das Projekt:

Schülerinnen und Schüler der Gesamtschulen Kamen und Schwerte planen gemeinsam eine Ausstellung im Zentrum für internationale Lichtkunst in Unna. Als Termin für die Umsetzung sind die ersten zwei Wochen des Februars ins Auge gefasst. Die Ausstellung wird inhaltlichen Bezug zum Ausstellungsort nehmen und die Auseinandersetzung mit dem an sich flüchtigen Medium Licht in verschiedenen künstlerischen Techniken (Light-Painting, Fotografie, Installation und Performance) suchen. Der besondere Reiz, aber auch die besondere Schwierigkeit, liegt in der Zusammenarbeit zweier räumlich voneinander getrennten Schulen. Schülerinnen und Schüler zweier Kurse, die sich anfangs nicht kennen, die aber das Ziel eint eine Ausstellung machen zu wollen, müssen ihre Arbeit auch über Distanzen hinweg koordinieren. Teilweise kann man dazu die Möglichkeiten der Informationstechnologie, wie z.B. ein gemeinsames Internetforum nutzen, aber es müssen auch Treffen und gemeinsame Arbeitsphasen stattfinden. Der Veranstaltungsort `Lichtkunst` ist dabei mit Bedacht gewählt: Fühlungsvorteile: Zum einen aufgrund des bereits entwickelten `privaten Netzwerkes` nach der erfolgreichen Durchführung o.g. Projektes im Jahre 2003. Geografie und Regionale Gliederung: Unna als Veranstaltungsort ist nicht nur etwa die geografische Mitte zwischen Schwerte und Kamen, sondern gleichsam - theoretisch - gesellschaftliches wie politisches Zentrum des Kreises Unna, zu dem beide o.g. Orte gehören. Von den Schülerinnen und Schülern wird dies jedoch nicht wahrgenommen, da sie sich in ihrer Freizeit jeweils eher in Richtung Dortmund orientieren. Hier soll die Zusammenarbeit in dem gemeinsamen Projekt den Blick für regionale Strukturen über Zentralitätsaspekte hinweg schärfen.

Die Inhalte:

Ausgestellt werden großformatige Fotografien, die `Lightpaintings` festgehalten haben: Flüchtige Bilder, mit Lichtquellen gezeichnet, mit der Technik der Fotografie festgehalten. Darüberhinaus wird eine Rauminstallation zu sehen sein, die in Dialog mit dem vis-a-vis befindlichen Kunstwerk `tunnel of tears` des amerikanischen Lichtkünstlers Keith Sonnier tritt. Abermals steht der Dialog im Vordergrund, wenn die weit über den Kreis Unna bekannten Jazz-Musiker Quast und Lohmann zu Körperprojektionen im Rahmen einer Performance spielen. Last but not least werden zudem noch einige Lichtobjekte ausgestellt werden, die im Unterricht der Schülerinnen und Schüler entstanden sind.

Zeitungsbericht zum Projekt

Oberstufenschüler der Gesamtschule erarbeiteten ein Projekt für die Unnaer Lindenbraurei

Stimmung ins rechte Licht gesetzt

Kamen/Unna. (sab) Stimmungen ans Licht bringen ohne sie grell zu beleuchten: Das wollen Schüler aus Kamen und Schwerte. Im Kellergewölbe der Unnaer Lindenbrauerei laden sie für Samstag, 18. Februar, um 18 Uhr zu einer Ausstellung und Performance ein, die "Lichte Momente" verspricht.

Die Kamener Gesamtschüler erarbeiteten am PC das Konzept für ihr Lichtkunstprojekt, das ab Samstag präsentiert wird.(Foto: Sabine Schneider)

Am Anfang wird eine Kurzführung durch die Unnaer Lichtkunst stehen. Denn eine solche Führung war es auch, die die Oberstufenschüler der Gesamtschulen Kamen und Schwerte dazu animierte, sich in einem gemeinsamen Projekt experimentell mit Kunst und Licht auseinander zu setzen.

So bildet eine Rauminstallation der kreativen Teenager einen Kontrast zu dem "Tunnel of Tears" (Tränentunnel) des amerikanischen Künstlers Keith Sonnier. Wie Licht Stimmungen verändern kann, zeigen die verschiedenen Objekte und Fotografien die sich außerdem mit der immer währenden Frage beschäftigen, wo Kunst überhaupt beginnt.

Performance aus Licht und Klang: Wo beginnt Kunst?

Die Performance der Oberstufenschüler der beiden Gesamtschulen entführt den Besucher schließlich in eine faszinierende Welt aus Klängen, Licht und Bewegung. Dabei liefert abgestimmt auf die Lichtkunst-Komposition der Schüler die Musik von Gitarrist Thomas Quast und Bassist Ralf Lohmann ein Wechselspiel mit den auf Körper projizierten Farben und Formen.

© Westfälische Rundschau 14.Feb 2006

Gewaltprävention in unserer Schule

Gewalt begegnet uns tagtäglich. Besonders deutlich wird sie uns über die Medien vermittelt. Da stecken wütende Islamisten Botschaften in Brand, führen Staaten Kriege, erschießen Bankräuber den Filialleiter, lassen Eltern ihre Kinder eingesperrt verhungern ...

Alles Beispiele für Verhaltensweisen, die uns erschrecken und die wir ablehnen. Aber wie sieht es um uns herum selber aus? Wie gehen wir mit unseren Mitmenschen um - in der Familie, im Straßenverkehr? Und warum sollte es in der Schule eigentlich anders sein?

Überall, wo sich Menschen begegnen, treffen wir auf die verschiedenen Formen der Gewalt. Die wilde Prügelei mit den Geschwistern zu Hause oder mit den Mitschülern in der Pause ist meistens nur die Spitze eines Eisbergs, der aus vielen kleinen Reibereien, Meinungsverschiedenheiten, schlechter Laune und Missverständnissen wächst: der Kampf um den besten Sitzplatz im Schulbus, der Anstoßer beim Hereinströmen in die Klasse, sich lustig machen über den Sprachfehler des Mitschülers.

Gewaltprävention im 6. Schuljahr Gewaltprävention im 6. Schuljahr
So sieht es oft nach der Pause aus! Ein möglicher Anlass, dem Nachbarn mal eben mit dem Ellenbogen zu zeigen, wer hier der stärkere und schnellere ist. Mit der Stoppuhr in der Hand zeigt Herr Harmsen von der Kamener Polizei, dass es nicht nur friedvoller, sondern auf diese Art und Weise sogar auch noch schneller geht!  "Wozu brauchen wir Regeln?" war hier die Frage.
Zwischen der versteckten Gewalt beim Mobbing und der blutigen Keilerei gibt es eine breite Palette unterschiedlicher Gewaltformen, denen wir als Gemeinschaft in unserer Schule begegnen wollen, wohl wissend, dass auch wir kein Patentrezept haben.

Wir machen diese Formen der Gewalt bewusst, suchen nach Ursachen und entwickeln Vermeidungsstrategien

Die 6c diskutiert mit Herrn Harmsen über Regeln und Regelverstöße. Es ist natürlich viel spannender, wenn ein echter Polizist über seine Erlebnisse berichtet, als wenn man über Gewalt und Regelverstöße in Büchern liest!

 

Gewaltprävention kann man jedoch nicht mit einer Einzelaktion betreiben; wir nutzen an unserer Schule ein Bündel unterschiedlicher Formen und Methoden:
  • Entwicklung einer Regelkultur im täglichen Miteinander innerhalb und außerhalb von Unterricht,
  • spezielle Projekte und Aktionen, mit denen wir ganz plakativ auf die Problematik aufmerksam machen und zum Nachdenken anregen,
  • curriculare Einbindung in Unterrichtsinhalte, z.B. im Fach Gesellschaftslehre, in enger Zusammenarbeit mit der Ortspolizei,
  • Streitschlichtung durch hierzu ausgebildete SchülerInnen,
  • Busguides, die durch ihre spezielle Ausbildung die Situation in und an den Schulbussen entschärfen,
  • Aufarbeitung solcher Themen in SOL in den unteren Klassen,
  • Deeskalationstraining und Antimobbing-Programme, besonders dann, wenn sich irgendwo Brennpunkte entwickeln,
  • Bekenntnis zur gewaltfreien Schule und aktive Mitarbeit in der Anti-Rassismus-AG,
  • Weiterbildung des Kollegiums.

Wenn die Polizei ins Klassenzimmer kommt

Oberkommissar Udo Harmsen betreibt Gewaltprävention in der Gesamtschule

Kamen | Die Gesamtschüler balgen unter Polizeiaufsicht. Oberkommissar Udo Harmsen schaut zu, wie die Mädchen und Jungen aus der Klasse 6f miteinander ringen.Von Johannes Brüne

Präventionsarbeit
Polizeihauptkommissar Udo Harmsen schaut zu, wie sich die Gesamtschüler der 6f auf dem Fußboden balgen. Das Rollenspiel soll den Kindern verdeutlichen, dass man sich im Leben an Regeln halten muss. Foto: Stefan Milk

Ein Großteil der Klasse sitzt auf dem Boden und hat sich untergehakt. Sechs ihrer Mitschüler versuchen, einzelne Klassenkameraden aus der Kette herauszuziehen. Die Balgerei ist Bestandteil eines Projektes zur Gewaltprävention, das der Bezirksdienstbeamte in der Gesamtschule anbietet.

Harmsen geht es darum, den Kindern zu zeigen, dass es Regeln gibt, an die sich alle halten müssen. „Wenn irgendetwas weh tut, sagt ihr Stopp", meint er zu den Schülern auf dem Fußboden. Ein Junge hat die Aufgabe, an die Tafel zu schreiben, was verboten ist. „Nicht kneifen", „nicht beißen", ist dort zu lesen. „Kitzeln ist auch unfair", meint ein Sechsklässler.

Offensichtlich haben sich die Schüler mit dem Thema Regeln schon früher befasst. An der Wand hängt ein Plakat mit Verhaltensweisen für den Unterricht. Unter Punkt 4 steht dort: „Ich lasse andere ausreden." In der Gesprächsrunde mit Harmsen beherzigen die Sechstklässler das nicht immer. Manchmal muss der Polizist die Stimme erheben, damit alle zuhören. Er hat dafür Verständnis: „Es ist der erste Schultag. Da sind manche noch in den Ferien."

Harmsen hat Erfahrung im Umgang mit Kindern und Heranwachsenden. „Alle Kamener Schulen liegen in meinem Bezirk", sagt er. Und es kommt öfter vor, dass er dort zu Hilfe gerufen wird. Zum Beispiel, weil Sachen oder Geld wegkommen. In weniger dramatischen Fällen versucht Harmsen, das Problem mit Gesprächen zu lösen. Ihm ist es wichtig, den Kontakt zu den Schulen zu halten. „Ich spreche mit den Fachlehrern und kümmere mich auch um einzelne Schüler." Aber in schweren Fällen, bei Sachbeschädigungen oder wenn die Kinder größere Summe Geld gestohlen haben, muss er auch an seine Amtspflichten denken: „So etwas ahndet die Polizei sofort."

Das Thema Diebstahl spricht Harmsen auch in der 6f an. Mit der Frage, wie sie reagieren würde, wenn jemand in die Klassenkasse gegriffen hätte, bringt er ein Mädchen in Loyalitätskonflikte. „Meine beste Freundin würde ich nicht verraten", sagt sie. Ein Mitschülerin denkt etwas weiter: „Ich würde ihr sagen, dass sie das Geld zurücklegen soll." Das scheint eine Lösung im Sinne von Harmsen zu sein.

In Sachen Prävention ist der Kommissar Autodidakt. „Ich habe mir das selbst angelesen", berichtet er. Ab und zu muss er in der Gesprächsrunde mit den Gesamtschülern noch in seine Unterlagen schauen, um nicht den Faden zu verlieren.Aber er weiß mittlerweile genau, dass er den Kindern nicht mit zu viel Theorie kommen darf: „Sie sollen sich das selbst erarbeiten. Man darf ihnen das nicht alles vorkauen." Harmsen setzt deshalb vor allem auf praktische Übungen. Zum Beispiel bei einem Rollenspiel, bei dem einige Schüler den Part des Außenseiters spielen, mit dem niemand redet.

Und auch für die Schädlichkeit von Graffiti hat der Polizist ein anschauliches Beispiel parat: „Stellt Euch vor, ihr kommt nach Hause und irgendjemand hat in eurem Zimmer eine total bekloppte Blümchentapete und ein Foto von Heino aufgehängt."

Prävention
  • Polizeioberkommissar Udo Harmsen wird in diesem Jahr noch häufiger zu Gast sein.
  • Das Projekt zur Gewaltprävention wird der Beamte in allen sechs Klassen der sechsten Jahrgangsstufe an bieten.
  • Harmsen kann sich auch vorstellen, Themen anzuschneiden, die über die reine Gewaltprävention hinausgehen: "Einige der Sechst- klässler rauchen schon", sagt er. "Diese Thema will ich auch ansprechen."

Lernziel: Soziales Handeln

In der Unterstufe der Gesamtschule steht nicht nur Mathe, Deutsch und Englisch auf dem Stundenplan. "Einmal in der Woche haben wir SOL", berichtet Walther Heuner, Klassenlehrer der 6f. Die Abkürzung steht für Soziales Lernen. "Da arbeiten wir alle Themen auf, die mit sozialem Verhalten und zusammenarbeiten zu tun haben", erläutert der Pädagoge. Zu den fünften Klassen kommt dafür ein Sozialpädagoge, bei den Sechstklässlern ist der Klassenlehrer für SOL zuständig.

Heuner ist der Meinung, dass die Schule möglichst früh mit dem sozialen Lernen und der Präventionsarbeit beginnen muss: "Die Pubertät ist mittlerweile vorgezogen", sagt er. "In der siebten Klasse käme das zu spät." Außerdem lebe ein hoher Anteil der Schüler nicht mehr in intakten Familien, weiß der Lehrer: "Die Hälfte meiner Klasse hat getrennt lebende Eltern." Nun ist nicht jeder Scheidungswaise ein Problemkind. Aber Heuner und seine Kollegen bekommen es zu spüren, wenn es im familiären Umfeld Probleme gibt. "Wir hoffen, dass die Schule einen einen Ausgleich für das schafft, was zu Hause schief läuft." Heuner sieht seine Aufgabe deshalb nicht nur darin, den Kindern den Unterrichtsstoff zu vermitteln: "Als Klassenlehrer habe ich einen guten Kontakt zu Kindern."

Inwiefern SOL und Aktionen wie die Gewaltprävention mit Polizist Udo Harmsen(siehe Artikel oben) auch Früchte tragen und positiven Einfluss auf die einzelnen Schüler ausüben, ist für den Lehrer aber konkret schwer zu ermessen: "Man weiß ja nicht, was passieren würde, wenn wir nicht machten."  job

KOMMENTAR

Mit Augenmaß urteilen

Die Kamener Gesamtschule gilt nicht unbedingt als Hort gewalttätiger Jugendlicher. Dennoch ist es gut, dass sie zusammen mit der Polizei ein Präventionsprogramm für die sechsten Klassen anbietet. Lieber etwas tun, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist, scheint hier ein vernünftiges Motto zu sein.

Allerdings ist das Thema Jugendgewalt eines, an das es mit einem gewissen Augenmaß heranzugehen gilt. Gestiegene Sensibilität und zuweilen übertriebene mediale Berichterstattung sorgen hier schon einmal für Hysterie. Nicht jede Schulhofbalgerei ist ein Symptom für den Verfall der Jugend, nicht jeder Heranwachsende, der sich mal daneben benimmt, endet als Schwerkrimineller.

Umgekehrt hilft es auch wenig, die Augen zu verschließen, wenn es wirklich Probleme gibt. Ein Schulleiter, der schweigt, weil er Angst um den Ruf seiner Lehranstalt hat, macht auch etwas falsch.

Aber vielleicht trägt ja eine Veranstaltung wie das Präventiv-Projekt mit Kommissar Harmsen dazu bei, ein wichtiges Thema angemessen, aber ohne übertriebene Dramatisierung zu behandeln.

+ Johannes Brüne

© Hellweger Anzeiger 10.1.2006

Siehe auch diesen Link zur Schulaktion der Kamener Polizei mit dem Lions-Club und hier unten.

Gegen Knalltrauma und Schädelbrummen

Aktion „Brauchen wir Regeln?" mit 600 Schülern aus Kamen und Bergkamen

Die beiden Jungs sind gerade einmal zwölf Jahre alt. Der eine hat einen Kameraden so vor die Wand geschubst, dass der Schädel kracht. Der andere hat einen Böller gezündet - und einem Mädchen ein Knalltrauma zugefügt.

Von Carsten Janecke

Gemeinsam gegen Regelbruch (v.l.): Gert Schulte, Michael Makiolla, Thomas Link und Bernhard Büscher. Foto: Milk

Als Bezirksbeamter Bernhard Büscher vor einigen Jahren an die Gesamtschule gebeten wurde, weil er mit erhobenem Zeigefinger auf die unartigen Schüler einwirken sollte, war er bestürzt. Vier Stunden lang hat das Gespräch - im Übrigen ohne erhobenen Zeigefinger - dann gedauert. Er stellte fest: „Die Kinder wussten gar nicht, was sie getan haben." Büscher wusste zumindest, was er tun wollte. Zumindest hatte er sich jenes erdacht, das nunmehr zum dritten Mal in die Tat umgesetzt wird. Die Aktion „Brauchen wir Regeln?". In Zusammenarbeit mit dem Lions-Club BergKamen geht die Polizeiinspektion Nord auf Tuchfühlung mit den Schülern. Und bittet sie, in vielfältigen Projekten das Thema „Regelverstöße" aufzugreifen. Egal ob Filmdreh, Theaterspiel, Mal- oder Plakataktion. „Wir wollen nicht nur etwas gegen Jugendkriminalität tun, sondern dabei auch für Spaß und Kreativität sorgen", sagte Landrat Michael Makiolla gestern. Und Lions-Präsident Gert Schulte ergänzte: „Die Idee der Lions ist, Menschen aus Randgruppen zu helfen. Besonders Kindern und Jugendlichen, damit die eine Zukunft haben. Denn ihre Zukunft ist unser aller Zukunft." Ab sofort sollen sich die Schüler mit Regelbrüchen aller Art auseinander setzen. „Und selbst zur Erkenntnis kommen - ohne Regeln geht es nicht", formulierte Thomas Link, Leiter der Polizeiinspektion Nord. Er freute sich, dass 600 Jugendliche an der Aktion teilnehmen werden. „So viele erreichen wir mit keiner anderen Aktion."

© Hellweger Anzeiger 2006


Dass ein Miteinander ohne Regeln nicht möglich ist, erfuhren gestern die Schüler der Klasse 6 F der Gesamtschule. In einem zweistündigen Projekt lernten sie, dass sie selbst in Auseinandersetzungen Regeln befolgen müssen.  (Foto: Ulrich Bonke)

Sechstklässler der Gesamtschule setzten sich mit dem Thema Gewalt auseinander

Ruppige Angriffe auf Polizeibefehl

Kamen, (ufa) "Brot weg, Flasche zur Seite und setz' Dich mal vernünftig hin!" Klare Ansagen gab es gestern in der Schule. Aber nicht von einem Lehrer, sondern vom Polizeibeamten Udo Harmsen.

Eingeschüchtert aber waren die Kinder der Klasse 6 F der Gesamtschule von den Instruktionen des Beamten keineswegs. Auf dessen Frage, warum er da sei, antwortete ein Zwölfjähriger forsch: "Sie wollen uns festnehmen."

Das war natürlich nicht die Absicht des Bezirksdienstbeamten. Er war vielmehr gekommen, um mit den Schülern das Thema Gewaltprävention anzupacken. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Zupacken mussten sechs Schüler, als sie versuchten, den Kreis der Mitschüler aufzubrechen, die auf dem Boden saßen und sich fest aneinander geklammert hatten.

Leben ohne Regeln wäre heilloses Chaos

Und während die Jungen und Mädchen aus dem Kreis ihrer Mitschüler gezerrt werden, werden Kommentare laut wie "Hey, nicht kitzeln" und nicht treten oder schlagen. Diese Forderungen schließlich stellten die Kinder als Umgangsregeln auf. Ohne Regeln nämlich, erklärte der Polizeibeamte, sei das Leben ein "heilloses Durcheinander".

Das Projekt Gewaltprävention findet an der Gesamtschule in den nächsten drei Wochen für alle Sechstklässler statt. Man habe festgestellt, so Klassenlehrer Walther Heuner, dass Vorbeugung - egal, ob in Sachen Gewalt oder Drogen - gar nicht früh genug einsetzen könne. Wobei seine Klasse eine friedliche sei. "Die Schüler gehen nett miteinander um", lobt er.

© Westfälische Rundschau  10.6.2005


Suchen - einkreisen - zuschlagen: Adlersystem ade!

Zehn Finger schon für Fünftklässler

Die Gesamtschule erweitert ihr Medienkonzept um einen bedeutenden Baustein: Schon die Eingangsklassen lernen, mit zehn Fingern und blind auf der Computertastatur zu schreiben - wie die Profis!

Im Zusammenhang mit der Einführung der Rechtschreibwerkstatt, einem umfangreichen Konzept zur Förderung der Rechtschreibkompetenz, setzt die Gesamtschule in diesem Jahr erstmals ein spezielles Lernprogramm ein: "Graf Ortho" bringt schon ihren jüngsten Schülerinnen und Schülern den Umgang mit dem Computer und vor allem das sichere und zügige Schreiben im Zehnfingersystem näher.

In einem jeweils zweitägigen Projekt erwerben die Mädchen und Jungen die notwendigen Grundkenntnisse und sind dann bereits in der Lage, einzelne Wörter und kleine Sätze "blind" zu tippen.

Und zwischendurch gibt's Entspannungsübungen - damit die Muskulatur nicht verkrampft.

Die Arbeit am Computer macht nicht nur allen riesigen Spaß, sie schafft zudem wichtige und heutzutage unabdingbare Grundlagen: für jede Arbeit am Computer in der Schule und Freizeit, aber besonders auch für das spätere Berufsleben.

Während die Lehrer der Gesamtschule hier natürlich den wichtigsten Effekt des Projekts sehen, freuen sich die Schülerinnen und Schüler, die hochkonzentriert bei der Sache sind, über etwas anderes noch viel mehr: Blindes Schreiben, und das auch noch mit allen zehn Fingern, das können ihre Eltern nur in Ausnahmefällen, und sogar ihren Lehrern sind die Kids damit ein Stück voraus!


17.11.2005: Theaterprojekt im 6.Schuljahr

Theaterprojekt der Gesamtschule sorgt bei Schülern und Deutschlehrern für positive Überraschungen

Spielend die eigenen Stärken erfahren

Kamen, (bu) Er versucht,furchtbar wütend zu sein. Aber die einzigen Minen, zu denen Max in diesem Moment fähig ist, sind ein breites Grinsen inklusive Lachkrampf. "Das ist gar nicht so einfach", stellt der Gesamtschüler später fest. Ähnlich ergeht es den meisten Klassenkameraden beim Theaterprojekt auf der Studiobühne.

"Am schwierigsten ist es, sich ganz allein vor das Publikum zu stellen", ist auch Larissa erstaunt. Damit hat Kirsten Ullrich-Klostermann im Grunde erreicht, was sie sich zusammen mit ihrem Kollegen Marco Janiel als Ziel gesetzt hat. Die beiden Theaterpädagogen wollen die Schüler der sechs Klassen des 6. Gesamtschuljahrgangs dazu bringen, eigene Fähigkeiten zu entdecken, Gefühlen auf die Spur zu kommen, Ideen in die Realität umzusetzen - unter anderem.

Schon zum zweiten Mal betreut das Team damit ein Projekt der Gesamtschule - diesmal im Rahmen des Deutschunterrichts. "Die Kinder be- kommen keine thematischen Vorgaben, sondern sollen im provisieren", schildert Deutschlehrer Burkhard Schenk. "Ziel ist es, eine Szene inhaltlich zu füllen und umzusetzen, vorgegeben ist nur ein Requisit." Die beliebtesten Szenen lehnen sich eng an das Fernsehen an: Daily Soaps, Verfolgungsjagden, Szenen aus Krimis und Horrorfilmen.

Mit Lockerungsübungen machen die beiden Theaterpädagogen die Schüler gleich zu Anfang neugierig auf das, was Schauspielerei und Theater zu bieten haben. Die eigene Stimme lernen sie auf diese Weise zunächst kennen, entdecken, wie sie sich vor einem Publikum am besten bewegen und sprechen, damit überhaupt jemand auf sie aufmerksam wird. Als nächstes stehen Partnerübungen auf dem Programm: Stimmungen ausdrücken, Gefühle zeigen - und das ganz ernsthaft.

"Die Kinder sind konzentriert dabei und haben - das ist das Wichtigste - eine Menge Spaß", stellt Kirsten Ullrich- Klostermann fest. Mehr noch: Die Lehrer entdecken erstaunt, welche Fähigkeiten sich plötzlich im schüchternsten Schüler verstecken. Gemeinsam . mit ihren Deutschlehrern besprechen die Nachwuchsschauspielei im Unterricht, was sie erlebt, wie sich dabei gefühlt haben und war ihnen dabei besonders wichtig war.

Bereits in der vergangenen Woche haben sich drei Klassen an drei Tagen Einblicke und Kenntnisse über das Theater erarbeitet. Ein Tag stand dabei jeder Klasse zur Verfügung, um eigene Themen umzusetzen. Das Konzept funktioniert: Auch die Kamener Re- alschule führt mit beiden Pädagogen schon in Kürze ein ganz ähnliches Theaterprojekt durch.

© Westfälische Rundschau 17.11.2005 Foto: Iris-Medien


16.11.2005: Internet-Schulprojekt Ch@t der Welten - Laura Baches Facharbeit wird prämiert

Am Mittwoch wurde die Facharbeit von Laura Bache von der Gesamtschule Kamen im Landesinstitut für Schule in Soest mit sechs anderen ausgewählten Schulprojekten aus NRW im Rahmen der Auftaktveranstaltung der 2. Runde von "Ch@t der Welten" ausgezeichnet. Nach Vorstellung ihrer Arbeit konnte Laura den Sach- und Geldpreis für die Gesamtschule entgegennehmen.

Laura hatte sich im 12. Schuljahr dafür entschieden, ihre Facharbeit im Biologiekurs auf der Basis des Internet- und Kommunikationsprojektes "Ch@t der Welten" zu erstellen. Ihr Thema lautete:

Biodiversität

Erstellung einer Multimediapräsentation zur Thematik auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene auf der Basis der Internetplattform "Ch@t der Welten"

"Ch@t der Welten" ist ein landesweites innovatives Projekt, das im Februar 2003 startete und an dem die Gesamtschule Kamen nun schon zum zweiten Mal teilgenommen hat (s. auch hier). Es wird unterstützt, begleitet und weiter entwickelt vom Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen mit hochkarätigen Partnern wie der inWEnt gGmbH (internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH) und dem DBU. Leitbild dabei ist die Realisierung einer "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung". Es unterstützt die schulischen Aktivitäten im Bereich E-Learning und Neues Lernen. Schülerinnen und Schüler können hier über die Internetseite www.chatderwelten.de zu umwelt- und entwicklungspolitischen Themen in den Dialog treten mit Interessengruppen in Lateinamerika, Afrika und Asien.

In ihrer Einleitung schreibt Laura: "Ziel dieser Facharbeit ist es, die Problematik der Erhaltung der Artenvielfalt darzustellen und Wege aufzuzeigen, wie man dazu beitragen kann, den Erhalt der Artenvielfalt zu unterstützen."

Laura hat sich im ersten Teil ihrer Facharbeit zunächst mit der Internetplattform "Chat der Welten" beschäftigt und dort das Konzept dargestellt und Ziele, Arbeitsweisen und Möglichkeiten der Nutzung aufgezeigt.

Der Hauptteil liefert zwei wissenschaftlich begründeten Definitionen des Fachbegriffes Biodiversität und geht dann auf die Biodiversitätsforschung ein. Sie schreibt dort, dass die Wissenschaft sich mit Störungen der Lebensgemeinschaften beschäftige und untersuche, "… welche Prozesse und Faktoren die Biodiversität bestimmen, regulieren und wodurch die Stabilität von Ökosystemen beeinflusst wird" und dass dieses letztlich die Grundlage für Konzepte zum Schutz gefährdeter Arten sei.

Im Kernbereich der Facharbeit werden dann auf Ebene der Bundesrepublik, des Landes NRW und des Kreises Unna beispielhaft Projekte zur Untersuchung der Lage der Artenvielfalt und zum Erhalt dieser untersucht und dargestellt. Dazu werden Organisationen vorgestellt, die sich den Erhalt der Biodiversität als Ziel gesetzt haben. Laura stellt hierzu Konzepte zur Vermeidung des Artenrückgangs auf verschiedenen Ebenen dar.

Näher beschäftigt sie sich dort beispielhaft mit einem Projekt ihrer Gesamtschule Kamen. Sie zeigt hier auf, wie auch Schule und SchülerInnen auf unterster lokaler Ebene einen Beitrag zum aktiven Naturschutz leisten können.

Der Anhang der Facharbeit enthält eine Powerpoint-Präsentation, in der wichtige Fakten und Thesen zur Thematik visualisiert werden. Diese stellte Laura in Soest den anwesenden Lehrern, Umwelt- und Entwicklungsexperten sowie den anderen Schülergruppen aus Löhne, Soest, Oberhausen, Köln und Mühlheim vor.

Danke für ihren Einsatz und Julias Unterstützung!

Siehe auch Zeitungsbericht


11. Jahrgang im Bodenprojekt

Seit einigen Jahren fester Bestandteil des Oberstufenprofils ist das fächerübergreifende Projekt "Boden", in dem sich in der Woche vom 29.8. - 2.9.05 auch in diesem Jahr die Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs intensiv mit den geographischen, chemischen und biologischen Aspekten des Bodens auseinander setzen. Neu in diesem Jahr ist die Integration methodischer und mediendidaktischer Schulungen im Umgang mit Exel und Powerpoint in das Gesamtprojekt.
Im erdkundlichen Teil werden in Theorie und Feldarbeit grundlegende Zusammenhänge der Bodenbildung und Klassifizierungen der Böden erarbeitet
Die Bodenchemie liefert wichtige Beiträge zur Zusammensetzung und zur Frage der Bodenfruchtbarkeit
Die Bodenbiologie klärt über Vorkommen, Tätigkeit und Bedeutung der Bodenorganismen auf

12. Jahrgang in der Projektwoche:

 

- Das Projekt Stoß - Wurf - Sprung

Die SchülerInnen mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt gingen in diesem traditionellen Projekt den physikalisch-mathematischen Geheimnissen der Flugbahnen von Kugeln, Speeren und Menschen auf den Grund.

 

- Das Fremdsprachenprojekt

Neu in diesem Schuljahr war ein Angebot für die SchülerInnen mit fremdsprachlichem Schwerpunkt. Texte in Latein, Französisch, Spanisch und Englisch wurden bearbeitet und für die Studiobühne szenisch aufbereitet:

"Dauerbrenner" SELZ:

Schülerinnen und Schüler der Oberstufe haben in Pausen und Freistunden die Möglichkeit, im Selbstlernzentrum (SELZ) selbstständig und selbstverantwortlich zu lernen, d.h. mit Hilfe der Neuen Medien Unterrichtsinhalte zu erarbeiten, zu vertiefen oder Lücken zu schließen und ihre Kompetenzen im Umgang mit den Neuen Medien zu erweitern. Das SELZ ist mit 15, vernetzten und mit Internetanschluss ausgestatteten Computerarbeitsplätzen ausgerüstet.

Weitergehende Informationen:

Gelsenwasser Schulprojekt

Der Schulsanitätsdienst an der Gesamtschule Kamen

Sanitätsdienst-Logo

An der Gesamtschule Kamen wurde im Jahr 2002 der Schulsanitätsdienst in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz, OV Kamen eingerichtet. Er wird von zwei Lehrerinnen (Lydia Schmidt und Ina Stoltefuß) geleitet, die mehrere Ausbildungslehrgänge in Erster Hilfe und eine Fortbildung zur "Erste - Hilfe - Ausbilderin" absolviert haben. Die Schüler und Schülerinnen der Klassen 7 bis 11, die sich freiwillig bereit erklärt haben, diesen Dienst zu verrichten, wurden ebenfalls in einem mehrtägigen Lehrgang des DRK in Erster Hilfe unterrichtet.

In der Schule befindet sich ein Schulsanitätsraum in direkter Nähe des Sekretariats, in dem jeweils zwei bis drei Schülerinnen in den Pausen ihren Dienst verrichten. Dieser Raum ist mit allen notwendigen Materialien ausgestattet, um Erste Hilfe leisten zu können. Bei leichteren Erkrankungen wird dort auch Tee gekocht oder eine Wärmflasche zubereitet. Während des Unterrichtes werden die diensthabenden Sanitäter über ihr Mobiltelefon von der Sekretärin gerufen. Kranke oder verletzte Schüler können in den Schulsanitätsraum kommen und werden medizinisch versorgt.

Zu den Aufgaben eines Schulsanitäters gehören die Betreuung des Schulsanitätsraumes, der Bereitschaftsdienst in den Pausen, die Rufbereitschaft während der Dienstzeiten, Bereitschaftsdienst bei Sport - und Schulfesten, die Kontrolle und Bestellung des Verbandmaterials, die Versorgung von Kranken und Verletzten und die eventuell notwendige Übergabe in ärztliche Behandlung.

Falls es notwendig ist, werden in Zusammenarbeit mit der Sekretärin die Eltern benachrichtigt oder ein Krankenwagen gerufen. Manchmal werden die Schulsanitäter auch an eine Unfallstelle im Schulgebäude gerufen.

 

 

 

2003 - Erdöl im Regenwald - Internetprojekt am Landesinstitut für Schule in Soest
Homepage

Erdöl im Regenwald

Logo Chat der Welten

Ch@t der Welten

03.01.2003 - Egal, ob Sie Erdkunde, Politik, Gesellschaftswissenschaften, Biologie, Geschichte oder Englisch oder Spanisch unterrichten - dieses Projekt könnte für Sie interessant sein: "Ch@t der Welten - Erdöl im Regenwald" ermöglicht einen direkten Austausch mit lateinamerikanischen Partnern.
 
Erdöl im Regenwald
Etwa zwanzig ausgewählte Schulen in Nordrhein-Westfalen haben im nächsten Schulhalbjahr die Möglichkeit, direkt mit lateinamerikanischen PartnerInnen zusammen zu arbeiten. Dabei sind Organsiationen wie COICA (Indigine Dach-Organisation in Ecuador), OLADE (Organisation der lateinamerikanischen Energieministerien) und ARPEL (Vereinigung der Erdölkonzerne in Lateinamerika), mit denen über eine eigene Internet-Plattform zum Thema "Erdöl im Regenwald" kommuniziert und beispielsweise auch eine Expertenbefragungen online durchgeführt werden kann. Auf deutscher Seite stehen mit der InWent (ehemals Carl-Duisberg-Gesellschaft), dem Klima-Bündnis europäischer Städte und dem Landesinstitut für Schule fachkompetente Partner zur Verfügung, die den Schulen eine Fülle von Unterrichts- und Hintergrundmaterial zur Verfügung stellen. Darüber hinaus werden die Schulen durch die Betreuung der Internet-Plattform und in ihrer Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.

Fachübergreifend
Das Projekt "Ch@t der Welten - Erdöl im Regenwald" kann nach eigenen Schwerpunkten etwa ab Klasse 9/10 z.B. in Politik / Gesellschaftslehre / Sozialwissenschaften (z.B. globale Zusammenhänge zwischen Lebensstilen), Biologie (z.B. Biodiversität und Störungen der Ökosysteme), Geschichte (z.B. historische Entwicklungen der Indigenen in Südamerika, Kolonialismus), Erdkunde (z.B. Erdölförderung und Landflucht), aber auch in Englisch und Spanisch (Kommunikation mit Südamerika) oder oder ... behandelt werden.

Ch@t der Welten beginnt mit einem Auftakt-Workshop Mitte Januar für die ausgesuchten LehrerInnen im Landesinstitut für Schule und hat eine Laufzeit bis zu den Sommerferien. Es sind bis zum 10. Januar noch einige wenige freie Plätze zu vergeben, Bewerbungen bitte per E-Mail anfordern. (Quelle: learn:line)

WDR-Schulfernsehen


Westfälische Rundschau
 

Westfälische Rundschau

Ruhr-Nachrichten
 

So sahen die Pressenotizen und Zeitungsartikel aus, die über das ungewöhnliche und innovative Schulprojekt berichteten, an dem sich die Gesamtschule Kamen ab Herbst 2002 mit einem Erdkundekurs 11 und einem Biologie-Lk12 beteiligte. Im Rahmen dieses Projekts, an dem viele außerschulische Partner beteiligt waren,
Projektpartner
nahmen Schülerinnen und Schüler an Presseworkshops teil und machten sich mit den verschiedenen Techniken von Internet und von Online-Foren vertraut. Ziel des Projekts war die Anwendung dieser Fertigkeiten, um weltweit mit dem Schwerpunkt Ecuador/Südamerika die ökologischen, sozioökonomischen und politischen Zusammenhänge zum Problemfeld der Erdölförderung in Entwicklungsländern mit indigener Bevölkerung zu recherchieren und die Ergebnisse in präsentable Formen zu fassen
Ein Höhepunkt des Langzeitprojekts war die in der Studiobühne der Gesamtschule vom
Landesinstitut für Schule
veranstaltete Podiumsdiskussion, in die die Gesamtschüler mit ihrem Powerpointbeitrag einführten.
Schülerpräsentation
Im weiteren Verlauf nahmen die Oberstufenschüler und -schülerinnen zusammen mit den Gästen aus den anderen Projektschulen aus NRW engagiert an der ökologischen und entwicklungspolitischen Diskussion teil. Mit besonderem Interesse wurden die Beiträge des indianischen Abgeordneten aus Venezuela verfolgt.

Im zweiten Halbjahr entstand dann in Arbeitsgruppen die eigentliche Raumanalyse, die auf der Abschlussveranstaltung in Dortmund präsentiert und prämiert wurde. Die Raumanalyse ist dort unter dem Link Werkstattbereich. zu finden.

Zur Umsetzung des Titels "Ch@t der Welten" in die Praxis brauchten die Schülerinnen und Schüler zum Schuljahresende dann einigen Mut: ein Live-Chat in englischer Sprache mit Miguel Moyano in Uruguay von der ARPEL

Arpel

sollte einerseits die Möglichkeiten moderner Kommunikationstechnologie testen, andererseits aber auch authentische und persönliche Stellungnahmen von einem direkt Beteiligten vor Ort einfangen. Das aufgezeichnete Gesprächsprotokoll kann hier eingesehen werden.


Ch@t der Welten - Erdöl im Regenwald


Einladung zur Podiumsdiskussion mit Experten
am 02.06.2003 um 10:00 Uhr
Gesamtschule Kamen, Gutenbergstr. 2, 59174 Kamen
Karin Kopshoff
Agenda: Anreise, Begrüßungsbüffet, informelle Gespräche im Selbstlernzentrum , Weg zum Veranstaltungsort Aula
11:00 Uhr Begrüßung der Teilnehmer durch den Schulleiter der Gesamtschule Kamen und Veranstalter
11:15 Uhr Einführung ins Projekt durch die teilnehmenden SchülerInnen der Gesamtschule Kamen
11:30 Uhr Vorstellung und Statements der Expertenrunde Moderation: Andreas Vollmert/WDR
PodiumsteilnehmerInnen
Jose Luis Gonzales Indigener Abgeordneter im venezolanischen Parlament
Ute Kozcy MdL, Europa- und Eine-Welt-Ausschuß NRW, Bündnis 90/Die Grünen
Dr. Claudia Braun Deutsche BP AG -Pressesprecherin
Christian Geßner Wissenschaftlicher Mitarbeiter Deutsches Kompetenzzentrum für Nachhaltiges Wirtschaften an der Universität Witten-Herdecke
Heidi Feldt Geologin/Expertin für Erdölförderung
Jürgen Wolters ARA e.V. , Experte Biodiversität
12:30 - 13:45 Uhr Podiumsdiskussion zu den Themenkomplexen und Fragerunde an die Experten Moderation: Andreas Vollmert
14:15 Uhr Pressegespräch
nach oben

  © 2004 Gesamtschule Kamen